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Ziegelwohnhaus mit Zeltdach

Monolithisch bauen mit Wärmedämmziegeln

Unipor, Architektur, Baustoffe, Hausbau, Ökologisches Bauen, Solartechnik

Perfekt genutzt: Die Eingänge des voll unterkellerten Gebäudes in Bösinghausen harmonieren mit der leichten Hanglage. Auf Höhe der Doppelgarage (Hauseingangsseite) ist das Kellergeschoss ebenerdig zugänglich. Eine Treppe führt zum großzügig verglasten Eingangsbereich.

Unipor, Architektur, Baustoffe, Hausbau, Ökologisches Bauen, Solartechnik

Maßgenaue wärmegedämmte Unipor-Fertigteilstürze erleichterten den Maurern die Ausführung der Gebäudeöffnungen und vermieden gleichzeitig die Entstehung von Wärmebrücken.

WAAKE (ABZ). - Ein kompaktes Wohnhaus mit mediterraner Ästhetik zieht in Bösinghausen nahe Göttingen die Blicke der Passanten auf sich. Besonders auffällig ist das Zeltdach des Gebäudes: Hier laufen die vier Dachflächen zu einer Glaspyramide zusammen und tragen somit zur intensiven Lichtdurchflutung des Hauses bei. Der hohe Anspruch der Bauherren an eine ökonomische, nutzungsorientierte Gestaltung sowie einen optimal auf die Wohnbedürfnisse abgestimmten Grundriss spiegelt sich in der Auswahl des Wandbaustoffes wider: Porosierte Wärmedämmziegel von Unipor ermöglichen mit einer relativ geringen Außenwanddicke einen hohen energiesparenden Wärmeschutz – auch ohne Zusatzdämmung der Außenwand.

Breite Dachüberstände

Das im Jahr 2006 errichtete Wohnhaus von Saskia und Dr. Markus Roth liegt am Rande des Ortsteils Bösinghausen in der kleinen niedersächsischen Gemeinde Waake, rund neun Kilometer nordöstlich von Göttingen. Trotz der einfachen, kompakten Baukörperform wirkt die Hausgestaltung nicht eintönig. Dazu trägt insbesondere das in Deutschland eher unübliche Zeltdach mit Tondachziegel-Eindeckung und seinen breiten Dachüberständen bei. Dachform und Deckung knüpfen bewusst an die harmonische Außenwirkung von vergleichbaren traditionellen Hausdächern in Italien oder Spanien an.

Die vom Architekten Andreas Backhaus gewählte quadratische Grundfläche des Hauses bewirkt, dass die gleich großen, flach geneigten Dachflächen exakt über der Gebäudemitte zusammenlaufen. Die als Glaspyramide gestaltete Dachspitze ermöglicht eine hohe Lichtdurchflutung der zentral im Haus angeordneten, offenen Treppenanlage sowie der angegliederten Galerie im Dachgeschoss.

Da die Außenwände im Dachgeschoss die Höhe von 2 m nicht überschreiten, gilt das Wohnhaus baurechtlich als eingeschossig. Zwei jeweils hinter der Verglasung angeordnete Stahlbetonstützen sowie vier weitere Stützen im Zentrum des Hauses sichern die Statik der offenen Bauweise. Diese zeichnet sich durch das Fehlen tragender Innenwände sowie den überdurchschnittlichen Einsatz von Glas auf der Eingangs- und Rückseite des Hauses aus. Die Stützen beeinträchtigen nicht die vielfältigen Blickbeziehungen sowohl im Gebäudeinneren als auch von innen nach außen, sondern sie erzielen interessante optische Effekte.

Die Grundrissaufteilung folgt dem statischen Prinzip und der Symmetrie des Hauses. Raumanordnung und Raumgrößen orientieren sich an der Position der Stützen im Hauszentrum. Der Wohn- und Essbereich füllt den Großteil der Erdgeschossfläche aus. Jeweils über Eck sind im Dachgeschoss das Schlafzimmer der Eltern, das Badezimmer sowie die zwei Kinderzimmer angeordnet. Diese räumliche Einteilung entspricht genau der Position der zwei Gästezimmer, des Hausarbeitsraumes und eines Abstellraumes im komplett ausgebauten Kellergeschoss.

"An den geeigneten Wandbaustoff für die monolithische Bauweise wurden große Erwartungen gestellt: Er sollte baubiologisch unbedenklich sein, zudem von hoher bauphysikalischer Qualität und aus der Region stammen", erklärt Backhaus. Bauherr und Architekt entschieden sich deshalb für den Wärmedämmziegel "Unipor W14" vom Ziegelwerk Friedland, einem Mitgliedsunternehmen der bundesweiten Unipor-Gruppe. Bereits mit einer Dicke von 36,5 cm gewährleistet das beidseitig verputzte Mauerwerk einen niedrigen Wärmedurchgangswert von 0,35 W/(m²K). Grund dafür ist die geringe Wärmeleitfähigkeit (?R=0,14 W/(mk)) des eingesetzten Unipor-Blockziegels. Der gute Wärmedämmwert wird durch ein ausgeklügeltes Lochbild und die beim Herstellungsprozess erzielten Luftporen erreicht. Auch bei den Innenwänden (11,5 cm im Erd- und Dachgeschoss, 17,5 cm für tragende Wände im Kellergeschoss) wurden Unipor-Ziegel verarbeitet. Hier kamen verzahnte Blockziegel der Steinfestigkeitsklasse 12 zum Einsatz.

Feuchteausgleichende Wirkung

Ein weiterer Vorteil der Unipor-Mauerziegel machte sich für die Familie Roth nach dem Einzug positiv bemerkbar: Die zur Wohnbehaglichkeit beitragende feuchteausgleichende Wirkung ergibt sich wie bei allen Tonziegeln aus der kapillaren Struktur des Mauersteins. Bei hoher Luftfeuchte im Raum wird überschüssige Feuchte in den feinen Kapillaren des Ziegels zwischengespeichert und bei zu trockener Luft wieder an den Raum abgegeben. Um diesen Ausgleichsprozess nicht zu behindern, besteht die Innenbeschichtung der Wände im Wohnhaus Bösinghausen aus Kalkputz, der für Wasserdampf durchlässig ist. Die Gefahr der Schimmelpilzbildung wird mit diesem Wandaufbau deutlich verringert.

Den Auftrag zur schlüsselfertigen Erstellung des Wohnhauses hatte die "L. Baumbach Baugesellschaft". Den Maurern des Unternehmens war der einfache Umgang mit Unipor-Ziegeln bereits bekannt: Denn das Ziegelwerk Friedland gehört als Tochterunternehmen zur Firmengruppe Baumbach. Beide Unternehmen führen Unipor-Mauerziegel als Güte- und Markenzeichen. Davon sowie von dem vorhandenen Verarbeitungs-Know-how profitierte auch die Familie Roth. "An der Qualität der gelieferten Ziegel und des Mauerwerks gab es nichts auszusetzen", betont Backhaus.

Das Energiesparkonzept des Hauses orientiert sich streng an ökologischen und ökonomischen Kriterien. Dies belegt allein das nutzflächenoptimierte, energiesparende Verhältnis von Gebäudehülle und Gebäudevolumen des kompakten Baukörpers. Auch hier schneidet der Unipor-Ziegel aufgrund seiner besonders umweltfreundlichen Herstellung, der praktisch unbegrenzten Verfügbarkeit der Rohstoffe und seiner einfachen Verarbeitung positiv ab. Er überzeugt zudem nicht nur durch seine guten Wärmedämmeigenschaften: Dank des hohen Luftporenanteils ist er auch ein hervorragender Wärmespeicher und ermöglicht entsprechend hohe passive Sonnenenergiegewinne. Die Maurer verarbeiteten zudem wärmegedämmte Fertigteilstürze von Unipor. Diese trugen zur maßgenauen Ausführung der Gebäudeöffnungen bei und vermieden die Entstehung von Wärmebrücken.

Aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht wird der naturnahe bauliche Wärmeschutz sinnvoll durch eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage (4,31 KWp) ergänzt. Diese ist auf der zur Südseite orientierten Dachfläche angebracht. Sie deckt den Stromverbrauch der Sole-Wasser-Wärmepumpen, die für die ausreichende Warmwasser- und Heizungsbereitstellung sorgen. Den energiesparenden Luftaustausch garantiert eine Wohnraum-Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

ABZ-Stellenmarkt

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