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"Wir wollen hier keine Verkaufsshow"

Das Management-Team des Coreums (v. l.): Maximilian Schmidt, Kathrin Kiesel und Björn Hickmann.

Kürzlich fand die erste Ausgabe der "Bits and Machines" (BAM) im Coreum statt. Über die Hintergründe der Veranstaltung sprach ABZ-Chefredakteur Robert Bachmann am Rande der Veranstaltung mit der Geschäftsleitung des Coreums, Kathrin Kiesel und Björn Hickmann.

ABZ: Wie ist die Idee für die BAM entstanden?

Kiesel: Die Idee geht auf die Kieselsteine zurück, ein junges Team kreativer Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Bereichen der Kiesel-Gruppe. Der Grundgedanke bestand darin, die Partner und Besucher des Coreums für eine Veranstaltung zur Digitalisierung zusammenzubringen. Das lag im Grunde auf der Hand, schließlich ist die Vernetzung das zentrale Thema des Coreums. Mit viel Leidenschaft haben die Kollegen hier vor Ort diese Idee dann schließlich in die Tat umgesetzt. Mit einem tollen Ergebnis, wie ich finde.

ABZ: Warum braucht es "noch eine" Veranstaltung dieser Art?

Hickmann: Uns fällt immer wieder auf, dass bei aller Diskussion über die Digitalisierung häufig noch große Unklarheiten vorhanden sind. Das fängt schon bei den Begrifflichkeiten an. Mit der ersten Ausgabe der BAM wollten wir daher eine Art Grundlage für solche Diskussionen in der Zukunft schaffen. Zugleich wollten wir eine Varianz bieten, aufzeigen, welche verschiedenen Möglichkeiten es in der Branche gibt.

ABZ: Inhaltlich geht die BAM dabei weit über die Maschinentechnik hinaus. . .

Kiesel: Ganz bewusst: Wir machen die Veranstaltung schließlich nicht für uns, sondern für die Kunden. Der Kunde schaut nicht nur auf die Maschine, sondern muss sich mit dem gesamten Bauablauf auseinandersetzen.

Hickmann: Das entspricht auch dem Anspruch des Coreums: Wir wollen hier keine Verkaufsshow veranstalten, sondern System-Lösungen aufzeigen, unabhängig vom Hersteller. Wir suchen Produkte und Dienstleistungen, die ins Konzept des Coreums passen – weil sie Teil einer Lösung sind, die der Kunde sucht.

ABZ: Vernetzung ist das zentrale Thema – nicht nur auf der BAM, sondern auch im Coreum. Wie offen ist die Branche aus Ihrer Sicht dafür?

Kiesel: Das steht und fällt mit der Qualität der Angebote, die wir hier schaffen. Unser klares Ziel ist, die Menschen und Unternehmen an diesem Ort zusammenzubringen, damit sie mit- und voneinander lernen können. Nur so können wir gemeinsam die Branche voranbringen. Ein gutes Beispiel dafür, wie fruchtbar so etwas sein kann, ist der "Arbeitskreis vernetzte Maschine", den wir regelmäßig veranstalten. Dort waren sowohl Hersteller als auch Händler und Anwender dabei. Daraus hat sich eine äußerst lebhafte Diskussion entwickelt. Da wird auch mal gestritten, vor allem aber werden dort Themen wirklich angepackt. Nur so schaffen wir es, wirkliche Verbesserungen für den Anwender herbeizuführen.

Hickmann: Der Vorteil des Coreums ist, dass es der Branche eine neutrale Plattform bietet, um solche Themen zu verhandeln. Das Coreum ist zwar aus der Kiesel-Gruppe heraus entstanden, agiert als Treffpunkt der Branche aber komplett eigenständig. Hinzu kommt die zentrale Lage des Standorts, der auch international gut angebunden ist. Und nicht zuletzt die tolle Ausstattung: Wir haben im Coreum ständig mehr als 100 Maschinen und 300 Anbaugeräte vor Ort. In unserer Ausstellung können sich Kunden umfassend über die Geräte informieren. Im Gegensatz zu einer statischen Messe haben wir im Außenbereich zudem verschiedene Demobaustellen, auf denen die Maschinen und Geräte in diversen Einsatzszenarien getestet werden können. Unser Fokus liegt ganz klar darauf, den Besuchern einen Mehrwert zu bieten.

ABZ: Wie wird dieses Angebot bisher angenommen?

Kiesel: Im vergangenen Jahr haben wir knapp 20 000 Besucher gezählt. Das haben wir in dieser Form zunächst selber nicht erwartet. Auch das Feedback der Besucher sowie unserer Partner war wirklich toll. Das hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass die Vision, die wir mit dem Coreum ursprünglich verfolgt haben, angenommen wird.

ABZ: Ist eine zweite Ausgabe der BAM schon geplant?

Kiesel: Unser Ziel ist, diese Veranstaltung regelmäßig stattfinden zu lassen. Beim nächsten oder übernächsten Mal wird dann vielleicht auch das Hotel fertig sein, welches wir auf dem Gelände des Coreums bauen werden. Dann haben wir hier noch bessere Möglichkeiten, unsere Besucher zu betreuen.

Hickmann: Für das nächstes Mal stünde auf der Agenda, den Praxisnutzen einzelner Lösungen noch mehr herauszustellen. Jetzt, wo die Grundlagen gelegt sind, müssen wir den Anwendern erfolgreiche Beispiele aus der Praxis aufzeigen, aus denen sie Rückschlüsse für ihren eigenen Betrieb ziehen können.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 09/2020.

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