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Weltrekord

Fräsentechnologie erreicht 228 Meter Tiefe

Im Mai wurde der Betrieb aufgenommen.

Saskatchewan/Kanada (ABZ). – Am 17. Juni 2019 hat die Bauer Maschinen GmbH zusammen mit einem Arge-Partner im Rahmen des FalCon-Projekts in Kanada die erste Probenahme auf eine Frästiefe von 228 m erfolgreich abgeschlossen. Diese Tiefe wurde Unternehmensangaben zufolge bislang von keiner Fräse weltweit in einer kommerziellen Anwendung erreicht und zeige, dass die Bauer-Frästechnologie nicht nur im Spezialtiefbau, sondern auch in der Explorations- und Bergbauindustrie erfolgreich eingesetzt werden könne. Das FalCon-Projekt von Rio Tinto Exploration Canada Inc. ("Rio Tinto") und der Star Diamond Corporation zielt darauf ab, die wirtschaftliche Rentabilität der Kimberlitfelder von Fort à la Corne im kanadischen Saskatchewan nachzuweisen. Aufgrund des geringen Diamantgehaltes des Kimberlits entschied sich Rio Tinto für den Einsatz einer Bauer-Fräse, um großvolumige, hochwertige Kimberlit-Proben für die abschließende Bewertung zu erhalten.

Für die Probenahme bis in eine max. Tiefe von 250 m kommt eine Bauer BC 50 Fräse auf einem Bauer MC 128 Seilbagger zum Einsatz. Zusätzlich lieferte die Bauer Maschinen GmbH eine Entsandungsanlage des Typs BE 550 und weiteres Zubehör der Zweigniederlassung Bauer MAT Slurry Handling Systems. Die Anlage wurde termingerecht zum Einsatzort geliefert und im September 2018 getestet. Nach einer langen Winterpause wurde Ende Mai 2019 der Betrieb aufgenommen. Der Kimberlit wird gewaschen, in sogenannte Big Bags verpackt und von den Experten von Rio Tinto in mehreren Schritten weiterverarbeitet. Der Kimberlit des Falcon-Projekts wird von ca. 120 m Sedimenten bedeckt, was eine erhebliche zusätzliche Herausforderung für das Projekt darstellt.

Bauer hat nun gemeinsam mit seinem lokalen Arge-Partner Nuna Logistics Limited aus Edmonton einen Meilenstein erreicht und die erste Probenahme auf eine Frästiefe von 228 m erfolgreich abgeschlossen. "Dieser Erfolg ist in mehrfacher Hinsicht ein bedeutender Meilenstein für den Einsatz einer bewährten Technologie in einem ganz neuen Anwendungsbereich. Dadurch sind wir in der Lage, wichtige Entscheidungen bezüglich der Exploration im Rahmen eines der anspruchsvollsten Diamantbewertungsprojekte der Branche treffen zu können. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Bauer, um diese Technologie und andere Innovationen in unser Portfolio aufzunehmen", sagt Gary Hodgkinson, Projektleiter bei FalCon.

Im Rahmen des Vertrags wird Bauer im Jahr 2019 mehrere weitere Probenahmen für das FalCon-Projekt durchführen – mit Option auf eine Verlängerung bis 2020.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 28/2019.

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