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VBI-Umfrage

Ingenieurunternehmen sehen sich in Corona-Krise gut aufgestellt

Berlin (ABZ). – Die deutschen Ingenieur- und Architekturunternehmen sehen sich in der Corona-Krise gut aufgestellt. Auch wenn mittlerweile alle Ingenieur- und Architekturbüros bei einzelnen Aufträgen Störungen melden, nehmen erst ein Drittel der Unternehmen Kurzarbeitergeld, Steuerstundung oder Soforthilfen in Anspruch. Zwei Drittel der Unternehmen gehen davon aus, dass sie die Krise überstehen können, ohne Hilfen zu beantragen. Das ergab eine Umfrage des Verbandes Beratender Ingenieure (VBI) unter seinen Mitgliedern.

Die Unternehmen seien jetzt auf eine verlässliche Fortführung der Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer angewiesen, teilte der VBI mit. Insbesondere öffentliche Auftraggeber müssten die Handlungsfähigkeit der Behörden sicherstellen, um Genehmigungen, Vergaben, pünktliche Zahlungen und eine Fortführung der Baustellen zu gewährleisten. Doch genau hier mangele es zunehmend, mahnt der VBI. Immer häufiger würden Rechnungen nicht fristgerecht beglichen, Bauabläufe verzögert und notwendige Entscheidungen nicht getroffen. Bei 33 Prozent der Unternehmen sind einer aktuellen Umfrage des Verbandes zufolge bis zu 30 Prozent der laufenden Projekte bereits deutlich beeinträchtigt, bei 11 Prozent der Unternehmen sei es bereits die Hälfte ihrer Projekte. 9 Prozent der Unternehmen würden befürchten, dass sie trotz Hilfen nur wenige Wochen überleben können.

VBI-Präsident Jörg Thiele: „Unsere Umfrage zeigt, dass sich die gute Auftragslage nach wie vor positiv auswirkt. Wenn die Projekte weitergeführt werden und die Auftraggeber ihren Pflichten nachkommen, haben unsere Unternehmen die Chance, die Krise zu überstehen. Wir appellieren daher an die öffentlichen und privaten Auftraggeber, die Krise nicht künstlich zu verschärfen, sondern Rechnungen unmittelbar zu begleichen und Projekte aktiv fortzuführen.“

An der Umfrage nahmen 140 Ingenieurunternehmen teil. Davon haben 37 Prozent weniger als zehn Mitarbeiter, ebenfalls 37 Prozent zehn bis 50 Mitarbeiter und 26 Prozent mehr als 50 Mitarbeiter.

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