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Zwei Leichtbeton-Neubauten

Bewusst auf zusätzliche Dämmung verzichtet

Bisotherm, Baustellen, Dämmstoffe, Leichtbeton

600 m² der Umfassungswände des zweigeschossigen Kulturamtes sind mit Bisomark 12 DF ausgeführt. Aufgrund der Zweigeschossigkeit sind die Anforderungen an die zulässigen Druckspannungen geringer, so dass hier der Bisomark die richtige Wahl ist.

HOMBURG (ABZ). - Derzeit laufen die Arbeiten am Neubau "Soziales Kompetenzzentrum" für den Saarpfalzkreis und die Stadt Homburg auf Hochtouren. Links und rechts des bestehenden Jobcenters entstehen zwei Hochbauprojekte parallel. Nach Fertigstellung erfolgt die Zusammenführung aller Teileinrichtungen zu einem Ganzen in der Innenstadt, nahe dem Rathaus und der Kreisverwaltung. Bevor die Bodenplatten der Neubauten erstellt werden konnten, mussten für beide Projekte aufgrund schlechten Baugrunds Bohrpfähle eingebracht werden. Die beiden Bodenplatten wurden deshalb konstruktiv als Decken auf Zerrbalken mit punktförmigen Auflagern berechnet und ausgeführt.

Durch die frühzeitige und umfassende Abstimmung bei der Bau- und Tragwerksplanung sowie der Ausführungsplanung in Abstimmung mit dem Mauerwerkshersteller erfolgt der Bauablauf reibungslos, ohne zusätzliche Baustellentermine und Planungsänderungen. Im Ergebnis hat das ausführende Bauunternehmen korrekt kalkuliert und der Auftraggeber blieb von Nachträgen verschont, heißt es vonseiten der Bisotherm GmbH. Auch die parallel zur Rohbauausführung laufende Planung und Ausschreibung der nachfolgenden Gewerke erfolgen in enger Abstimmung mit dem Mauerwerkshersteller, um die jeweils optimale Ausführung passend zum System herauszuarbeiten, bei gleichzeitiger Kontrolle der Wirtschaftlichkeit. Schon während der Planungsphase hatten die Baubeteiligten sowohl die Gesamtbaukosten als auch die Gebäudebewirtschaftungskosten im Blick. Deshalb kam für beide Projekte nur ein homogener Massivbau in Betracht. Zur Erfüllung der bautechnischen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen wurde für das Jugendamt der Bisorocket und für das Kulturamt der Bisomark ausgewählt.

Da der Bauherr, die SEG mbH, nach der Baufertigstellung das Objekt dem Saarpfalzkreis übergibt, werden die kompletten Lebenszykluskosten sowohl bei der Planung als auch bei der Auswahl des Bauverfahrens, der Festlegung der Baustoffe und Bauelemente unmittelbar mit bewertet. So forderte der Bauherr von Anbeginn einen einschaligen, monolithischen Massivbau, der ohne Zusatzmaßnahmen, bspw. einer Zusatzdämmung innen oder außen, die Vorgaben der EnEV weit übertrifft und die Klimatisierungsaufwendungen über den gesamten Jahresverlauf minimiert.

Nach Abschluss der Tragwerksberechnungen in Verbindung mit der energetischen Gebäudeoptimierung durch das Büro für Tragwerksplanung, Weber Ingenieure, fokussierte sich die Auswahl aufgrund bautechnischer, bauphysikalischer und kalkulatorischer Überprüfungen auf drei Mauerwerkssysteme von Bisotherm. Um den jeweiligen Anforderungen gezielt Rechnung zu tragen, kommt für das fünfgeschossige Jugendamt größtenteils der Bisorocket zum Einsatz und "punktuell" Bisomark und Bisoplan. Für das zweigeschossige Kulturamt wird ausschließlich das Mauerwerkssystem Bisomark verarbeitet. Der Bauherr achtete bei der weiterführenden Rohbauerstellung auf Optimierungsmöglichkeiten aufgrund der Gründungskosten, was mit dem Verarbeiten der Bisotherm Mauerwerkssysteme auch gelang. Jedes System ist auf sich abgestimmt und ermöglicht einen raschen Baufortschritt, heißt es von Herstellerseite. Durch die Mauerwerks-Lochfassade können aufwändige Tragkonstruktionen vermieden werden, Lasten werden über das Außenmauerwerk und im Inneren durch Betonstützen und Unterzüge abgetragen, durch die nach eigenen Angaben hervorragenden Dämmeigenschaften des Bisotherm-Mauerwerks kann auf Wärmedämmung fast vollständig verzichtet werden. Ausnahme sind lediglich die Betonelemente die mit systemkonformen Dämmelementen dem hochwärmedämmenden Mauerwerk angepasst werden. Die in neuester Zeit immer häufiger aufkommenden Kritiken bezüglich des "Dämmwahns" kommen hier bewusst nicht zum Tragen, aufgrund des Bausachverstandes des Bauherren: Also keine hermetische Abdichtung/Versiegelung durch Dämmung, sowie durch den Verzicht auf innenliegende, gefangene Räume ist eine Lüftungsanlage überflüssig, was die Bau- und Betriebskosten weiter reduziert.

Für die Bauausführung beider Projekte zeichnet sich das ortsansässige Bauunternehmen Ehrhardt + Hellmann GmbH verantwortlich. Für die Bauleitung verantwortlich ist Michael Ehrhardt, der von dem Polier Vicari Carmelo unterstützt wird. Das führt beide Bauprojekte parallel zueinander mit eigenen Baufachleuten aus. Dabei wechseln sich das Betonbauer- und Maurer-Team miteinander ab. Während die Erdgeschossdecke für das Kulturamt erstellt wird, wird das Mauerwerk für das Erdgeschoss des Jugendamtes erstellt. Mit der Ausführung der Mauerwerkskonstruktionen, einmal mit dem Bisomark, dem Bisoplan und mit dem Bisorocket, haben sich die Maurerteams nach Einweisung schnell angefreundet.

Das Nut- und Federsystem erleichtert die rasche und exakte Reihenverlegung, so dass die Überbindemaße nach den Mauerwerksrichtlinien eingehalten werden. Bei anspruchsvollen Gebäudeformen, wie der Rundung auf der Nordseite des Kulturamtes, wurden von der technischen Abteilung bei Bisotherm detaillierte Verlege Pläne angefertigt, nach denen dann das Mauerwerk angelegt wurde.

So war auch das Mauern runder Außenwände mit exaktem Überbindemaß schnell erledigt. Auf die exakte Ausführung achtete der Polier besonders, um einen handwerklich korrekt erstellten Rohbau zu gewährleisten. Bei den Brüstungen wurde aus Qualitätsgründen auch das Bewehrungsband, Bestandteil im Mauerwerkssystem von Bisotherm, in der letzten Lagerfuge eingelegt. So lassen sich übliche Rissbildungen zuverlässig vermeiden. Auch bei der Sturzverlegung über den Fensteröffnungen wur-de baufachmännisch gearbeitet und zwischen die beiden Fertigteilstürze ein passender Dämmstoffstreifen eingelegt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 33/2015.

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