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Zusammenarbeit gefragt

Schwebende Endmontage in 15 Metern Höhe

Um den 45 m langen und 15 m hohen Träger mit seinem Gesamtgewicht von 58 t heben zu können, wurden beide Krane jeweils mit Hauptausleger und 140 t Ballast konfiguriert.

Ludwigsburg (ABZ). – Bei einem Feiertagseinsatz hob der Krandienstleister Wiesbauer aus Bietigheim-Bissingen auf dem Baustahl-Lagerplatz der Gebr. Lotter KG in Ludwigsburg einen 45 m langen und 58 t schweren Portalkran. Zum Einsatz kamen dabei ein Terex AC 700 und ein Demag AC 500-8 All-Terrain-Kran. Sie hoben die Last in einem Tandemhub an den vorgesehenen Aufbauplatz – und mussten dabei buchstäblich ein gehöriges Maß an Durchhaltevermögen beweisen. Bereits die Job-Beschreibung ließ erahnen, dass es sich bei diesem Projekt in vielerlei Hinsicht um eine Herausforderung der besonderen Art handelte: Denn der sperrige Portalkran musste zunächst vom Anliefer-Lkw abgeladen und anschließend per Tandemhub in die Sollposition gebracht werden. Dort sollte er dann schließlich freischwebend endmontiert werden, da eine Ablage der Kranbrücke auf dem Aufstellplatz wegen Lagerguts und des laufenden Betriebs nicht möglich war. "Wegen der zu überbrückenden Distanzen und den damit verbundenen großen Ausladungen sowie aufgrund des Lastgewichts entschieden wir uns bei diesem Einsatz für unseren AC 700 und den AC 500-8", berichtet Marco Wilhelm von der Wiesbauer GmbH & Co. KG, der den Einsatz projektiert und geplant hatte.

Doch vor dem Hub mussten die beiden Krane zunächst einmal am Einsatzort aufgebaut werden – und zwar bei laufendem Betrieb, ohne die Arbeitsprozesse des Kunden wesentlich zu behindern. Gleiches galt natürlich auch beim Abbau der Krane nach erfolgreich abgeschlossenem Hub. Dabei kam erschwerend hinzu, dass auf dem Lagerplatz an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr gearbeitet wird, so dass dem Wiesbauer-Team wenig Spielraum zur Verfügung stand, an dem die Arbeit auf dem Lagerplatz ruhte. "Auch diese Anforderung legte den Einsatz dieser beiden Krane nahe, da sie besonders montagefreundlich konstruiert sind und einen schnellen Auf- und Abbau ermöglichen", erklärt Marco Wilhelm.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse gab es auf dem Gelände zudem nur eine Stelle, an der beide Krane für den Tandemhub nebeneinander positioniert werden konnten – und die lag für einen der Krane in gehöriger Entfernung von der Montageposition des Portalkrans entfernt. "Das bedeutete, dass wir den Hub mit beachtlichen Ausladungen durchführen mussten", erklärt Marco Wilhelm. Die höchste Belastung mutete das Wiesbauer–Team dabei dem AC 700 Kran zu: Er musste mit seiner Lastseite die komplette Breite des Lagerplatzes bis zur hinteren Kranbahnschienenachse überbrücken. Die dazu erforderliche Maximal-Ausladung betrug dabei 42 m; die des AC 500-8 Krans immerhin bis zu 24 m. Durch den Einsatz des AC 700-9 konnte bei der Ausladung aber auf eine zeitaufwendige und kostenintensive Zusatzausrüstung verzichtet werden.

Um den 45 m langen und 15 m hohen Träger mit seinem Gesamtgewicht von 58 t heben zu können, wurden beide Krane jeweils mit Hauptausleger und 140 t Ballast konfiguriert. So gerüstet waren sie in der Lage, die Last auf eine Höhe von 15 m zu heben und in einem präzisen Schwenk exakt an die gewünschte Position zu schwenken. Dort wurde der Portalkran dann mit Hilfe eines weiteren Teleskopkrans in der Luft schwebend endmontiert.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 16/2018.

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