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Zu wenig Personal und Planer

Baubranche fürchtet um Aufträge

Rostock (dpa). – Der Abbau von vielen tausend Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren könnte nun schwere Probleme für die Baubranche nach sich ziehen. Nun gebe es Gelder aber nicht genügend Mitarbeiter, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Jörg Schnell, vor dem Landes-Bautag in Rostock. Die aktuelle Situation in der Branche zeichne sich dadurch aus, dass es im Vergleich zu den Vorjahren weniger finanzielle Probleme von Seiten des Bundes bzw. des Landes gebe. "Wir befürchten, dass eine Reihe von Bauvorhaben nicht realisiert werden kann, weil wir zu wenig Personal haben", sagte Schnell. Dies gelte für die Seite der Planer und Auftraggeber bei den Kommunen sowie für die Unternehmen. "Insbesondere bei den Ingenieuren zeigen sich deutliche Lücken". 

Baugenehmigungen und Planungsleistungen dauern länger. "Das kann dazu führen, dass das vorhandene Geld nicht so verbaut werden kann, wie wir das wollen." Ende 2016 waren im Baugewerbe rund 15 200 Menschen beschäftigt, ein Rückgang um 3,8 % im Vergleich zu 2015. 1994 zählte die Baubranche im Land noch rund 50 000 Beschäftigte, Ende 2003 waren noch 22000. Hintergrund des Abbaus von Kapazitäten in der Vergangenheit waren die fehlenden Aufträge, vor allem im öffentlichen Bau, sagte Schnell. 

So hatte die gesamte Baubranche im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 6 % erzielt, im Wohnungsbau sogar von 18,8 %, aber beim öffentlichen Bau gab es ein Minus von 6,2 %. Dieser Wert von Mecklenburg-Vorpommern stand im Gegensatz zum Bundestrend. Dort kam der öffentliche Bau auf ein Plus von 6,4 %. Viele Arbeitnehmer seien in den letzten Jahren regulär in Rente gegangen oder hätten auch die Möglichkeit zum Vorruhestand genutzt.

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Redakteur (w/m/d), Berlin Grunewald  ansehen
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