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"Verquerer" Brückenbau an der Autobahn

51 Tonnen schweren Stahlbinder gehoben

Der Aufbau erfolgte über die Leitplanke hinweg.

Köln-Niehl (ABZ). – Der Ausbau einer schräg zur Fahrbahn verlaufenden Brücke über der A 1 bei Köln stellte das Team des beauftragten Krandienstleisters Neeb aus Wuppertal vor ganz besondere Herausforderungen. Deshalb kam der Wahl des am besten geeigneten Krans für diesen Einsatz eine ganz besondere Bedeutung zu. Letztendlich fiel die Entscheidung zugunsten des Demag AC 500-8 All-Terrain-Krans als ideales Einsatzgerät für diesen Job.

"Zugegeben – ein etwas kleinerer Kran hätte diesen Job wahrscheinlich auch übernehmen können. Den hätten wir allerdings auf der beengten Baustelle voll aufrüsten müssen. Deshalb haben wir uns für den Demag AC 500-8 entschieden, der alle anstehenden Hübe dank seiner hohen Hubkraft selbst im kleinen Rüstzustand sicher bewältigen konnte und deshalb unterm Strich wirtschaftlich und technisch die beste Wahl war", erklärt Geschäftsführer Armin Neeb.

Die Anfahrt des Krans konnte völlig problemlos in Begleitung von nur vier Lkw erfolgen, die den benötigten Ballast samt des erforderlichen Zubehörs auf die Baustelle brachten. Der anschließende Aufbau des Krans hingegen erwies sich als deutlich kompliziertere Angelegenheit: "Wegen der beengten Platzverhältnisse vor Ort durch abgestellte Schachtbauwerke und Fertigteile anderer Baufirmen, mussten wir die Ballast-Lkw auf der Gegenspur abstellen und den Kran über Fahrbahn und Leitplanke hinweg rüsten", berichtet Neeb. Trotz des damit verbundenen Mehraufwands ist es dem Neeb-Team gelungen, den Demag AC 500-8 mit drei Monteuren in nur 1,5 Std. mit 37,9 m langem Hauptausleger und 120 t Gegengewicht für die insgesamt acht Hübe der 37 m langen und 51 t schweren Brückenstahlbinder zu konfigurieren.

Doch die eigentliche Herausforderung stand dem Neeb-Team erst noch bevor. Denn die Stahlbinder mussten ebenso wie der Ballast über die Leitplanke hinweg von den Nachläufern entladen werden, die für deren Transport eingesetzt wurden. Bei den Hüben selbst war dann höchste Präzision gefragt, da die Binder absolut waagerecht hängend auf den Widerlagern abzusetzen waren. Erschwerend kam dabei hinzu, dass die Brücke in einem Winkel von 80° schräg über die Autobahn verläuft. Zudem musste der Kran während der Hübe einmal umsetzen, ohne dabei jedoch die benachbarte Leverkusener Brücke befahren zu dürfen. Aber auch diese Herausforderungen hatte das insgesamt siebenköpfige Neeb Team dank einer peniblen Vorbereitung jederzeit sicher im Griff.

So konnten die beiden Kranfahrer sämtliche Hübe innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens von 48 Std. an einem Wochenende durchführen. "Im Nachhinein betrachtet, hat sich unsere Entscheidung für den Demag AC 500-8 damit als goldrichtig erwiesen. Denn das vorgegebene Zeitfenster hätten wir mit einem anderen Kran kaum einhalten können", resümiert Projektleiter Dirk Salzer daher zufrieden.

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