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Zukunftsträchtige Quartiersentwicklung

"Schwabinger Tor" zeigt Urbanität

Architektur,  Stadtplanung und Stadtentwicklung, Stadtentwicklung

Die Fertigstellung der gemischt genutzten Gebäude ist für Herbst 2017 geplant.

Mit dem Schwabinger Tor entsteht ein völlig neues Stadtquartier, das nach Angaben von Steffen Warlich, Leiter Kommunikation & Marketing bei der Jost Hurler Unternehmensgruppe, international in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzen kann: "Bis Herbst 2017 werden auf dem 4,2 ha großen Areal an der Leopoldstraße nicht weniger als 210 Wohnungen bezugsfertig sein.

München (ABZ). – Ein Lifestyle-Boutique-Hotel mit 276 Zimmern, lichtdurchflutete Büros und vielfältige Handels- bzw. Gastronomieflächen werden dann Bewohnern und Besuchern zur Verfügung stehen und das Quartier mit Leben füllen." Inklusive der zwei im Dezember 2015 eröffneten Stadtbausteine des ersten Bauabschnittes umfasst das Projekt neun Gebäude, darunter drei 50 m hohe Bauten, die nach ihrer Fertigstellung mit einem beeindruckenden Alpenblick aufwarten. Die Architekturbüros Max Dudler, 03 Architekten, Hild und K sowie Hilmer, Sattler und Albrecht sind an der Planung der oberirdischen Flächen beteiligt. Entstanden ist das erste autofreie Stadtquartier in München. Unterirdisch bietet dieses mit insgesamt 56 000 m² über zwei Geschosse Platz für über 900 Autos und 700 Fahrräder.

Alle Gebäude – mit Ausnahme der zwei Hotelkörper im Zentrum des Areals – folgen dem Prinzip einer horizontalen Nutzungsdurchmischung: Sie vereinen über verschiedene Stockwerke Handels- und Gastronomieflächen, Büros sowie individuelle Mietwohnungen für unterschiedlichste Ansprüche und Lebensstile. Auch gefördertes Wohnen nach dem München Modell und nach EoF wird es ab 2017 geben – integriert in verschiedene Gebäude im Süden des Quartiers. Die breit gefächerte Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomieangeboten – vom schnellen Imbiss bis zur gehobenen internationalen Küche – in Kombination mit der neuen Tramstation und ansprechend gestalteten Freiflächen sollen ein urbanes Lebensgefühl fördern, das auf Einheimische und Touristen einladend wirkt.

Mit dem Schwabinger Tor beantwortet die Jost Hurler Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben schon heute die Frage, wie städtisches Wohnen und Leben künftig aussehen wird. Das Projekt, das derzeit auf einer der größten innerstädtischen Baustellen Deutschlands entlang der Leopoldstraße verwirklicht wird, steht unter dem Gesamtkonzept "Talente. Teilen. Toleranz." Ziel ist es, das Miteinander von Menschen unterschiedlichster Hintergründe und Stilrichtungen auf dem gesamten Areal im Herzen Münchens zu fördern. Diesem Gedanken folgend integriert die Jost Hurler Unternehmensgruppe ihre Leitidee des Sharings in alle Lebensbereiche. Zu dem innovativen Gesamtkonzept gehören Car Sharing, neue Büro-Konzepte, die Unterstützung von Start-ups sowie die Förderung junger Künstler. In Zusammenarbeit mit dem Start-up Casavi bietet die Jost Hurler Gruppe den Bewohnern bspw. eine App, mit der sie sich über Angebote im Stadtquartier informieren und untereinander austauschen können, um so vom Gedanken des Sharings in allen Lebensbereichen zu profitieren.

Das Areal, auf dem das Schwabinger Tor entsteht, hat für das Münchener Traditionsunternehmen auch emotional einen hohen Wert: Hier eröffnete der Firmengründer Jost Hurler in den 1960er-Jahren einen der ersten Cash & Carry-Märkte Deutschlands und nutzte die dazugehörigen Büros jahrzehntelang als Firmensitz. Auch aus diesem Grund wird das Unternehmen das Objekt im Bestand behalten – alle Wohnungen werden vermietet und stehen nicht zum Verkauf.

Die Fertigstellung der gemischt genutzten Gebäude ist für Herbst 2017 geplant; die Eröffnung des Hotels erfolgt einige Monate später. Aktuell werden die Gerüste bereits abgebaut, sodass Passanten schon jetzt einen Eindruck von der Vielfalt der Fassaden bekommen. Auf Wunsch des Bauherrn sowie der Stadt München dominieren Naturstein und natursteinähnliche Materialien die Fassadengestaltung. So entsteht ein harmonisches Ensemble, ohne dass die Handschrift der jeweiligen Architekten verloren geht: Die Stadtbausteine von Max Dudler, Hild und K sowie 03 Architekten vereinen sich zu seinem homogenen neuen Stadtquartier. Durch seine offene Gestaltung mit Gassen und Plätzen verbindet es die nahegelegenen Nachbarschaften der Leopoldstraße und der Berliner Straße wieder miteinander, die früher durch einen langen Riegel aus Großmarkt und Hotel getrennt waren. Diese offene und gleichzeitig verdichtete Bauweise ist Ausdruck eines modernen, urbanen städtebaulichen Ansatzes, der in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt München entwickelt wurde.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 15/2017.

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