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Zementriese LafargeHolcim sieht Schutzgelder in Syrien als Fehler

Zürich (dpa). - Der weltweit größte Baustoffhersteller LafargeHolcim hat Schutzgeldzahlungen an bewaffnete Gruppen in Syrien bedauert. "Aus heutiger Sicht kann festgestellt werden, dass die für den weiteren Betrieb des Werks erforderlichen Maßnahmen nicht akzeptierbar waren", schrieb der Konzern am Donnerstag in einer Stellungnahme. Das Unternehmen reagierte damit auf Veröffentlichungen, wonach Mitarbeiter 2013 Vereinbarungen mit bewaffneten Gruppen und sanktionierten Parteien getroffen hätten. Ein Jahr später wurde das Werk, das weniger als 1 % zum damaligen Umsatz beigetragen hatte, geschlossen. Inzwischen seien Maßnahmen zur besseren Beachtung ethischer Standards getroffen worden, erklärte das Unternehmen. Wegen des Betriebs der Fabrik, die in dreijähriger Bauzeit für rund 650 Mio. Euro entstanden war, droht dem Konzern auch Ärger mit der französischen Justiz. Dort ist schon vor Monaten eine Anzeige eingegangen, weil der Betrieb gegen ein europäisches Embargo verstoßen haben soll. 2015 hatten sich der Schweizer Konzern Holcim und die französische Lafarge-Gruppe zusammengeschlossen. Das Unternehmen hat 90 000 Mitarbeiter und ist in mehr als 80 Ländern aktiv.

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