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Zentralverband des Deutschen Handwerks

Höhere Belastungen vermeiden

Berlin (ABZ). – "Die deutlich verringerte Wachstumsprognose der Wirtschaftsweisen für das laufende Jahr und der Hinweis auf die Vielzahl an Risiken für ein wieder anziehendes Wachstum im kommenden Jahr zeigen, die künftige Regierung ist dringend aufgefordert, unsere Betriebe nicht noch höher zu belasten", erklärt erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) anlässlich des unlängst vorgestellten Jahresgutachtens des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

"Das wären politische Störfeuer für den wirtschaftlichen Erholungsprozesses. Im Gegenteil wird es Aufgabe der neuen Bundesregierung sein, mit ihren Entscheidungen für wirtschaftliche Impulse zu sorgen, Betriebe zu stärken und auf diese Weise dafür zu sorgen, dass sich der Erholungsprozess auch tatsächlich verstetigt und nicht aus dem Tritt gerät oder gar ganz ausfällt", so Wollseifer. Die dem Verband angeschlossenen Handwerksbetriebe hätten in den vergangenen Monaten "mit all ihrem unternehmerischen Elan" die sich mit jeder wegfallenden Corona-Einschränkung öffnenden Chancen genutzt. Das ermögliche im laufenden Jahr im Gesamthandwerk voraussichtlich ein Umsatzwachstum von zwei Prozent. Wollseifer: "Das ist deutlich mehr als das noch im Frühjahr prognostizierte Umsatzplus von einem Prozent."

Wenn die wirtschaftliche Erholung im Handwerk andauern solle, müsse die künftige Regierung angesichts der leider wieder deutlich steigenden Infektionen Planungssicherheit für Betriebe schaffen bei den Corona-Schutzkonzepten, bei den Arbeitsvorgaben wie auch bei Impfstatusabfragen. Sie müsse bei den Liefer- und Materialengpässen die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten etwa bei öffentlichen Aufträgen nutzen. "Bei den langfristigen Herausforderungen einer finanziell prekären Lage der Sozialversicherungssysteme und einer international immer weniger wettbewerbsfähigen Besteuerung von Betrieben und Unternehmen muss sie endlich grundsätzliche politische Strukturreformen angehen", sagt der Präsident. In einem Ampel-Koalitionsvertrag müsse die "Sozialgarantie" eines maximalen Gesamtsozialversicherungsbeitrages von 40 Prozent festgeschrieben werden.

Die Zukunftsfähigkeit der Sozialversicherungssysteme müsse durch grundsätzliche strukturelle Reformen sichergestellt und diese nachhaltig und generationengerecht gestaltet werden. Wollseifer: "Mit jeder Beitragssatzsteigerung wird der Faktor Arbeit in unseren personalintensiven Betrieben teurer und landet weniger Netto vom Brutto in den Portemonnaies unserer Beschäftigten. Sollen Arbeits- und Ausbildungsplätze nicht gefährdet werden, darf es keine weiteren Belastungen für unsere Betriebe bei Bürokratie, Sozialabgaben und Steuern geben, auch keine verschärften Regelungen bei der Erbschaftsteuer, da sie die Investitionsfähigkeit der Betriebe schwächen und Betriebsübergaben gefährden."

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