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Zur Sicherheit

Flüssigkunststoff erhält Mehrwert von Laubengängen und weist geringes Flächengewicht auf

Abdichtungen und Beschichtungen auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA) gibt es in zahlreiche Farbvarianten und mit verschiedenen Einstreumaterialien.

Minden (ABZ). – Laubengänge dienen sowohl als Zugang zu Räumen als auch als Rettungs- und Fluchtwege. Darüber hinaus ersetzen sie häufig einen Balkon. Ihr Bodenbelag muss daher hohen Ansprüchen genügen: Er muss Vorgaben des Brandschutzes ebenso erfüllen wie Kriterien der Rutschhemmung. Oft muss er zudem barrierefrei sein. Bei einer Sanierung lassen sich Laubengänge so abdichten und beschichten, dass sie diesen Anforderungen entsprechen – z. B. mit Lösungen auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA). Die Flüssigkunststoffsysteme lassen sich gemäß den einschlägigen Vorschriften ausführen und schützen dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit.

Schon bei der Planung von Sanierungen sollten die Voraussetzungen für sichere Laubengänge geschaffen werden, rät Triflex als Hersteller von Abdichtungs- und Beschichtungssystemen auf Basis von Flüssigkunststoff. Nur eine funktionsgerechte Abdichtung bewahre vor Schäden wie Durchfeuchtung, Betonabplatzungen oder Korrosion. Damit die Oberflächen dauerhaft dicht seien, müssten sie Einflüssen der Witterung wie Sonne, Regen oder Kälte und mechanischen sowie chemischen Belastungen, z. B. durch Tausalze, langfristig stand-halten.

Stolperfallen, etwa an Übergängen zwischen Innen- und Außenbereich, sollten vermieden werden. Die Flachdachrichtlinie (Fachregel für Abdichtungen) lege fest, dass Anschlüsse wie z. B. Türschwellen mindestens 15 cm über der Oberfläche des Belags ausgeführt sein müssen, damit kein Niederschlag in das Gebäude dringe. Im Einzelfall könne die Anschlusshöhe aber auf 5 cm reduziert werden. Dies sei nur mit Lösungen realisierbar, die eine geringe Aufbauhöhe haben.

Laubengängen kommt eine wichtige Bedeutung zu, wenn sie bei Bränden als Flucht- und Rettungswege dienen. Sowohl die EU-Bauproduktenverordnung als auch die Muster- (MBO) und die Landesbauordnungen (LBO, BauO und BO) regeln den vorbeugenden Brandschutz. Die LBO schreibt für Einheiten, die mindestens einen Aufenthaltsraum in jedem Geschoss haben, wenigstens zwei unabhängige Rettungswege ins Freie vor. Der zweite Weg kann eine Treppe oder eine für die Feuerwehr und von öffentlichen Verkehrsflächen zugängliche Stelle sein. Dafür eignen sich insbesondere Laubengänge.

Für Bodenbeläge auf offenen Gängen macht die MBO keine Vorgaben. Einige Bundesländer übertragen auf Laubengänge jedoch die Regeln für Treppenräume. Dort muss der Bodenbelag mindestens schwerentflammbar sein. § 26 der MBO unterscheidet nicht brennbare, schwerentflammbare sowie normalentflammbare Baustoffe. Die genaue Zuordnung eines Baustoffs oder Bauteils steht in der Bauregelliste A Teil 1, Anlage 0.2.

Weitere Regelwerke, die Planer und Verarbeiter bei der Laubengangsanierung berücksichtigen müssen, sind die Instandsetzungsrichtlinie des Deutsche Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) , und zukünftig die DIN 18531 für Abdichtungen.

Um die umfangreichen Anforderungen an Bodenbeläge auf Laubengängen zu erfüllen, eignen sich Abdichtungs- und Beschichtungssysteme auf Basis von PMMA, empfiehlt Triflex. Ein Vorteil von Flüssigkunststofflösungen sei die homogene Integration von Details. Durch die vollflächige Haftung auf dem Untergrund binde das Material komplizierte Stellen wie Anschlüsse, Geländerstützen oder Wasserabläufe nahtlos in die Abdichtung ein. Durch die geringe Aufbauhöhe könnten mit Spezialharzen schwellenlose Übergänge bei Bestandsbauten hergestellt werden. In der Regel sei es nicht nötig, den vorhandenen Belag abzureißen, da Flüssigkunststoffe auf vielen Untergründen haften würden und nur wenig Flächengewicht hätten. Die Systemkomponenten müssten nur kurz aushärten. Das spare Kosten, und die Zuwege müssten nur kurz gesperrt werden. Würden sie professionell verarbeitet, würden die Spezialharze Witterungseinflüssen sowie mechanischen und chemischen Belastungen dauerhaft standhalten.

Einstreuvarianten könnten die Oberfläche rutschsicherer machen: Flüssigkunststoff-Oberflächen würden mit Quarzsand oder speziellen Körnungen die Kriterien bis zur Rutschhemmklasse R 12 erfüllen. Flammhemmende Abdichtungssysteme würden die Sicherheit im Falle eines Brandes erhöhen. Durch spezielle Zusätze seien bspw. die Abdichtung Triflex BTS-P (S1) und die Beschichtung Triflex BFS (S1) schwer entflammbar. Das Brandverhalten beider Systeme sei u. a. in der Klasse B1 nach DIN 4102 eingestuft.

Auch für die energetische Sanierung habe Triflex spezielle Lösungen entwickelt. Wärmedämmsysteme wie Triflex BIS würden Wärmebrücken verhindern und die Energiebilanz von Häusern verbessern. Bei durchfeuchteten Untergründen kämen Entkopplungssysteme wie Triflex ProDrain zum Einsatz. In Kombination mit einem Abdichtungssystem ermögliche dieses eine Entlüftung des Bodens.

Darüber hinaus könne Flüssigkunststoff Laubengänge individuell gestalten. Micro Chips können eine aufgelockerte Struktur geben. Motive, Bordüren und großflächige Designs wie Ornamente, Piktogramme oder Fliesenmuster seien möglich. Mischungen aus natürlichem Marmorkies und Polyurea-Harz können als Drainage dienen und gleichzeitig mediterranes Flair vermitteln.

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