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Ziegel ist klimaneutral

Wandbaustoff erhält TÜV-Siegel

Jürgen Habenbacher (l.) und Andreas König, Geschäftsführung der Wienerberger Deutschland, legen auf klimafreundliche Produkte großen Wert.

Wien/Österreich (ABZ). – Als Anbieter von Tonbaustoffen für Gebäudehüllen steht Wienerberger eigenen Angaben zufolge für nachhaltiges und generationenüberdauerndes Bauen. Zukünftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen, ist das Ziel des Unternehmens, das nun neue klimaneutrale Ziegel entwickelt hat.

Wienerberger produziert seine mit Perlit verfüllten Planziegel Poroton T7-P, T8-P, S8-P und S9-P eigenen Angaben zufolge klimaneutral. "Es ist seit jeher unser Anspruch, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern – und wir begreifen es als unsere Pflicht, unsere Produkte ökologisch konsequent zu Ende zu denken", sagt Andreas König, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Wienerberger GmbH. "Mit unseren klimaneutralen Poroton-Ziegeln unterstützen wir Architekten und Bauträger dabei, nachhaltige und umweltfreundliche Architektur zu schaffen. Damit übernehmen wir unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung, um zukunftsfähige Gebäude nach höchsten ökologischen Standards zu ermöglichen."

Seine Klimaschutzstrategie baut Wienerberger auf drei Säulen auf. Diese bestehen aus optimierter Poroton-Ziegel-Produktion, nachhaltiger Auswahl von Energiequellen und aus dem Ausgleich von Rest-CO2, so das Unternehmen.

Entlang der Produktionskette spare Wienerberger so viele Emissionen wie möglich ein. Dafür haben die Verantwortlichen den Herstellungsprozess der Produkte umgestellt: Durch den Einsatz moderner Trocknungs- und Brenntechnologien sei der jährliche Energiebedarf um 13 Millionen kWh reduziert worden, teilt das Unternehmen mit. Das entlaste die Umwelt jährlich um 1800 t CO2. "Für unsere klimaneutralen Poroton-Ziegel haben wir bei Wienerberger mit einem hohen sechsstelligen Betrag beträchtlich investiert", so Jürgen Habenbacher, Sprecher der Geschäftsführung der Wienerberger GmbH. Diese Maßnahmen sind Bestandteil eines betrieblichen Energiemanagementsystems, das nach ISO 50001 zertifiziert ist. Zudem setze der Tonbaustoffhersteller auf Strom aus erneuerbaren Quellen. Für die Produktion der klimaneutralen Ziegel spare Wienerberger mehr als 1 Million kWh Strom und nutze nachhaltige Energie.

Darüber hinaus reduziere die Firma eigenen Angaben zufolge verbleibende CO2-Mengen, die im Produktionsprozess entstehen, auf Null. Das resultiere aus der Unterstützung weltweiter Klimaschutzprojekte. Hier setze das Unternehmen auf Emissionszertifikate, die dem höchsten Standard entsprechen sollen und einen international festgelegten und überwachten Anerkennungsprozess der Vereinten Nationen durchlaufen. Der TÜV Nord hat diese Kompensationsmaßnahmen überprüft und die CO2-neutral hergestellten Produkte mit dem Siegel "klimaneutraler Ziegel" ausgezeichnet, so Wienerberger.

Um die klimafreundliche Produktion zukunftsorientiert umsetzen zu können, investiert Wienerberger eigenen Angaben zufolge in weltweite Projekte. Dazu zählt beispielsweise das "Resex Rio Preto Jacundá"-Klimaschutzprojekt im Amazonas-Regenwald. Fast 35 000 ha Wald werden vor der Abholzung geschützt. Mithilfe des Projektes werde die Entstehung von rund 12 Millionen t CO2-Emissionen vermieden, so die Firma. Windkraftanlagen im indischen Bundesstaat Maharashtra ersetzen nun klimaschädliche Kohleverbrennung. In Ruanda gebe es durch die Unterstützung von Wienerberger nun sauberes und Kohlenstoffdioxid-neutrales Brunnenwasser. In Deutschland unterstützt der Anbieter von Tonbaustoffen den Schutz und die Regeneration von Mooren ebenso wie bundesweite Wiederaufforstungsmaßnahmen. Denn Moore und Baumbestände sind die größten natürlichen Kohlenstoffspeicher. Sie entziehen der Atmosphäre CO2 und speichern es.

Wienerberger optimiert seine Tonbaustoffe eigenen Angaben zufolge konsequent. Als wiederverwendbarer und recyclingfähiger Rohstoff erfüllt Ton schon von Natur aus notwendige Bedingungen der Kreislaufwirtschaft: Nach dem Entfernen von Mörtelresten können Arbeiter Tonziegel für Restaurierungs- und Neubauarbeiten wiederverwenden. Zudem sei es möglich, die mineralischen Steine zu recyceln und das Material dann anderweitig einzusetzen, so das Unternehmen. Tonbaustoffe seien auch deshalb besonders klimafreundlich, weil sie nur kurze Transportwege zurücklegen müssen. Das wiederum wirke sich positiv auf den CO2-Ausstoß aus. Wienerberger-Tonziegel seien zudem langlebig und hätten sehr gute Dämmeigenschaften.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 11/2020.

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