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Zertifizierte Zuverlässigkeit

Zeichen setzen für Qualität

Von Manfred Rütters

Manfred Rütters.

Darmstadt (ABZ). – Häufig genug werden Aufträge – nicht nur in der Betonbohr- und -sägebranche – ausschließlich über den Preis vergeben. Doch nicht selten führt die Vergabe an unqualifizierte Billiganbieter für den Auftraggeber am Ende zu höheren Kosten durch mangelhaft erbrachte Leistungen oder Zeitverzug aufgrund notwendiger Nachbesserungen. Deshalb bin ich der festen Überzeugung, dass heute mehr denn je qualifizierte Leistungen gefragt sind und Auftraggeber nach zuverlässigen Partnern suchen, denen sie im Rahmen der Auftragserfüllung vertrauen können.

Doch wie soll ein Auftraggeber einen leistungsfähigen Qualitätsbetrieb von einem Dumpinganbieter ohne fachliches Know-how und adäquate technische Ausrüstung unterscheiden? Hier setzt der Fachverband Betonbohren und -sägen an – mit dem Qualitätszeichen "QZ". Damit geben wir unseren Mitgliedern ein Instrument an die Hand, sich gegenüber Auftraggebern ganz klar von unseriösen Wettbewerbern abzugrenzen. Im Gegenzug können sich Auftraggeber auf die Qualität der zu erbringenden Leistungen des zertifizierten Fachbetriebes verlassen.

In der Praxis funktioniert dies bereits erfolgreich. So gibt es vermehrt Ausschreibungen, die gezielt das Qualitätszeichen oder eine vergleichbare Zertifizierung als Vergabekriterium enthalten, um geringer qualifizierte Angebote von vornherein auszuschließen. Zudem nutzen zertifizierte Fachbetriebe das "QZ" für die Präqualifizierung im Zuge größerer Ausschreibungen. Darüber hinaus bietet es unseren Mitgliedern die Möglichkeit, sich bei industriellen Auftraggebern unterschiedlichster Branchen als fester Partner zu empfehlen. Und bereits seit 2016 ist das Qualitätszeichen des Fachverbandes gemäß VDI-Richtlinie 6210 für den Abbruch von baulichen und technischen Anlagen "zur Beurteilung der Zuverlässigkeit des Unternehmens" anerkannt.

Das Qualitätszeichen "QZ" des Fachverbands Betonbohren und -sägen zeichnet leistungsfähige Qualitätsbetriebe aus. Damit gibt der Verband ein Instrument an die Hand, sich gegenüber Auftraggebern ganz klar von unseriösen Wettbewerbern abzugrenzen.

Grundlage für die Vergabe des Qualitätszeichens ist die Prüfung und Bewertung von drei Bereichen: Erstens werden alle gesetzlichen und sozialen Verpflichtungen abgefordert. Dazu zählen bspw. Unbedenklichkeits- und Freistellungsbescheinigungen vom Finanzamt und der Berufsgenossenschaft sowie der Nachweis einer ausreichenden Versicherung. Der zweite Teil widmet sich der Qualifikation der Betriebsleitung. Voraussetzung für das "QZ" ist eine handwerkliche oder betriebswirtschaftliche Ausbildung mit dem Abschluss als Ingenieur, Meister oder Kaufmann. Alternativ werden auch entsprechende Weiterbildungen anerkannt. Im dritten Teil steht die Qualifikation der Mitarbeiter auf dem Prüfstand. So gibt es einen festgelegten Schlüssel, der die Anzahl ausgebildeter Fachkräfte je nach Betriebsgröße regelt. Idealerweise haben die Mitarbeiter den Fachberuf des Bauwerksmechanikers für Abbruch- und Betontrenntechnik erlernt oder eine adäquate Aus- bzw. Weiterbildung absolviert. Erst, wenn alle Kriterien im geforderten Maß erfüllt sind, wird das "QZ" zuerkannt. Dabei setzt der Qualitätsausschuss auf die Kompetenz des Ausbildungszentrums der Bauindustrie in Hamm des Berufsförderungswerks der Bauindustrie NRW. Die Bearbeitung von Neuanträgen wird von einem Vertreter dieser neutralen Institution begleitet.

Unser Ziel ist dabei ganz klar, die Qualitätssicherung und die Transparenz in der Branche zu erhöhen. Damit geben wir qualitätsbewussten Auftraggebern ein zusätzliches Entscheidungskriterium für die Auftragsvergabe an die Hand. Übrigens: Um die Qualität auch dauerhaft sicherzustellen, wird die Zertifizierung alle drei Jahre wiederholt. Im Ergebnis kann ein Auftraggeber sicher sein, mit einem "QZ"-zertifizierten Unternehmen einen qualifizierten Fachbetrieb zu engagieren, der die geforderten Leistungen zuverlässig erfüllt. Deshalb kann ich nur alle Fachbetriebe der Betonbohr- und -sägebranche ermutigen, sich den Anforderungen des Qualitätszeichens zu stellen. Sie sichern sich so einen Wettbewerbsvorteil in der Branche. Alle Informationen zum Qualitätszeichen stehen auch im Internet unter www.fachverband-bohren-saegen.de. Im Detail steht der Fachverband allen Interessenten gern beratend zur Seite.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 13/2018.

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