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Unter- und Übertage

Unbemannte Kipper im herausfordernden Dauereinsatz

Die "AutoMine"-Systeme versprechen laut Hersteller eine höhere Effizienz bei der Flottennutzung, da sich die Kosten pro Tonne verringern sollen. Die Anwendungen seien je nach Bergbauanwendung skalierbar und für Fernüberwachungen ausgelegt.

Stockholm/Schweden (ABZ). – Das System "AutoMine for Trucks" ist Hersteller Sandvik zufolge die erste Wahl für autonome Rampenförderung im Untertagebau. Die Lösung eigne sich ab jetzt auch für Übertage-Anwendungen. Sandviks intelligente Muldenkipper arbeiten damit als unbemannte Roboter im Dauereinsatz.

Bergwerke weltweit profitieren von Sandviks intelligenten "AutoMine"-Systemen für autonome und unbemannte Förderung, teilt der Hersteller mit. "AutoMine" sorge unter anderem dafür, dass weniger Schäden an Maschinen zustande kämen, sodass weniger Reperaturen durchgeführt werden müssten. Außerdem verspreche das System eine höhere Effizienz bei der Flottennutzung, da sich die Kosten pro Tonne verringern sollen. Die "AutoMine"-Systeme seien je nach Bergbauanwendung skalierbar und für Fernüberwachungen ausgelegt, so Sandvik.

"Wir haben nun den ersten voll autonomen Untertage-Muldenkipper entwickelt, der auf Abbauebenen und Rampen untertage ebenso wie in Übertage-Bereichen eingesetzt werden kann", sagt Riku Pulli, Vice President Automation bei Sandvik Mining & Rock Technology. "Diese Muldenkipper werden die Bergbauindustrie revolutionieren, weil sie die Produktivität und Sicherheit von Bergwerken in beträchtlichem Maße verbessern."

Eine wesentliche Voraussetzung für autonome Rampenförderung sei, dass die Muldenkipper – nicht nur untertage, sondern auch übertage – autonom arbeiten können. Mit der Einführung des neuen Systems bietet Sandvik eigenen Angaben zufolge genau diese Fähigkeit. Eine wichtige Neuerung sei daher die intelligente Handover-Technologie. Mit ihr sollen Muldenkipper von Untertage- auf Übertage-Navigationsbetrieb in Echtzeit umstellen können. So sei es für die Maschinen möglich, nahtlos durch das Rampenportal an die Oberfläche zu fahren, um dort den Abladevorgang zu beenden.

"AutoMine" ist zudem mit Sandvik-"OptiMine" vernetzt. Anwender sollen Produktionen mithilfe der Programme effizienter planen können, da Aufgaben automatisch übertragen werden. "OptiMine" informiert kontinuierlich über den Produktionsfortschritt. Dadurch erhalten Bergwerke einen Echtzeit-Überblick über die automatisierten und manuellen Prozesse im Betrieb. "OptiMine" verfügt über Tracking-Funktionen, um Maschinen und Personal zu lokalisieren und über eine 3D-Visualisierung des Bergwerks. Auch kann das System vorausschauend analysieren ("Predictive Analytics"), um Daten in verwertbare Erkenntnisse umzusetzen. Durch die Integrationvon "My Sandvik Productivity" können Bergwerke den Zustand ihrer Muldenkipper überwachen und sich in Echtzeit über den Status ihrer Flotte informieren, teilt Sandvik mit.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 20/2020.

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