Anzeige

Von der Klinik zum Wohnkomplex

Baustrom für alle Bauphasen nach Abriss des Krankenhauses gesichert

Von 10 000 auf 400 Volt: Auf Baustellen wird für den Betrieb von Containern, Kranen, Betonpumpen und Co. Drehstrom benötigt. Beim Bau des Wohnquartiers "Marie" in Frankfurt am Main liefert diesen eine eigene Trafostation, die Energie aus dem Mittelspannungsnetz bezieht und in Niederspannung umwandelt.

Frankfurt/Main (ABZ). – Auf dem Areal des ehemaligen St. Marienkrankenhauses im beliebten Nordend der Mainmetropole entsteht im Laufe der nächsten Jahre ein neues Wohnquartier. Ganz am Anfang der Transformation vom Krankenhaus zum Wohnraum stand aber nicht etwa die Abrisskolonne, sondern erst einmal eine Trafostation. Sie bildet die Grundlage für die Energieversorgung über alle Bauphasen hinweg.

Insgesamt 235 Wohnungen – darunter 55 geförderte – sollen auf dem etwa 14 000 m² großen Gelände nach dem Abriss des Krankenhauses bis 2021 gebaut werden. Darüber hinaus plant der Bauherr und Wohnentwickler, die Instone Real Estate Development GmbH, eine Tiefgarage mit 230 Stellplätzen und zwei Kita mit Außengelände. So soll ein integriertes Quartier geschaffen werden, in dem unterschiedliche Bewohnergruppen zusammenleben. Mit Ausnahme der Radiologie wurden sämtliche medizinischen Bereiche des St. Marienkrankenhauses an einen anderen Standort verlegt, da ein wirtschaftlicher Betrieb in den Altbauten nicht mehr möglich war. Trotz des Abrisses soll die Geschichte des Quartiers in Erinnerung bleiben. Die Neubauten werden sich deshalb an der ursprünglichen Architektur des Gebäudes zurzeit der Eröffnung im Jahre 1905 orientieren.

Die Trafostation macht den Strom auch für Verbraucher auf Niederspannungsebene nutzbar.

Bevor die Abbruchbagger anrückten, galt es, die notwendigen Arbeitsvoraussetzungen für die ersten Gewerke zu schaffen. Dazu gehörte der Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Denn schon während der Abrissarbeiten müssen Büro- und Sanitärcontainer sowie einige Maschinen mit elektrischer Energie betrieben werden. Für die effiziente Stromversorgung der Baustelle sicherte sich Instone Real Estate die Unterstützung von Zeppelin Rental. Über alle Bauphasen hinweg – vom Abriss bis zum Innenausbau – stellt das Unternehmen die Elektro-Baustelleneinrichtung zur Verfügung. "So gibt es für alle Gewerke nur einen Ansprechpartner in Sachen Baustrom, der den Überblick bewahrt. Gerade wenn sich die einzelnen Bauphasen überlappen, ist es effizienter, wenn alle die gleiche Infrastruktur nutzen", begründet Peter Borsbach, Senior Projektmanager bei Instone Real Estate die Entscheidung.Aufgrund des erwarteten hohen Leistungsbedarfs wird die elektrische Energie für das Bauprojekt aus dem Mittelspannungsnetz bezogen, um die Netzstabilität für Kunden auf Niederspannungsebene zu gewährleisten. Der Anschluss an die höhere Netzebene macht jedoch eine Trafostation erforderlich, die den Strom von 10 000 V Eingangsspannung auf eine Ausgangsspannung von 400 V umwandelt. Von dort wird die elektrische Energie auf der ganzen Baustelle verteilt.

Die Baustelle und die Radiologie werden von zwei separaten Transformatoren mit Niederspannungsstrom versorgt.

Die Wahl der geeigneten Kabelquerschnitte und Verteilerschränke zur Stromdistribution hängt maßgeblich von den Anforderungen in den jeweiligen Bauphasen ab. Die Elektro-Baustelleneinrichtung wird im Laufe des Projekts immer wieder angepasst. "Sie wächst sozusagen mit dem Bauprojekt mit", erklärt Wolfgang Müller, Senior Salesmanager bei Zeppelin Rental am Standort Mörfelden-Walldorf. Während beim Abriss noch relativ wenig Equipment benötigt wird, rechnet Müller in der Ausbauphase mit etwa 60 Verteilerschränken und Kabeln mit einer Gesamtlänge von mehr als 2 km. Die Trafostation versorgt jedoch nicht nur die Baustelle mit Strom, sondern während der Bauarbeiten auch die Radiologie. Ursprünglich bezieht diese ihren Niederspannungsstrom aus einem eigenen, fest installierten Transformator. Der befindet sich jedoch im Keller eines alten rückzubauenden Gebäudes und musste vom Netz genommen werden. Für den Betrieb der verschiedenen Diagnosegeräte wie Computer- und Magnetresonanztomographen nimmt die Radiologie kurzfristig oft sehr viel Strom ab, was zu Spannungsschwankungen auf der Ausgangsseite des Trafos führt. Damit der Baustellenbetrieb davon unbeeinträchtigt bleibt, hat sich Instone Real Estate für eine Trafostation von Zeppelin Rental entschieden, die zwei Transformatoren mit je 630 kVA enthält, von denen einer die Baustelle und der andere die Radiologie versorgt.

Als eingetragenes Energieversorgungsunternehmen seit 2000 stellt Zeppelin Rental aber nicht nur das gesamte Equipment für die Elektro-Baustelleneinrichtung zur Verfügung, sondern liefert auch den Strom für das Projekt. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Baubranche ist das Unternehmen in der Lage, den voraussichtlichen Strombedarf von Baustellen genau zu ermitteln und Strom effizient einzukaufen. Damit profitieren Kunden von günstigen Tarifen und Kalkulationssicherheit.

ABZ-Stellenmarkt

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=160&no_cache=1

Unbegrenzter Zugriff auf alle Online-Inhalte:

Lernen Sie ABZPLUS kennen

Als PLUS Abonnent genießen Sie unbegrenzten Zugriff auf das Online-Portal der Allgemeine Bauzeitung ABZ mit allen Artikeln der Print- und Onlineversion!

Optimiert für Desktop-PCs und als Mobilversion.

Jetzt mehr erfahren

ABZ ePaper
Anzeige

Weitere Artikel