Anzeige

Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten

Mit Sternsieb Flüssigboden mischen

Straßenbau und Verkehrswesen, Tiefbau

Mit dem Sternsieb 3-mtbc kann stabilisierter Boden hergestellt werden. Zudem lässt sich durch Beifügung eines Compounders und von Wasser Flüssigboden mischen.

TWIST (ABZ). - Im Jahr 2005 entwickelte die in der Sternsiebtechnik tätige Firma Backers Maschinenbau aus Twist speziell für den Straßen- und Tiefbau eine Kalkmischeinheit 3-mtbc zur Stabilisierung von Böden mit Kalk, Zement oder anderen Zuschlagstoffen. Mit diesem Sternsieb wird die Qualität des Bodens verbessert und gestärkt. Das Unternehmen stellt aus in Halle B3, Stand 317. Das Sternsieb 3-mtbc ist im Innenhof B3-B4, Stand 302, ausgestellt.

Die Grobabsiebung ist hier laut Unternehmen ein wichtiger Vorteil, denn alle Teile über ca. 60 mm werden dadurch entfernt. Der Boden wird beim Siebvorgang gelockert, im Anschluss gewogen und mit Zement usw. vermengt. Diese Maschine entstand aus dem Sternsieb 3-mtb, das seinen Einsatz speziell im Bauschuttrecycling, Kompost, Mutterboden, Biomasse und Hackschnitzeln findet, aber auch für viele weitere Materialien geeignet ist.

In Kombination mit der Mischeinheit kann eingestellt werden, wie hoch der prozentual eingemischte Anteil (1 bis 10 Prozent) ausfallen soll. Und letztlich kann die Maschine dank der rad-/raupenmobilen Ausführung im Gelände mittels Raupenfahrwerk bewegt werden und während des Transportes ohne Sondergenehmigung mit einem Sattelzug-Lkw.

Mit dem Sternsieb 3-mtbc kann stabilisierter Boden hergestellt werden. Zudem lässt sich durch Beifügung eines Compounders und von Wasser Flüssigboden mischen. "Dieser exzellente selbstverdichtete Baustoff (Flüssigboden) ist speziell für den Einsatz im Rohrleitungsbau, im Straßen- und Tiefbau, im Kanalbau sowie im Deichbau usw. geeignet", schreibt Backers. Mit Hilfe von Mischtrommelfahrzeugen wird der Flüssigboden an den Einsatzort gefahren.

Flüssigboden ist ein genormter Füllstoff, der seinen Einsatzort zumeist dort findet, wo das Füllen und Abdichten von Rohren beabsichtigt wird. Dieser Flüssigboden härtet nach einer vorgegebenen Zeit aus. Er weist laut Unternehmen eine verhältnismäßig beträchtliche Frühfestigkeit auf (bereits nach 10 bis 15 Stunden zugänglich), die letztliche Festigkeit ist jedoch nach Firmenangaben ziemlich niedrig.

Der Einsatz eines Flüssigbodens erspart dadurch, dass weniger Aushub und somit auch weniger Straßenwiederherstellung erforderlich sind, Arbeitszeit und Baukosten, denn der komplette Bau geht schneller voran. "Alleine diese Faktoren machen den Flüssigboden interessant, jedoch nur dann, wenn das Mischverhältnis passt", betont Backers.

Ein Vorteil ist, dass der Flüssigboden in noch flüssiger Gestalt nahezu jeden Hohlraum erreicht, sich überall gleichmäßig verteilt und somit eine restlos aushärtende Masse erzeugt, die hohlraumfrei und homogen zu verfüllen ist. Beim Leitungsbau erweist sich dies als vorteilhaft, weil die Rohre und Leitungen nur minimalen Spannungen unterliegen und vor Absackungen geschützt werden, da die Straße gleichmäßig auf Hebungen und Senkungen reagiert und daher länger die Stabilität beibehält. Dadurch werden die Verkehrbelastungen für das Rohr gemindert. Dieses verlängert damit auch die Abschreibungszeiten sowohl für das Rohr als auch für die Straße.

Dadurch, dass die Arbeiten schneller und produktiver vor sich gehen, werden auch Anwohner und Verkehr weniger belastet. So entfällt eine Verdichtung durch Rüttler. Das Recycling des Aushubmaterials, das als Flüssigboden wiederverwertet wird, ist eine ebenso wertvolle Eigenschaft. Hier entfallen große Kosten durch das Wegfallen unnötiger Transporte sowie des Deponieplatzes. Die üblichen Lärmbelästigungen und schädlichen Feinstaubausscheidungen eines Abtransportes per Schwertransport bleiben somit der Umwelt erspart.

"Bei allem gilt aber: Der Bodenschutz, die Altlastverordnung sowie das Abfallgesetz sind im Umgang mit dem Flüssigboden strengstens zu beachten", betont Backers. "Der Umweltschutz wird hier groß geschrieben."

Präventiv ist zu prüfen, in welchem Verhältnis sich das Grundwasser zum Flüssigboden verhält. Hier darf es zu keiner Belastung des natürlichen Erdreichs und/oder einer Verschmutzung des Grundwassers kommen.

Ist der Flüssigboden ausgehärtet, so muss er noch immer lösbar bleiben, so dass auch ein Saugbagger sich des Bodens annehmen kann. Auch das Bearbeiten mit einem Spaten oder sonstigen händischen Werkzeugen muss gewährleistet bleiben, was wiederum für Lärmminderung sorgt, da der Boden nicht mit lärmstarken, arbeitsaufwändigen Maschinen gelockert werden muss. Auch die Aussiebung der Grobfraktion bringt Vorteile bezüglich späterer Nacharbeitung. Außerdem wird so die Gefahr abgewandt, dass diese Maschinen beispielsweise durch Gerüttel und Eigengewicht die Rohre beschädigen und diese ausgetauscht werden müssen.

Der Anteil an Zuschlagstoffen mit dem Sternsieb 3-mtbc kann zwischen 1 und 10 Prozent liegen und wird kontinuierlich zugemischt. Vorhandene (Beton-)Fahrmischer werden chargenweise befüllt. Eine Charge kann nach Bedarf für den jeweiligen Einsatzfall ausgedruckt werden.

Das Sternsieb ist nach Herstellerangaben flexibel und effizient, denn es kann mineralische als auch organische Materialien sieben. Das Modell 3-mtbc bietet eine Mischleistung von mehr als 150t/h. Zudem gibt es die Möglichkeit zu entscheiden, ob dieses Sternsieb zum Mischen und Sieben oder zum Sieben in drei Fraktionen eingesetzt werden soll. Die Mischeinheit kann mittels einfachem Austausch durch ein zweites, feines Siebdeck gewechselt werden und dann in drei Fraktionen sieben.

ABZ-Stellenmarkt

Prüfingenieur/-in (m/w/d), Region Ostwestfalen-Lippe, Unna-Herford-Detmold-Paderborn-Olpe  ansehen
Mitarbeiter (m/w/d) Technischer Kundenaußendienst, Region Süddeutschland bzw. Baden-Württemberg/ Bayern  ansehen
https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=345++347&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 14/2010.

Anzeige

Weitere Artikel