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Ziegelindustrie sieht sich gut gerüstet

Gebäudeenergiegesetz tritt in Kraft

Berlin (ABZ). – Am 1. November 2020 tritt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft, das die Energieeinsparverordnung (EnEV) mit dem Energieeinspargesetz (EnEG) und dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammenführt. Die deutsche Ziegelindustrie begrüßt diese Vereinheitlichung.

Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie unterstütze die Maßnahmen der Bundesregierung, um CO2-Emissionen im Gebäudebereich zu senken, teilt der Verband anlässlich des Inkrafttretens des Gesetzes mit.

Sowohl im Neubau als auch bei der Bestandssanierung leiste die Ziegelindustrie mit ihren Produkten einen wesentlichen Beitrag, um bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, meint Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Ziegelindustrie.

Moderne Mauerziegel seien aufgrund ihrer Materialeigenschaften hochwärmedämmend. Je nach Wandstärke und Gebäudeplanung könnten mit Ziegeln alle geförderten KfW-Effizienzstufen bis zum Passivhausstandard erreicht werden. Ergänzendes Systemzubehör optimiere etwaige Wärmebrücken.

So entstehe vom Sockel bis zur Attika eine materialoptimierte Gebäudehülle. Entscheidend für die CO2-Gesamtbilanz von Wohngebäuden sei der Verbrauch von Energie (Strom, Wärme) während der Nutzungsphase. Massivbauten würden durch ihre thermische Speicherfähigkeit, die die Hitze im Sommer abpuffere und Wärme im Winter länger im Gebäude halte, bis zu 12 Prozent weniger Heizenergie benötigen als Gebäude in Leichtbauweise.

Am meisten Energie könne im Bestand eingespart werden, meint Frederichs. Die Hälfte der rund 20 Millionen Bestandsbauten würde nicht mehr den aktuellen energetischen Standards entsprechen. Mehr als 10 Millionen Dächer in Deutschland seien schlecht oder gar nicht gedämmt. Rund 94 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente könnten bis 2050 eingespart werden, wenn die Dachsanierungsquote von derzeit 1,3 auf 2 Prozent steigen würde.

"Die von der EU-Kommission geplante Renovierungsinitiative, die eine Verdopplung der Sanierungsquote vorsieht, ergänzt die im Klimapaket der Bundesregierung verankerte Förderung der Gebäudesanierung und wird der dringend nötigen Bestandssanierung die nötige Dynamik verleihen", so die Einschätzung von Frederichs.

Anschlüsse, Durchdringungen, Ecken und Kanten sind in Bezug auf die Wärmedämmung Schwachstellen, an denen vermehrt Wärme verloren gehen kann. Der kostenfreie Ziegel-Wärmebrückenkatalog 5.0 ermögliche einen GEG-konformen Nachweis von Wärmebrücken für alle Produkte der Ziegelindustrie. Basierend auf umfangreichen Änderungen und Erweiterungen der DIN 4108-Bbl.2 erleichtere das Online-Tool es, konstruktive Detaillösungen digital zu planen und zu dokumentieren.

Anschlussdetails könnten sowohl aus den in der Software hinterlegten Ziegelwärmebrücken als auch normbasiert ausgewählt oder aber individuell eingegeben werden. Zudem gibt es einen PDF-Katalog.

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