Zwei auf einen Streich

Neue Tunnelbagger-Modelle wurden vorgestellt

Thalgau/Österreich (ABZ). – Seit 2018 ist der Wimmer-eigene Tunnelvortriebsbagger Blue Bader auf dem Markt und mittlerweile bei Bauprojekten auf der ganzen Welt im Einsatz. Jetzt geht es nach Unternehmensangaben Schlag auf Schlag.
Wimmer Tunnelbau
Seit September 2021 ist der erste eBadger im Dauertest-Einsatz im ZaB (Zentrum am Berg) am Erzberg. Foto: Wimmer Hartstahl

Dem dieselangetriebenen Blue Badger, werden eine elektrifizierte Variante – der eBadger – und eine Mini-Variante – der miniBadger – zur Seite gestellt. Damit stehen künftig drei Tunnelvortriebsbagger bereit. Der miniBadger ist ein Einsatzgerät für den Tunnelvortrieb ab 6,2 m² Tunnelquerschnittsfläche. Die Arbeitshöhe liegt bei 2,7 m. Das Kompaktgerät hat keine Fahrerkabine und wird ausschließlich über eine Funkfernsteuerung betrieben. Die neu entwickelte Funkfernbedienung überzeugt mit den großen Joysticks, die das permanente Arbeiten mit Parallelbewegungen möglich macht, teilt der Hersteller mit.

Der miniBadger ist das Ergebnis von Kundenanforderungen, erzählt Geschäftsführer Andreas Wimmer: "Werden Wasserdruckstollen, Abwassertunnel, Versorgungstunnel oder ähnliches erstellt, dann sind die Querschnitte oft kleiner als 3,5 Meter und der Blue Badger passt schlichtweg nicht hinein. Daher entstand die Idee eine mini-Version zu entwickeln." Was den miniBadger einzigartig mache, sei sein relativ hohes Arbeitsgewicht im Vergleich zu seiner geringen Arbeitshöhe. Der 'mini' erreicht ein Eisatzgewicht von rund 12 t. "Dieses Gewicht ist für den Tunnelvortrieb auch notwendig, um dem Vorschubdruck auch wirklich in die Tunnelwand zu bringen", erklärt Andreas Wimmer. Der Tunnelvortriebsarm falle zwar kürzer aus als beim Blue Badger, sei aber aufgrund des gleichen Schnellwechslers mit allen Anbauwerkzeugen wie beim Blue Badger einsetzbar.

Ein weiterer Pluspunkt für den miniBadger: Durch die ausschließliche Funkfernsteuerung ist der Baggerfahrer zu jeder Zeit in sicherer Entfernung zu einem möglichen Gefahrenbereich. Seit September 2021 ist der erste eBadger im Dauertest-Einsatz im ZaB (Zentrum am Berg) am Erzberg. Der Antrieb des Baggers läuft über einen Elektromotor, der eine Leistung von bis zu 50 kW liefert. Damit erreicht der E-Bagger eine höhere hydraulische Leistung aufgrund eines 15 % höheren Wirkungsgrads als der Blue Badger. Während des Arbeitsprozesses ist der eBadger an das Stromnetz angeschlossen. In weiterer Folge wird es auch noch einen zeitlich begrenzten Batteriebetrieb geben. Dieser befindet sich gerade noch in Entwicklung. Die Batterie soll dann im Arbeitsbetrieb automatisch mitgeladen werden und das netzungebundene Bewegen des Geräts von und zum Einsatzort möglich machen. Ein weiterer großer Vorteil des eBadgers ist das komplett abgasfreie Arbeiten. "Elektrisch angetriebene Baumaschinen sind die Zukunft. Deshalb sind wir sehr stolz auf den ersten E-Bagger von Wimmer", resümiert Wimmer abschließend.

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