Anzeige

Wolff & Müller

BIM ist jetzt Standard bei Hochbauprojekten

BIM-Modell des Bauprojektes EUREF-Campus, Haus 23–24.

Stuttgart (ABZ). – Das digitale Planen und Bauen ist bei Wolff & Müller jetzt Standard: Wie das Unternehmen mitteilte, wird seit Jahresbeginn jedes Hochbauprojekt in der Rohbauphasemit BIM abgewickelt. "Im Hochbau ist die durchgängige Digitalisierung aller planungs- und realisierungsrelevanten Informationen besonders wichtig, weil es hier viele Beteiligte und entsprechend viele Schnittstellen gibt", erklärt Heinz Wölper, Leiter der Serviceeinheit Unternehmensentwicklung bei Wolff & Müller. Durch das Datenmodell des Bauwerks haben alle Beteiligten, etwa Projektentwickler, Architekt, Fachplaner und Bauunternehmen, in einem einheitlichen Datenraum zur gleichen Zeit dieselben Informationen. Dadurch können sie sich viel enger abstimmen als bei der herkömmlichen Planung mit 2D-Plänen, heißt es von Unternehmensseite. Das verbessere die Qualität, Termin- und Kostensicherheit der Bauprojekte. Mit dem unternehmensweiten, prozessintegrierten Einsatz der Methode justiert Wolff & Müller seine BIM-Strategie neu: Während der vergangenen Jahre konzentrierte sich das Unternehmen auf ausgewählte BIM-Projekte wie das Rathaus Leonberg oder das Porsche-Casino Weissach. Um das interne BIM-Know-how zu stärken und die nötigen Prozesse aufzubauen, seien diese Projekte sehr aufwändig und umfassend mit BIM bearbeitet. So sei neben dem Rohbau beispielsweise auch der Ausbau samt Gebäudetechnik im Datenmodell abgebildet worden. Die in den Pilotprojekten gesammelten Erfahrungen sollen nun möglichst jedem Bauwerk zugute kommen. Dabei geht das Unternehmen schrittweise vor. Wolff & Müller hat das Jahr 2019 genutzt, um die Methode sukzessive auf die Rohbauphase aller Hochbauprojekte auszuweiten.

"Natürlich bestimmt auch weiterhin der Kunde, wie viel BIM er in seinem Projekt haben will und ob wir die Methode auch über den Rohbau hinaus anwenden. Wir freuen uns über jeden Bauherrn und Projektpartner, der BIM aktiv einfordert und vorantreibt", sagt Dr. Albert Dürr, Geschäftsführender Gesellschafter der Wolff & Müller-Gruppe. BIM lasse sich laut Wolff & Müller vor allem dann optimal anwenden, wenn das Unternehmen sowohl das Planen als auch das Bauen verantworte. "Wir haben im Laufe der Jahre einen Pool von BIM-versierten Planern aufgebaut, mit denen wir schon viele Projekte realisiert haben und entsprechend gut eingespielt sind", sagt Heinz Wölper. In der Regel werden die Datenmodelle von den Architekten und Fachplanern erstellt und vom Projektteam je nach Planungs- oder Bauphase für unterschiedliche Zwecke genutzt. Dafür hat Wolff & Müller sogenannte BIM-Anwendungsfälle definiert. Während der Projektentwicklung lassen sich beispielsweise verschiedene Entwurfsvarianten dreidimensional durchspielen und die jeweiligen Kosten schätzen.

Während der Planung hilft die Kollisionsprüfung mit BIM, die Arbeit der Planer zu koordinieren. In der Bauvorbereitung und -ausführung kommen weitere Anwendungsfälle hinzu. So leitet Wolff & Müller etwa die Materialmengen für die Ausschreibung und Vergabe der verschiedenen Gewerke aus dem Bauwerksdatenmodell ab, erstellt automatisierte Terminpläne und simuliert den Bauablauf. Die Methode wird auch eingesetzt, um den Soll-Ist-Zustand des Rohbaus zu kontrollieren und Mängel zu dokumentieren.

Wenn der Bauherr es wünscht, können die von Wolff & Müller beauftragten Planer den gesamten Ausbau im digitalen Modell hinterlegen. Noch würden nur wenige Bauherren diese Möglichkeit nutzen, einen digitalen Zwilling der realen Immobilien zu bekommen. Dabei zeige sich der Mehrwert von BIM gerade in der langen Betriebsphase, wie das Unternehmen betont. Nicht nur für den Facility Manager, sondern auch bei Umbauten, die bei modernen Gewerbeimmobilien häufig sind, sei das Modell sehr hilfreich. "Wo genau BIM bei einem Projekt zur Anwendung kommt, muss in der Anfangsphase festgelegt werden, damit wir die entsprechenden Richtlinien setzen und Informationen hinterlegen können", sagt Zeynep Kaplan, BIM-Managerin bei Wolff & Müller.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 07/2020.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel