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Wirtschaftlich betonieren

Mehrere Schalsysteme eingesetzt

Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungen sind die Decken in dem Gebäude unterschiedlich hoch.

Göppingen (ABZ). – Beim Bau eines Wohn- und Geschäftshauses in Göppingen setzte die Firma Züblin mehrere Schalsysteme von Noe ein. Diese überzeugten Unternehmensangaben zufolge durch ihre einfache Handhabung und dadurch, dass sie gut aufeinander abgestimmt sind. Die Stadt Göppingen liegt etwa 40 km östlich von Stuttgart. Hier wurde 2019 ein multifunktionales Gebäude errichtet, in dem ein Hotel mit 136 Zimmern, mehreren Ladengeschäften und Mietwohnungen und eine Tiefgarage mit 67 Stellplätzen untergebracht sind. Diese verschiedenen Nutzungen haben zur Folge, dass es in dem Objekt eine große Anzahl unterschiedlicher Geschosshöhen gibt – eine Herausforderung, der sich das ausführende Unternehmen beim Bau stellen musste. Eine weitere war die zentrale Lage mit ihren beengten Platzverhältnissen. Der Neubau ersetzt unter anderem das historische Apostelhotel, das sich mitten in der Stadt befand. Die Firma Züblin übernahm die schlüsselfertige Erstellung des Neubaus. Bei den Betonierarbeiten vertraute sie auf die Systeme der Noe-Schaltechnik.

Hierzu sagt Leo Hurler, Bauleiter der Firma Züblin: "Die Schalungsvergabe erfolgte über eine Ausschreibung. Doch neben dem günstigen Angebot war auch die variable Schalhöhe der NOEtop maßgebend für die Vergabe." Er spricht damit eine Wandschalung an, die sich bereits auf vielen Baustellen bewährt hat. Sie zeichnet sich unter anderem laut Leo Hurler durch eine Fülle unterschiedlicher Schaltafelgrößen aus, in der das System lieferbar ist. Dabei steche vor allem das XXL-System heraus. Mit seinen Abmessungen von 5,3 x 2,65 m handele es sich um eines der größten Schaltafelsysteme auf dem Markt.

Für Bauunternehmer bedeute dies, dass sie auf der Baustelle eine Schalfläche von mehr als 14 m² mit nur einer einzigen Tafel erstellen können. Somit könnten sie sehr schnell und wirtschaftlich arbeiten.

Beim Apostelhof BA2 kam dieses Schalsystem vor allem für den Bau der Ladengeschäfte und der Tiefgarage zum Einsatz. Neben ihrer variablen Schalhöhe hat die NOEtop nach Angaben des Herstellers weitere Vorzüge. Beispielsweise lasse sich die Rahmenschalung durch ihre integrierte Gurtung auch als Trägerschalung einsetzen. Alle Schaltafeln hätten eine einheitliche Profilstärke und seien mit Gussecken ausgestattet. Rahmen und Profile seien innen und außen feuerverzinkt. Das Schalsystem habe einen zulässigen Betondruck von 88 kN/m².

Der Hersteller bietet für die NOEtop viele Ergänzungssysteme an, mit deren Hilfe die Arbeit auf der Baustelle kosteneffizient erledigt werden kann. So zum Beispiel die NOEtop FS Stützenschalung. Mit ihrer Hilfe lassen sich – verspannungsfrei – Stützen betonieren. Diese können einen Querschnitt von 200 bis 600 mm haben, das Einstellraster liegt bei 50 mm. Da das System faltbar ist, lässt sich die Schalung um die Armierung schließen, erläutert der Hersteller. Das habe den Vorteil, dass der Betonstahl ohne Platzprobleme montiert werden könne. Das Ein- und Ausschalen und das Umsetzen würden am Stück erfolgen. Das heißt, die Schalung muss nicht montiert oder demontiert werden. Bei der Göppinger Baustelle nutzte die Firma Züblin dieses System vor allem für den Bau der Tiefgarage. Um genügend Platz für Pkw-Stellflächen zu schaffen, versuchten die Planer, den Abstand der Gebäudestützen möglichst groß zu halten. Doch die Lasten, die durch das Wohn- und Geschäftshaus entstehen, sind hoch.

Um diese sinnvoll ableiten zu können, mussten einige Unterzüge der Tiefgarage in hochfestem Beton (C50/60) ausgeführt werden. Beim Bau der Fundamente setzten die Züblin-Mitarbeiter an vielen Stellen eher auf ein "Leichtgewicht" – und zwar in Form der NOEaluL. Diese Schalung besteht aus einem Aluminium-Rahmenprofil, das im Vergleich zur NOEtop sehr leicht ist und das je nach Größe mit Muskelkraft versetzt werden kann. Das ist Herstellerangaben zufolge vor allem an Einsatzorten von Vorteil, bei denen kein Kran verwendet werden kann beziehungsweise bei denen dieser für andere Aufgaben benötigt wird – wie dies beim Bau der Apostelhöfe in Göppingen der Fall war. Die NOEaluL hält einem Betondruck von 60 kN/m² stand. Ihre Gussecken sind mit einer Hebelkante ausgestattet. Das macht es einfacher, die Schalung auf- und abzubauen. Ergänzt wird dies durch die Hammerkopf-Schrauben, die sich an beliebiger Stelle der Querrippen befestigen lassen.

Die Rohbauarbeiten für das Gebäude begannen im November 2018 und wurden im Oktober 2019 fertiggestellt.

Hierfür hat die Firma Züblin 7500 m³ Beton verbaut und setzte die Schalsysteme von Noe-Schaltechnik ein. Leo Hurler ist mit dem Service von Noe und den Schalungen sehr zufrieden. Beides, Produkt und Service, sei sehr zuverlässig, so Hurler. "Ein Vorteil von Noe ist, dass man immer einen einzigen Ansprechpartner hat, der die Baustelle kennt".

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