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Zähne zusammenbeißen

Felslöffel für maximale Stundenleistung gerüstet

Caterpillar, Bagger und Lader, Zeppelin, Ausstattung & Zubehör, Gewinnung und Recycling

Zum Schutz vor Abrieb und Aushöhlungen wurden seitlich Verschleißplatten angebracht. Besonders geschützt sind Löffelecken und Seitenschneide.

Neuwied (ABZ). – Sie bilden die Schnittstelle zwischen Arbeitsgerät und Material, das sie bewegen: Grabgefäße. Auf sie wirken Verschleiß und Kräfte direkt ein und über sie auf das ganze System Maschine, wie Ausleger, Gelenke, Lager, Hydraulikzylinder und letztlich Motorleistung. Darum sind sie die Schlüsselstelle der Produktivität einer Baumaschine und deren Betriebskosten. Bei der Wahl des passenden Anbaugerätes muss vieles auf das Trägergerät, auf Auslegerkinematik und -geometrie, auf Hydraulikkräfte und Standmomente des Unterwagens abgestimmt werden, besonders wenn es sich um einen besonders schweren Einsatz mit hohen Ausbrechkräften handelt. Für einen solchen hat die Firma Wortig bei der Zeppelin Niederlassung Koblenz einen neuen Cat Kettenbagger 374FLME inklusive Cat Felslöffel geordert.

Das Unternehmen führt an acht Standorten in verschiedenen Basalt- und Lavabrüchen in der Eifel und am Mittelrhein Lade- und Transportarbeiten aus – und das schon seit über drei Jahrzehnten. Anlass für die Investition in den neuen Kettenbagger war der Auftrag eines Kunden, der einen neuen Steinbruch erschließen will. Im Vorfeld wurde zusammen mit dem Baumaschinenlieferanten Zeppelin und dessen Gebietsverkaufsleiter Stefan Kirschbaum eine detaillierte Einsatzanalyse samt Leistungsberechnung gemacht und verschiedene Szenarien durchgespielt, welche Maschinenausrüstung die wirtschaftlichste ist. Vorgabe war eine Stundenleistung von über 400 t. "Für einen Bagger in der Größe eines 374 ein Kinderspiel", so Geschäftsführer Rudolf Wortig. Zum Vergleich: Ein Bagger wie ein Cat 365LME, wie er ihn in seinem Maschinenpark vorhielt, brachte es bereits auf eine Leistung von 600 t in der Stunde. Sein Löffel hat 20 000 Bh überdauert. "Das hat nur funktioniert, weil umfangreiche Vorkehrungen hinsichtlich Verschleißschutz getroffen, der Abnutzungsprozess permanent beobachtet und sofort Maßnahmen getroffen wurden, um die Haltbarkeit zu verlängern", meint Rudolf Wortig. An der 20 000er-Marke muss sich sein neues Arbeitsgerät messen lassen.

Der neue 70-t-Bagger ist in verschiedenen Ausleger- und Stielvarianten lieferbar. Doch einsatzbedingt aufgrund des Hartgesteins wurde das neue Arbeitsgerät von Rudolf Wortig mit einem 7 m langen Ausleger und einem 2,60 m langen Stiel bestückt, damit es entsprechende Grabkräfte aufbieten kann. Löffelumlenkung und Zylinder sind für längere Haltbarkeit ausgelegt. Um die Einsatzdauer zu erhöhen, sind in stark beanspruchten Bereichen, wie Auslegernase, Auslegerfuß, Auslegerzylinder und Stielfuß, groß dimensionierte Kastenprofilkonstruktionen mit starken, mehrlagig gefertigten Teilen, Gussstücken und Schmiedeteilen eingesetzt.

Zum Jobprofil des Kettenbaggers gehört das Verladen von gesprengtem Basalt auf Muldenkipper wie etwa einen Cat 771. Damit sein 4,4 m³ großer Felslöffel besser in das Material eindringen kann, bekam er ein trapezförmiges Grundmesser. Basalt wird aufgrund seines vulkanischen Ursprungs zu den verschleißintensiven Rohstoffen dieses Planeten zugeordnet. Ein Standardlöffel würde sich hier im wahrsten Sinne des Wortes in Nullkommanichts die Zähne ausbeißen. Das soll dem Felslöffel mit 2m Schnittbreite und vier Zähnen nicht so schnell passieren. Schutzvorkehrungen wie Seitenkantenschutz mindern den Verschleiß. Zum Schutz vor Abrieb und Aushöhlungen wurden zudem seitlich Verschleißplatten angebracht. Besonders geschützt sind Löffelecken und Seitenschneide. Den Löffel verstärken horizontal angebrachte Verschleißstreifen, welche für Stabilität sorgen. "Erfahrungen der letzten 20 Jahre haben gezeigt, wie sinnvoll solche Verstärkungen sind", so Firmenchef Rudolf Wortig.

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