Vollholzhäuser statt Wohnanlage

Projektänderung mit Mehrwert

Garmisch-Partenkirchen (ABZ). – Für Auftraggeber Hans-Peter Volkheimer und sein Unternehmen, die VO-Wohnbau GAP GmbH, gehören Immobilienentwicklung, die Erstellung von Nutzungskonzepten sowie bautechnische Umsetzungen zum täglichen Geschäft. Was als klassische Bauträgermaßnahme in Garmisch-Partenkirchen begonnen hat, sollte sich zu einem außergewöhnlichen Projekt weiterentwickeln.
Rubner Holzbau Bauen mit Holz
Nach den ersten Terminen und Gesprächen mit Rubner Haus entstand die Idee, statt des ursprünglich angedachten Gebäudes mit fünf Wohneinheiten und Tiefgarage zwei separate und freistehende Einfamilienhäuser in modern interpretierter Vollholzbauweise zu errichten. Foto: Rubner

Die VO-Wohnbau GAP GmbH besitzt in Garmisch-Partenkirchen mehrere Gründe und Immobilien in bester Lage. Der Plan sah vor, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem bereits bestehenden Mehrfamilienhaus des Unternehmens ein weiteres Wohngebäude neu zu errichten.

Zwei separate Häuser

Die bereits gewidmeten Kapazitäten erschienen Hans-Peter Volkheimer allerdings als ein zu starker Eingriff in das Wohnumfeld der bereits dort lebenden Mieter, er suchte also nach Alternativen: "Meine Überlegungen gingen in die Richtung, dass ich dort für mein davorstehendes Mehrfamilienhaus ein 'schonendes' Objekt realisieren muss. Ziel war es, möglichst viel Blick für die Mieter des bereits bestehenden und bewohnten Mehrfamilienhauses zu erhalten. Das neue Projekt musste also etwas Besonderes werden."

Mit Rubner Haus im Allgemeinen und Norbert Rauch im Speziellen wurden die optimalen Partner dafür gefunden.

Nach den ersten Terminen und Gesprächen mit Rubner Haus entstand die Idee, statt des ursprünglich angedachten Gebäudes mit fünf Wohneinheiten und Tiefgarage zwei separate und freistehende Einfamilienhäuser in modern interpretierter Vollholzbauweise zu errichten.

Mehr noch, die neuen Häuser sollten in leimfrei realisierter Massivholzbauweise und möglichst ohne weitere Fremdstoffe innerhalb der Wand-, Decken- und Dachelemente ausgeführt sein. Zentrales Element dieser naturnahen Bauweise ist eine Gratleiste in Schwalbenschwanzform, die als verbindendes Element in die Holzbohlen eingepresst wird und die Elemente kraftschlüssig verbindet.

Die beiden Häuser verfügen über nahezu idente Flächenmaße: Haus A hat 143 m² Grundfläche im Erdgeschoss und 87 m² Wohnfläche im Obergeschoss, bei Haus B sind es 150 m² und 86 m². Der höhere Flächenanteil im Erdgeschoss erklärt sich durch die jeweils an die Häuser anschließenden Garagenbauten, die über eine gemeinsam genutzte Zufahrtfläche erschlossen sind.

Zu diesem nördlichen Grundstücksbereich weisen die Fassaden nur geringe Fensterflächen auf, die Häuser öffnen sich hingegen in Richtung Süden in die Gärten. Die Freiräume lassen sich im Sommer als zusätzlicher offener Wohnbereich nutzen, der zum Genießen einlädt.

"Die Grünflächen sind durch einen 'Wal', einen ruhigen und sanft dahinfließenden Bach, begrenzt. Das sanfte Plätschern des Wassers sorgt zusätzlich für entspannende Ruhe", fasst Hans-Peter Volkheimer die Einzigartigkeit der Lage dieser beiden Einfamilienhäuser in Garmisch-Partenkirchen zusammen.

Natürliches Ambiente

Im Inneren überzeugen die Häuser durch ausgesuchte und exklusive Details. Der Bauherr hat größten Wert darauf gelegt, dass das natürliche Ambiente durchgängig spür- und erlebbar ist. Auch die Ständerbau-Innenwände sind in Holzbauweise ausgeführt und weiß gespachtelt. Die großen Schlafzimmer sind darüber hinaus mit exklusiven Zirbenholzwänden ausgestattet. Im Erdgeschoss sorgt die offene Küche für angenehme familiäre Atmosphäre, das Wohnzimmer verfügt über eine offene Feuerstelle. Norbert Rauch von Rubner Haus geht ins Detail: "An dieser Stelle spielen die Außenwände aus Vollholz ihre Stärke aus. Sie puffern sommers wie winters Temperaturunterschiede und gleichen auch Feuchtigkeitsschwankungen aus. Der dadurch abgegebene Holzgeruch garantiert auf ganz natürliche Weise ein einzigartiges Wohlfühlambiente."

Da Garmisch-Partenkirchen als Wintersportort für durchaus harte Winter bekannt ist, setzt Rubner Haus bei diesem Projekt auf weitere Wärmeschutzmaßnahmen an der Gebäudehülle. Die 120 mm starken Massivholz-Außenwandelemente verfügen zusätzlich über einen 200 mm starken Vollwärmeschutz mit integrierter Holzweichfaser. In den Obergeschossen erfüllt die Holzschalung aus ausgesuchten Altholzteilen sowohl eine abschirmende als auch gestalterische Funktion. "An dieser Stelle konnten wir unsere Holzkompetenz voll ausspielen, denn die Schalung wurde speziell für diese beiden Gebäude aus dem Restholz einer alten Scheune gefertigt", berichtet Norbert Rauch. Die dreifach verglasten Holzfenster in Lärche sind von Rubner Fenster gefertigt, die stilvolle Altholz-Haustür stammt aus der Produktion von Rubner Türen – ebenfalls Unternehmen der Rubner Gruppe.

Neun Monate bis zur Fertigstellung

Die Umsetzungsdauer der beiden Einfamilienhäuser in Vollholzbauweise beträgt – von der ersten Planung bis zur Fertigstellung – lediglich neun Monate. Dieser kurze Zeitraum begründet sich in der ausgesprochen vertrauensvollen und engen Zusammenarbeit zwischen Hans-Peter Volkheimer als Auftraggeber und Rubner Haus als ausführendes Unternehmen. Planung und behördliche Genehmigungen wurden direkt durch die VO-Wohnbau GAP GmbH vorgenommen, ebenfalls viel Zeit konnte durch die werkseitige Vorfertigung der Wand-, Decken- und Dachelemente gewonnen werden. Die Aufstellung und Montage nahm für Rohbau, Dacheindeckung und Fertigstellung der Spenglerarbeiten lediglich zwei Wochen im November 2020 in Anspruch, im darauffolgenden Frühjahr 2021 wurden schließlich Verputz und Verschalung ausgeführt. Die beiden Wohnhäuser wurden von Rubner Haus fristgerecht übergeben.

Interessantes Detail: Im Zuge der Projektentwicklung entschied sich Bauherr Hans-Peter Volkheimer für ein gänzlich anderes Nutzungskonzept als ursprünglich geplant. "Was als Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten und einer Tiefgarage begonnen hat, entwickelte sich zu zwei Einfamilienhäusern in gleichzeitig traditioneller aber auch überaus moderner Vollholzbauweise. Bereits in der Rohbauphase, jedoch spätestens seit der Fertigstellung erreichten mich fast täglich Kaufangebote für die Objekte. Meine Antwort war allerdings stets ein 'Nein, die werden doch nicht verkauft'. Ich habe mich stattdessen entschlossen, die Häuser zu behalten und wochenweise an Gäste zu vermieten – das positive Feedback zur Massivholzbauweise und Ausstattung gibt mir recht. Bis heute kann ich behaupten, dass diese beiden Häuser die schönsten sind und waren, die ich in meiner 35-jährigen Bauträgertätigkeit realisiert habe."

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