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Unterwasserstadt Nordhusia

Taucherparadies aus Leichtbeton geschaffen

Dyckerhoff, Betonbau und Stahlbetonbau

Eine Nachbildung der ehemaligen Reichsstadt Nordhusia unter Wasser – dieses in Deutschland wohl einzigartige El Dorado für Taucher wird derzeit im thüringischen Nordhausen mit Dyckerhoff Aerodur realisiert.

NORDHAUSEN (ABZ). - Eine Nachbildung der ehemaligen Reichsstadt Nordhusia unter Wasser – dieses in Deutschland wohl einzigartige El Dorado für Taucher wird derzeit im thüringischen Nordhausen mit Dyckerhoff Aerodur realisiert. Der feinkörnige Porenleichtbeton zeichnet sich durch sein geringes Eigengewicht aus. Nur so ist das Absenken der Betonelemente in den See per Kran möglich. Bauherr der Unterwasserstadt ist Dr. Wolfgang Tröger, Geschäftsführer vom Actionsport Tauchsportzentrum Nordhausen am Sundhäuser See. Zunächst hatten sich die Überlegungen bezüglich eines geeigneten Materials für die Häuser auf Beton mit Leichtzuschlägen wie Blähton oder Blähglas konzentriert. Diese Möglichkeiten wurden aber wegen zu hoher Kosten für die Zuschläge verworfen. Nach Rücksprache mit dem Statiker stellte sich heraus, dass ein Porenleichtbeton mit einer Rohdichte von 1,4 kg/dm³ alle Anforderungen erfüllen würde.

Die Beratungen mit dem Werk Nordhausen der Dyckerhoff Transportbeton Thüringen GmbH & Co. KG führten zur Entscheidung, Dyckerhoff Aerodur einzusetzen. Bei der Herstellung dieses Betons kann die Rohdichte je nach Anwendung gezielt eingestellt werden. Zunächst wurde im Transportbetonwerk Nordhausen ein Schaumgenerator installiert. Die richtige Rohdichte wurde durch die probeweise Herstellung zweier Systemsteine ermittelt, die jetzt vor der Tauchbasis stehen. Eine der Herausforderungen des Bauvorhabens war die für die Wände der Stadtmauer gewünschte Natursteinoptik. Diese konnte durch eine Negativschalung auf Basis von Styrodur erreicht werden. Vor der Betonage wurde die Schalung stellenweise mit einem Flächenbrenner behandelt, so dass sich die gewünschte Struktur ergab. Die Betonage wurde dann mit Hilfe einer Estrichpumpe (Schneckenpumpe) durchgeführt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 50/2014.

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