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Unternehmenserfolg

"Teleskoplader sind fitter als Autos"

Merlo, Arbeitsbühnen und Aufzüge

Schlehäusers Stahlbau mit Merlo Teleskopstaplern und Arbeitsbühnen.

MARL (ABZ). - Eugen Schlehäuser Stahl- und Hallenbau aus dem nordrhein-westfälischen Marl wurde innerhalb von dreieinhalb Jahrzehnten vom Ein-Mann- zum 40-köpfigen Betrieb. Jedes Jahr kommen zwei Auszubildende mit Übernahmeoption hinzu. Die Region prägen Industrie, Handwerk, Landwirtschaft und der Werdegang des Bergbaus. Verstärkt durch mittlerweile sechs Merlo Teleskoplader stellt sich das Unternehmen auf die Branchen ein. Christian Schlehäuser, kaufmännischer Geschäftsführer, beschreibt die Maschinensituation: "Merlo heißt bei uns: laden, stapeln, ziehen, 3 bis 3,5 t Hubkraft, bis an die 14 m Hubhöhe, Straßenfahrt und Hubarbeitsbühne. Rund 700 Bh haben wir ungefähr pro Jahr und Merlo. Sie brauchen alle 500 Std. eine Wartung und gut. Die Teleskoplader sind anspruchsloser und fitter als unsere Autos, die auf ca. 400 Std. im Jahr kommen aber nicht mit diesen wenigen Garagenstopps."

1993 kaufte Eugen Schlehäuser, Gründer der Stahl- und Betonbau-Firma, seinen ersten Merlo der Panoramic-Serie. Er stellte Hallen ursprünglich mit einem Frontlader und Trecker auf. Die Bauten wurden zunehmend höher. Die 4-m-Grenze des Laders galt es zu überwinden. Er erinnert sich: "Fast ein Jahr überlegte ich, ob es ein Teleskoplader sein sollte. Das Maschinensystem war noch neu. Die Investition im Vergleich zur bisherigen Technik bedeutend. Dem ersten Ja zum Merlo folgte 14 Tage später die zweite Maschine. Die Vorteile für mich waren groß."

Mit dem Startmodell P 30.11 XS reichte er auf gut 10 m Giebelhöhe. Sofort konnte ein neues Einsatzspektrum und damit weitere Kundengruppen erschlossen werden. Ein wichtiger Punkt, denn durch den Rückgang des Bergbaus, der ein großer Auftraggeber im Gebiet und so auch für Schlehäuser war, spitzte sich die Lage der Region zu. Um 2002 kam eine Phase des Stillstands im Unternehmenswachstum. Die Teleskoplader halfen, die angespannte Zeit zu überstehen und in andere Aufgabenbereiche hinein zu gelangen. Momentan machen laut Christian Schlehäuser Stahlhallenbau, Beton- und Maurerarbeiten 80 % des Umsatzes der Marler aus. Die weitere Dienstleistung geht in den Agrarbereich. Mit seinem agrarwissenschaftlichen Studium und eigenem Hof im Nebenerwerb spricht er die Sprache der Kunden, denen er Lohnarbeiten anbietet und individuelle Reithallen, Ställe oder Getreidelager baut. Gregor Schlehäuser, zweiter Geschäftsführer, über die Argumente für Merlo: "Die Parallelverschiebung des Oberwagens ist für uns seit jeher ausschlaggebend. Wir stellen die Maschine sicher auf Stützen und können, ohne sie zu verfahren, komfortabel Binder zusammenschrauben und unsere Stahlkonstruktionen montieren. Die Merlos sind leicht zu bedienen. Fast alle vierzig Mitarbeiter können sie einsetzen."

Christian Schlehäuser nennt Merlo aufgrund der hochwertigen Ausstattung und Sondermerkmale die Premiummarke unter den Teleskopladern. Aktuell lasten die Hallenbauer sechs Modelle aus, die sie in Spitzenzeiten oder bei Spezialaufgaben durch Mietmaschinen aufstocken. Vier Panoramics mit 13 bzw. 14 m Hubhöhe sind im Bau beschäftigt. Turbofarmer agieren als Zubringer für Material oder helfen in dringenden Fällen aus, wenn die anderen Baugeräte gebunden sind.

Die 3 bis 3,8-t-Merlos besitzen eine identische Geräte-Aufnahme. Alle Maschinen haben Schaufeln, FEM-Gabelträger und -Lastgabeln. Zwei Hubarbeitsbühnen mit einer auf 4,5 m ausklappbaren Fläche und einer Tragkraft von 300 kg, ausgelegt für drei Personen, sind dabei. Dazu eine 2,4 m breite Variante für schmale Zugänge. Die Arbeitskörbe helfen Fassaden, Dachrinnen und Fetten zu montieren. An den Agrarversionen laufen Silage Schaufel u. a. auch für Baumschnitte und eine Mistgabel. Das Unternehmen ist in einem Radius von rund 100 km um den Firmensitz tätig. Abhängig von der Entfernung kommen die Merlos auf den eigenen Rädern oder per Tieflader zum jeweiligen Arbeitsplatz.

Merlos Panoramic-Konzept entstand Ende der achtziger Jahre. Die Maschinen verfügten damals komplett neu im Materialumschlag über die Verbindung von 360°-Panorama-Rundumsicht, Hydrostatantrieb, Allradlenkung und Seitenverschub. Sie waren die ersten Stapler mit seitlich gelagertem Motor. Ulrich Ellmers, Bereichsleiter Technik beim Importeur Merlo Deutschland, bestätigt: "Die Panoramics, beginnend mit der XS-Serie bis zu den jetzigen Modellen, die bis zu 17 m Hubhöhe erreichen, sind ein verlässlicher Kernbaustein unserer Produktpolitik. Fahren die Maschinen von unserem Gelände Richtung Anwender, laufen sie dort einfach. In der Regel viele Jahre lang."

"Ich bin konservativ", bekennt Gründer Eugen. "Neues kaufe ich, wenn alles andere bezahlt ist." Sohn Christian freut sich über einen ähnlichen Zahlungsanstand seiner Kunden und die Wiederverkaufswerte der gebrauchten Teleskoplader: "Wir veräußern unsere Geräte, wenn sich Reparaturen nicht mehr lohnen. Bei den ersten Merlos war das nach 23 Jahren soweit. Wir erzielten für die Zwei noch einen fünfstelligen Betrag." Gute Pflege und ordnungsgemäßen Einsatz sieht er als wesentliche Bedingungen für einen gesunden Lebenszyklus der Teleskope. Während der Betriebsferien um die Weihnachtszeit führt sein Merlo Vertriebs- und Servicepartner Anton Hülsken GmbH & Co. KG (Rosendahl) die Wartungen und UVV-Abnahmen durch.

Die Verbindung der Unternehmen hat Geschichte. Als Eugen Schlehäuser den ersten Merlo anschaffte, sagte er zum Geschäftsführer Klaus Hülsken: "Wenn Du was werden willst, vermarkte die." Klaus Hülsken: "Die Schlehäusers sind einer unserer ältesten Kunden. Ich bin dankbar für den Tipp. Mit dem Teleskopcenter ist Merlo ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots. Wir behaupten uns damit sehr erfolgreich in einem immer fordernden Umfeld."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 34/2015.

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