Verbindungsmittel SP140

Neuer Bandfalldämpfer verkürzt Fallhöhe

Übach-Palenberg (ABZ). – Arbeiten in der Höhe bringen das Risiko eines potenziellen Absturzes mit sich. Auffangsysteme können zwar keinen Fall verhindern, aber den Benutzer durch kontrolliertes Auffangen vor schweren Verletzungen bewahren. Das Verbindungsmittel SP-140 von SpanSet, Übach-Palenberg, erfüllt die Norm EN 355 auch für Anwender bis zu 140 kg Körpergewicht.
SpanSet Arbeitssicherheit
Arbeiten in der Höhe bringen das Risiko eines potenziellen Absturzes mit sich. Auffangsysteme können zwar keinen Fall verhindern, aber den Benutzer durch kontrolliertes Auffangen vor schweren Verletzungen bewahren. Häufig besteht die Gefahr, dass Arbeitskollegen ihre Verbindungsmittel untereinander vertauschen. Damit sich niemand durch nicht passende Ausrüstung verletzt, muss dies aber ausgeschlossen werden. Seit Beginn des Jahres hat SpanSet deshalb seine Verbindungsmittel überarbeitet. Sie erfüllen nun alle die Norm EN 355 auch für Anwender bis zu 140 kg Körpergewicht. Auch die Gefahr, dass die Anwender die Verbindungsmittel vertauschen, ist damit beseitigt. Foto: SpanSet

Gemäß der Norm EN 361 werden Auffanggurte mit einem 100 kg schweren Stahltorso geprüft. Dieser Torso durchfällt eine vorgegebene Sturzstrecke von 4 m und wird dann von einem Seil ohne Falldämpfung aufgefangen. Dabei muss nachweislich mindestens die Kraft von 1,5 t (15 kN) auf den Torso einwirken – der menschliche Körper würde einen solchen Sturz nicht überleben. Ein Bremsmechanismus begrenzt deshalb die auf den Menschen einwirkende Kraft auf maximal 600 kg (6 kN).

Ein Sturz unterteilt sich in zwei Phasen: Freier Fall und Auffangen. Während des Falls steigt die Geschwindigkeit des Fallenden. Je länger der freie Fall dauert, desto höher werden die Fallgeschwindigkeit und die Fallenergie. Und desto mehr Energie muss abgebremst werden, wenn das Auffangsystem den Verunglückten kontrolliert abfangen muss. Dabei darf sich das Verbindungsmittel lt. Norm um bis zu 1,75 m verlängern. Es ist also nicht der Auffanggurt, sondern das Verbindungsmittel, das den Menschen vor gravierenden Folgen eines Absturzes bewahrt.

Nun sind Menschen unterschiedlich groß und schwer. Das führt bei den Anwendern von PSAgA zu Problemen, besonders bei Personen mit über 100 kg Körpergewicht. Schwere Menschen benötigen nicht nur auf ihre Körpermaße abgestimmte Auffanggurte, sondern auch besonders angepasste Verbindungsmittel, die dieser Fallenergie gewachsen sind. SpanSet-Schulungsleiter und Anwendungstechniker Jörg Scheilen dazu:

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Die spezielle Form des Falldämpfers sorgt beim Y-Verbindungsmittel für besonders viel Bewegungsfreiheit zwischen den Strängen. Foto: SpanSet

"Bei 140 Kilogramm Körpergewicht verlängert sich sonst die Länge der Fallstrecke über das maximal Erlaubte hinaus, und im Extremfall wird die Auffangkraft von 6 kN überschritten. Das kann dann ein gesundheitliches Problem werden."

Genau an diesem Punkt setzt das Verbindungsmittel SP-140 mit Bandfalldämpfer an. Es erfüllt nicht nur die Norm EN 355, sondern die zulässigen Werte wurden bei der 100 kg-Prüfung sogar um mehr als 17 % unterschritten (bezogen auf die Gesamtlänge des Verbindungsmittels nach dem Sturz). Und selbst bei einer Prüfung mit 140 kg wurden die Normwerte (6 kN und 1,75 m) eingehalten.

Ein speziell entwickelter Falldämpfer sorgt dafür, dass sich das Verbindungsmittel nicht um die nach Norm zulässigen maximalen 1,75 m verlängern kann, sondern nur um maximal 1,1 m. Das heißt, die maximale Falldistanz ist um 0,65 m verkürzt.

Häufig besteht die Gefahr, dass Arbeitskollegen ihre Verbindungsmittel untereinander vertauschen. Das muss aber ausgeschlossen sein, damit sich niemand durch nicht passende Ausrüstung verletzt. Seit Beginn des Jahres hat SpanSet deshalb seine Verbindungsmittel überarbeitet.

Sie erfüllen nun alle die Norm EN 355 auch für Anwender bis zu 140 kg Körpergewicht. Auch die Gefahr, dass die Anwender die Verbindungsmittel vertauschen, ist damit beseitigt.

Ein weiteres Problem kann die Berechnung der Sturzhöhe werden. Denn der Freiraum für einen potenziellen Absturz ergibt sich aus mehreren, unterschiedlichen Rahmenbedingungen. SpanSet hat als einziger Anbieter von PSAgA verschiedene Sturzstrecken stufenweise für die Körpergewichte 60 bis 140 kg getestet. Die dabei ermittelten Werte sind Bestandteil der Gebrauchsanweisungen und helfen dem Träger seinen individuellen Freiraum zu berechnen.

Folgende Details bietet das SP140:





     
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