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Verband der Europäischen Bauwirtschaft

Thomas Bauer zum FIEC-Präsidenten gewählt

Prof. Thomas Bauer ist neuer Präsident der FIEC.

Brüssel/Belgien (ABZ). – Prof. Thomas Bauer, Aufsichtsratsvorsitzender der Bauer AG und Mitglied des Präsidiums des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie e. V., ist anlässlich der Generalversammlung des Verbandes der Europäischen Bauwirtschaft (FIEC) zum Präsidenten der FIEC gewählt worden.

Bereits seit 2017 war Bauer Mitglied des Präsidiums der FIEC und leitete in dieser Funktion den Bereich Wirtschaft und Recht. Zuletzt war er FIEC-Vizepräsident. Bauer folgt dem Norweger Kjetil Tonning und wird das Präsidentenamt des europäischen Bauspitzenverbands zwei Jahre lang, also bis zum Sommer 2022 ausüben. Neuer Vizepräsident ist nun Rüdiger Otto, der ebenfalls das Amt des Vizepräsidenten des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) innehat.

Er werde sich als neuer FIEC-Präsident dafür einsetzen, dass der kürzlich von den EU-Staaten und Regierungen vorgeschlagene Wiederaufbauplan für die Corona-geschädigte EU-Wirtschaft auch signifikante Investitionen in die europäische Infrastruktur sowie in die energieeffiziente Sanierung des Gebäudebestands umfasst, kündigte Thomas Bauer an. Zudem fordert die FIEC von den EU-Institutionen ein zusätzliches Engagement, damit die Arbeitnehmerfreizügigkeit und die Dienstleistungsfreiheit in der Europäischen Union schnellstmöglich wiederhergestellt werden.

Die FIEC hat aktuell 32 Mitgliedsverbände in 28 europäischen Ländern und vertritt als europäischer Dachverband die Interessen der europäischen Bauwirtschaft gegenüber den EU-Institutionen Kommission, Rat und Parlament. Außerdem vertritt die FIEC die Arbeitgeberseite im europäischen sektoralen Sozialen Dialog für den Bausektor. Im Jahr 2019 belief sich das Bauvolumen in den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf über 1,4 Billionen Euro, europaweit waren in den rund 3,3 Millionen Baufirmen fast 15 Millionen Menschen beschäftigt.

Thomas Bauer tritt sein Amt in schwieriger Zeit an. Die Covid-19-Pandemie hat auch auf die europäische Bauwirtschaft gravierende Auswirkung – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß in den einzelnen Mitgliedstaaten der EU. Während in Deutschland und im Norden Europas bislang nur vereinzelt Baustellen geschlossen wurden, gingen die Bauaktivitäten in Südeuropa um in etwa 60 bis 70 Prozent zurück.

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