Zugang zu Berg- und Talstation

Auf leichten Sohlen zur Patscherkofelbahn

Glapor
Baustelle in 1965 m Höhe – die neue Bergstation der Patscherkofelbahn. Abb.: Generalplaner Innauer-Matt Architekten mit Projektpartner ao-architekten

Innsbruck/Österreich (ABZ). – Die neue Patscherkofelbahn ist in Betrieb. Der Neubau der nicht unumstrittenen Einseilumlaufbahn mit Tal-, Mittel- und Bergstation wird als ganzheitliches Projekt betrachtet. Funktionsabhängige Erscheinung der Gebäude sowie die Integration der imposanten Natur sind ebenso von Bedeutung wie nachhaltige Baustoffe. Die Gehwege, teilweise auf Auskragungen, wurden auf einer Leichtschüttung aus Glapor Schaumglasschotter realisiert.

Als zweimaliger Austragungsort für Skirennen bei Olympischen Spielen hat der Patscherkofel internationale Bekanntheit erlangt. Gleichzeitig ist der Hausberg von Innsbruck ein ganzjähriges Sport- und Freizeitgebiet, das nach dem Willen der Stadt noch attraktiver gemacht werden soll. In diesem Zuge wurde auch die Patscherkofelbahn erneuert und im Dezember 2017 in Betrieb genommen. Der Neubau als Einseilumlaufbahn (EUB) ersetzt die in die Jahre gekommene Pendel-Seilschwebebahn von 1928, die komplett zurückgebaut wurde. Die neue Bahn mit Zehn-Personen-Kabinen kann stündlich bis zu 2000 Personen befördern. Von und zu den Gondeln benutzen die Besucher natürlich auch die Gehwege.

Diese wurden auf Glapor Schaumglasschotter errichtet. Schnell und stabil konnte mit einer Leichtbauschüttung der Unterbau realisiert werden. Das in Big Bags angelieferte Material wurde in einer Stärke von 25 cm auf den Betonflächen aufgebracht und verdichtet. Nach der Abdeckung mit Geotextilvlies konnte darauf der Plattenbelag im Kiesbett erstellt werden. "Das geringe Gewicht und die einfache Verarbeitung waren die entscheidenden Kriterien für den Einsatz, sowohl in der Tal- als auch in der Bergstation", unterstreicht Markus Innauer vom ausführenden Architekturbüro Innauer-Matt. Die Architekten in Betzau realisierten als Gewinner des Architekturwettbewerbes den Neubau der Patscherkofelbahn. "Wir haben das Material Schaumglasschotter erstmalig verwendet, sowohl aus statischen Gründen bei den Auskragungen als auch wegen der schnellen Einbauzeit".

Darüber hinaus wirkt der zu 100 % aus Altglas recycelte Glapor Schaumglasschotter kapillarbrechend und drainierend, er ist hochdruckfest, frostsicher, nicht brennbar und alterungsbeständig. Diese Eigenschaften machen Schaumglasschotter zu einem sowohl ökologisch als auch ökonomisch interessanten Material, das besonders im sensiblen Zusammenspiel zwischen Natur und Technik immer öfter seine Stärken beweist.

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