Wirtschaft im Norden fordert vom Bund mehr Tempo beim Hafenausbau

Hamburg (dpa). - Die Wirtschaft in den fünf norddeutschen Küstenländern fordert von Bund und Ländern mehr Tempo bei der Umrüstung der deutschen Häfen für die Energiewende. Wegen der aktuellen energiepolitischen Lage müsse in den Häfen sofort mit dem Ausbau der Import- und Lagerinfrastruktur für Flüssigerdgas (LNG), Erdöl und Kohle begonnen werden, heißt es in einer Mitteilung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord. „Wir können nicht auf die nationale Hafenstrategie warten”, sagte IHK-Nord-Geschäftsführer Alexander Anders. „Der Bund und die Länder müssen alles notwendige tun, um eine schnelle Unabhängigkeit von Energieimporten aus Russland herzustellen – dafür brauchen wir die norddeutschen Seehäfen.”

Konkret fordert die Wirtschaft zügige Investitionen in die Infrastruktur samt Hinterlandanbindungen auf Schiene und Straße, „um die Seehäfen als Knotenpunkte der Energielogistik effizient nutzen zu können”. Zudem müsse der Ausbau der Hafeninfrastruktur zur Einfuhr von Wasserstoff und seinen Derivaten forciert werden. Die Häfen gelten auch als Drehscheiben für die enormen Material-Transporte, die für den Windenergie-Ausbau auf See nötig sein werden.

Die Bundesregierung hat wegen der Bedeutung von Häfen und Schifffahrt für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft im Koalitionsvertrag die Entwicklung einer „Nationalen Hafenstrategie” vereinbart. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte jüngst angekündigt, dass der Plan unter Leitung seines Ministeriums bis 2024 entwickelt werden soll. Konkret heißt es dazu unter anderem: „Wir wollen die Häfen zu nachhaltigen Knotenpunkten der Energiewende entwickeln.”

Die IHK Nord ist der Zusammenschluss von 13 Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, die nach eigenen Angaben knapp 890.000 Unternehmen in Norddeutschland vertreten.

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