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Vorgefertigt und individualisierbar

Holz-Beton-Verbunddecke ist rückbaufähig

Produktion im Werk: Entstehen hier Abfälle, werden diese einem alternativen Kreislauf zugeführt – und beispielsweise zur Energieerzeugung wiederverwendet.

Heiden (ABZ). – Ressourcenknappheit erfordert einen bewussten Umgang mit Baumaterialien – und die ganzheitliche Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Letzteres sollte im Idealfall leicht rückbaubar sein, damit die eingesetzten Rohstoffe wieder dem Kreislauf zugeführt werden können. Insbesondere bei Materialkombinationen stellt das Auflösen des Verbunds jedoch häufig eine Herausforderung dar. Der Hybridbau-Spezialist Brüninghoff setzt bei der Herstellung seiner Holz-Beton-Verbunddecke daher auf Verbindungen, die eine Rückbaufähigkeit ermöglichen. Zugleich zeichnet sich das Deckenelement durch einen hohen Vorfertigungsgrad aus – und die Möglichkeit der flexiblen Anpassung an bestehende Grundrisse.

Nachhaltiges Bauen ist mehr als nur ein Megatrend: Gefragt sind intelligente und energieeffiziente Gebäudekonzepte sowie der Mut zum Einsatz moderner Werkstoffe. Zugleich ist eine architektonisch ansprechende Umsetzung gefordert. Der Fokus liegt dabei nicht ausschließlich auf der Materialauswahl. Denn auch Systeme und Montagemethoden gilt es zu berücksichtigen. Ein nachhaltiges Gebäude sollte problemlos rückbaubar sein. Für eine einfache Trennbarkeit sorgt in diesem Zusammenhang die Verbindung einzelner Elemente mit Schrauben, Bolzen und Beschlägen anstatt mit Silikon, Bauschaum oder Fugenmasse. So setzt auch Brüninghoff bei seiner Holz-Beton-Verbunddecke (HBV-Decke) unter anderem auf Schraubverbindungen. Sie werden laut des Kriteriensteckbriefs des Bundesministeriums für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung (heute Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) zur Beurteilung der Rückbaubarkeit als "sehr leicht zu demontieren" eingestuft.

Die HBV-Decke setzt sich aus Holzbalken im Verbund mit einer Stahlbetonplatte zusammen. Dank dieser Kombination punktet Brüninghoff zufolge das hybride Bauteil sowohl mit technischen als auch mit wirtschaftlichen Vorteilen: So sei es beispielsweise deutlich leichter als herkömmliche Decken aus Beton – und erziele zugleich gute Werte im Bereich Tritt- und Luftschall, so das Unternehmen. Zudem weise das HBV-Element eine deutlich höhere Steifigkeit und Tragfähigkeit auf als reine Holzdecken. Da es sich außerdem problemlos an die Feuerwiderstandsklasse F90 anpassen lasse, eigne es sich auch für den Einbau in mehrgeschossigen Gebäuden.

Neben den genannten Vorzügen weist die HBV-Decke Herstellerangaben zufolge einen geringeren ökologischen Fußabdruck als herkömmliche Stahlbetondecken auf – denn die CO2-Emissionen machen hier über die Lebensdauer der Konstruktion lediglich einen Bruchteil aus. Brüninghoff verfolgt mit dem hybriden Deckenelement eine nachhaltigkeitsorientierte Gesamtstrategie: So lassen sich die Baustoffe beim Rückbau aufgrund der Schraubverbindungen möglichst abfallarm und sortenrein trennen. Dies ermöglicht das Recyceln und Wiederverwenden des Materials auf höchstmöglichem Wertniveau. Ein Kreislaufdenken wurde hier also bereits im Vorfeld einbezogen. Diese Planung ermöglicht es, die Inanspruchnahme von Ressourcen sowie Umweltbelastungen zu reduzieren und gleichzeitig den Komfort und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Das hybride Deckensystem fertigt Brüninghoff individuell und projektspezifisch gemäß den jeweiligen bauphysikalischen und statischen Anforderungen an – eine flexible Anpassung an bestehende Grundrisse ist dabei möglich. Die im Werk entstehenden Abfälle aus der Produktion werden einem alternativen Kreislauf zugeführt – und zur Energieerzeugung wiederverwendet. Zugleich beeinflusst die Vorfertigung der Bauteile zu hybriden Fertigteilen auch die Transport- und Baustellenabläufe. So verlaufen diese beispielsweise wasser-, staub- und emissionsreduziert. Auf diese Weise tragen die HBV-Decken von Brüninghoff über ihren gesamten Lebenszyklus zu einem nachhaltigen und umweltschonenden Bauen bei.

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