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Verkehrsinselbau Ortsgemeinde Dudenhofen

Inselkopffertigteile individuell gefertigt

Hermann Meudt Betonsteinwerk, Betonfertigteile

Die Einmündung in das Neubaugebiet "Im Bolig" in Dudenhofen wurde mit einer dreieckigen Verkehrsinsel ausgestattet. Dank der drei auffälligen Inselköpfe ist die Verkehrsführung besonders gut erkennbar.

DUDENHOFEN (ABZ). - Bei Verkehrsinseln handelt es sich um in der Fahrbahn liegende abgegrenzte Flächen, die in der Regel nicht befahren werden dürfen. Sie dienen der Trennung von gegenläufigen Verkehrsströmen an Gefahrenstellen wie Einmündungen oder Knotenpunkten und ermöglichen Fußgängern ein leichteres Überqueren der Straße. An Ortseinfahrten übernehmen Verkehrsinseln oft auch die Funktion der Verkehrsberuhigung. Dabei wird meist der in den Ort führende Fahrstreifen etwas verschwenkt. Die Form und Gestaltung der Fahrbahnteiler ist je nach Zweck unterschiedlich. Fast immer jedoch sind diese erhöht eingebaut, und werden mit Hilfe von Bordsteinen von der Fahrbahn abgegrenzt. Eine besondere Funktion übernehmen hierbei die abgerundeten Anfangs- und Endstücke einer Verkehrsinsel, denn diese haben dafür zu sorgen, dass alle Verkehrsteilnehmer die Insel auch optisch gut wahrnehmen können.

Der Bau dieser – als Inselkopf bezeichneten – Stellen, erfolgt häufig aus Bordstein-Radiensteinen. Diese sind jedoch aufgrund ihrer unauffälligen Baugröße nicht immer geeignet, die gewünschte Verkehrsleitwirkung zu erzielen. Eine gute Alternative hierzu hat die Ortsgemeinde Dudenhofen im Rhein-Pfalz-Kreis beim Neubau einer Verkehrsinsel gefunden. Hier setzt man auf individuell gefertigte Inselkopffertigteile, die gegenüber der Bordsteinlösung mehrere Vorteile bieten.

Im April 2014 wurde im Neubaugebiet "Im Bolig" in der Rheinland-Pfälzischen Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen die offizielle Baufreigabe erteilt. Auf dem 1,4 ha großen Areal entstehen seit dem 30 neue Einfamilienhäuser. Parallel zur Erschließung des Baugebietes erfolgte die verkehrliche Anbindung der Abfahrt von der B 39 zum Boligweg. In Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität, Speyer, strebte die Gemeinde eine Änderung der bisherigen Verkehrsführung an. Vorgesehen war eine Durchbindung der Abfahrt von der B 39 auf den Boligwegin einer – gegenüber dem bisherigen Zustand – deutlich länger gestreckten Kurve. Die Anbindung des Baugebietes erfolgt durch eine normale Einmündung. Um die Gefahr von Falschfahrten auf die Abfahrtsrampe von der B 9 zu reduzieren und Fußgängern die Überquerung der Fahrbahn zu erleichtern, errichtete die Gemeinde eine Verkehrsinsel und einen Fahrbahnteiler. Dabei setzten die Planer ganz bewusst auf Inselkopffertigteile. Andreas Mangold vom Ingenieurbüro Piske aus Ludwigshafen schildert die Maßnahme: "In der Hauptsache wurden die beiden Inseln aus Flachborden im Profil 30 x 25 cm erstellt. Um eine maximale Auffälligkeit der Fahrbahnteiler zu erreichen verwendete man dabei im Wechsel graue und perlweiß reflektierend beschichtete Steine und im Kontrast zum Asphalt einen ockerfarbigen Pflasterbelag für die Fußgängerfurt."

Diese so genannte Reflexin-beschichtete Oberfläche weisen auch die Inselkopffertigteile auf, die die Planer jeweils an den Köpfen der Verkehrsinseln vorgesehen haben. Im Gegensatz zu reinen Bordsteinen handelt es sich hierbei um Betonfertigteile, die sich dank einer individuellen Herstellung perfekt an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Der Vorteil: Die Größe des Bauteils und die reflektierende Oberfläche sorgen für eine deutlich bessere Wahrnehmbarkeit im Vergleich zur Bordsteinlösung und zeigen den Verkehrsteilnehmern deutlich und rechtzeitig die veränderte Verkehrssituation an. Mangold: "Dank der auffälligeren Optik erreichen wir mit den Inselkopffertigteilen eine sehr gute Verkehrsleitwirkung."

Die Bauteile, die im Betonsteinwerk Meudt in Wallmerod gefertigt werden, bieten aber laut Hersteller noch zwei weitere Vorteile: Zur Aufnahme von Verkehrszeichen sind in den Inselköpfen bereits Schilderhülsen integriert. Ein weiterer Vorteil liegt in den gestalterischen Möglichkeiten. Besondere Verkehrs- oder Straßensituationen verlangen nach individuellen Lösungen. Verkehrsinseln sollen den örtlichen Gegebenheiten angepasst sein und sich auch einfach und schnell einbauen lassen, ohne dass es zu großen Behinderungen des Verkehrsflusses kommt. Mangold: "Hier bieten sich Inselkopffertigteile in idealer Weise an denn diese werden individuell passend zur entsprechenden Verkehrsführung nach Aufmaß bzw. Planzeichnung objektbezogen in verschiedenen Radien, Längen, Breiten und Winkeln vorgefertigt. So bieten sich auch gestalterisch viele Umsetzungsmöglichkeiten."

Die Inselkopffertigteile schneiden nach Meinung des Herstellers zudem aufgrund ihres hohen Eigengewichts und der daraus resultierenden hohen Widerstandskraft gegen einwirkende Kräfte in Punkto Langlebigkeit deutlich besser ab als eine reine Bordsteinlösung. Im Sommer letzten Jahres wurde die Verkehrsinsel und der Fahrbahnteiler nach einer üppigen Bepflanzung ihrer Bestimmung übergeben. Seit dem gelangen die Bewohner des Neubaugebietes auf gutem Wege zu ihren Grundstücken.

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