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Zwei Jahre nach Übernahme durch Wielton

Langendorf wurde erfolgreich integriert

Vertragsunterzeichnung im Jahr 2017 (v. l.): Pawet Szataniak, Chairman Wielton, Dr. Klaus P. Strautmann, Mariusz Golec, CEO Wielton and Tomasz Sniatala, CFO Wielton.

Waltrop (ABZ). – Von der Branche mit sehr hoher Aufmerksamkeit bedacht, wurde am 26. Mai 2017 die Übernahme eines Großteils von Langendorf durch Wielton bekannt gegeben. Die verbliebenen Prozente werden bis zum Jahr 2022 ebenfalls in den Besitz des börsennotierten polnischen Unternehmens übergehen. Damit ist 2017 der, gemessen an den Absatzzahlen in Europa, drittgrößte Nutzfahrzeughersteller Europas entstanden. Die im Vorfeld geplanten positiven Auswirkungen auf den Traditionshersteller in Waltrop konnten nach eigener Aussage vollumfänglich umgesetzt werden. Während die Markenidentität von Langendorf komplett erhalten wurde, ist die Belegschaft in Waltrop von 270 auf 301 Mitarbeiter angewachsen. Weitere Einstellungen seien geplant. Auch habe man bereits Synergieeffekte im Bereich Forschung und Entwicklung sowie im Einkauf erzielen können, die sich nach Angaben des Unternehmens positiv auf die betrieblichen Kennziffern niederschlagen. Zudem wurden der Standort und das Produktprogramm unverändert weitergeführt. Befürchtungen, nach denen der Standort Waltrop in den polnischen Mutterkonzern integriert werde, haben sich nicht bewahrheitet. Auch Dr. Klaus P. Strautmann, geschäftsführender Gesellschafter von Langendorf, betont: "Es gab nie den geringsten Zweifel der Konzernmutter an unserem Standort im Herzen des Ruhrgebiets."

In den vergangenen beiden Jahren habe sich Langendorf zu einer wichtigen Stütze des gesamten Konzerns entwickelt. Von Waltrop werden im deutschen Raum, BeNeLux und in die Schweiz die Produkte aus dem General-Cargo-Bereich des Wielton-Konzerns vertrieben. Langendorf ist für die gleichen Regionen Ansprechpartner wie für die Produkte der Konzernschwestern Fruehauf (Kofferfahrzeuge) und Lawrence David (rungenlose Curtainsider). Für die gesamte Gruppe wurde in Waltrop das Kompetenzzentrum Tieflader etabliert. Im Laufe der nächsten Zeit soll diese personell weiter ausgebaut werden. Ein erstes Resultat werde auf der kommenden Messe TiefbauLive in Karlsruhe gezeigt. Der hier vorgestellte Tieflader wurde komplett in Waltrop gefertigt. Dr. Strautmann: "Um eine hochwertige Qualität unserer Fahrzeuge zu gewährleisten, beziehen wir Teile ausschließlich von anerkannten OEMs. Natürlich werden unsere Chassis, insofern wir diese nicht in Waltrop herstellen, aus Polen von Wielton geliefert – immerhin Stückzahlmäßig Nummer drei in Europa und Nummer zehn in der Welt."

Trotz des derzeit oft skizzierten Einbruchszenarios seien auch die Beschäftigungsverhältnisse im Wielton Konzern gut. Wielu selbst sei außerordentlich gut beschäftigt durch eine verstärkte Nachfrage nach allen Produkten aller 18 Baureihen aus Russland. Hinzu komme, dass rd. 3000 Chassis zusätzlich für Lawrence David in England produziert werden müssen. Ebenfalls ausgelastet sei das Werk von Fruehauf in Auxerre.

Diese positiven Entwicklungen strahlen auch auf Langendorf aus, wie Dr. Strautmann erklärt: "Um unsere Konzernschwestern zu unterstützen, werden wir in Waltrop voraussichtlich Alu-Halbschalen für Frankreich produzieren. Ebenfalls denken wir darüber nach, die Fertigung von Schrottkippern bei Langendorf zu übernehmen. Noch nicht entschieden, aber sehr wahrscheinlich ist, dass wir auch Schubbodenfahrzeuge montieren werden. Wielu möchte, dass wir unsere Stammmannschaft halten und teilweise noch ausbauen."

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