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Zwei neue Modelle

Erste Radbagger nach Stage 4 im Programm

Hyundai, Bagger und Lader

Die neuen Radbagger HW140 und HW210 (Foto) erfüllen die Abgasnorm Stage 4. Bei beiden neuen Modellen sind die Feinstaub- und Stickstoffoxid-Emissionen gegenüber der 9er-Baureihe um 90 % reduziert.

Geel/Belgien (ABZ). – Die Hyundai Heavy Industries Europe hat auf der bauma zwei neue Radbagger eingeführt. Bei den Maschinen HW140 und den HW210 handelt es sich um die ersten Radbagger im Hyundai-Programm mit Abgasnorm Stage 4-konformen Motoren. Die neue HW-Radbaggerserie bietet Herstellerangaben zufolge perfekte On- und Off-Road-Mobilität und dazu die nötige Leistung und Flexibilität für zahlreiche Einsatzgebiete.

Die neuen Maschinen HW140 und HW210 stattet ein Cummins QSB6.7-Motor mit viel Kraft und nicht minder exzellenten Verbrauchswerten aus. Der HW140 mit einem Einsatzgewicht von 13 880 kg verbraucht beim Lkw-Beladen und Einebnen bis zu 15 % weniger Kraftstoff als die 9er-Maschinenreihe. Der HW210 hat ein Betriebsgewicht von 21200 kg und erwirtschaftet bei derselben Tätigkeit einen Kraftstoffvorteil von bis zu 20 %. Bei beiden neuen Modellen sind die Feinstaub- und Stickstoffoxid-Emissionen gegenüber der 9er-Baureihe um 90 % reduziert, heißt es vonseiten des Herstellers.

Die Maschinen bieten einfachen Zugang zur DEF/AdBlue-Versorgung – der Behälter ist im Werkzeugfach untergebracht und wird über einen von außen gut erreichbaren Stutzen befüllt. Eine rote Lampe signalisiert, wenn der Behälter voll ist, und schützt vor Überfüllen. Wartung und Filteraustausch gestalten sich bei dem System durch die Anordnung des DEF/AdBlue-Zuführmoduls Seite an Seite mit dem Kraftstofftank einfach.

Die Anzahl der ein- und ausgehenden Steuersignale wurde bei der HW-Serie bewusst zugunsten besserer Kraftstoffeffizienz minimiert, heißt es weiter. Drei Leistungsbetriebsarten unterstützen den gezielten Einsatz der Maschinenleistung je nach Anspruch der Aufgabe – von schwer bis leicht. Genauso ermöglicht eine Eco-Anzeige den konsequent wirtschaftlich orientierten Betrieb, indem sie den Fahrer laufend über die Maschinenzustände informiert. Die Eco-Anzeige ändert ihre Farbe mit dem Motordrehmoment und begünstigt Kraftstoffeinsparungen. Außerdem werden Kraftstoffverbrauchswerte wie Durchschnittsverbrauch und Gesamtverbrauch überwacht und am Monitor angezeigt. Die Intelligent Power Control (IPC) steuert die Maschinenleistung intelligent je nach den Arbeitsbedingungen. Der Modus kann über das Display aktiviert oder deaktiviert werden. Im Aushubmodus lässt sich der Pumpenförderstrom kraftstoffsparend und einfach mit einem Umschaltventil beeinflussen.

Die elektronische Lüfterkupplung reduziert Geräusche im Maschinenbetrieb und spart Kraftstoff, wozu sie die Drehzahl präzise nach der Hydrauliköl- und Kühlmitteltemperatur der Arbeitsmaschine reguliert. Ein weiterer positiver Effekt ist die kürzere Aufwärmzeit des Hydrauliköls. Ein wichtiges Plus bei der HW-Serie ist zudem die optimierte Schmierung der Verbindungen zwischen Ausrüstung und Anbaugeräten. Verschleißbeständige, langlebige Bolzen, Buchsen und Polymerscheiben sorgen für kleinstmögliche Spaltmaße zum Anbaugerät und kombinieren die "reibungslose" Funktion mit hoher Zuverlässigkeit und langer Lebensdauer. Einen wesentlichen Beitrag zu der Dauerhaltbarkeit der Ausrüstung leisten die hochwertigen Schläuche mit verbesserter Hitze- und (Hoch-)Druckbeständigkeit an der HW-Serie.

Zu den neuen Sicherheitseinrichtungen gehört das als Wahlausstattung erhältliche Hyundai-exklusive AAVM (Advanced Around View Monitoring)-System, das dem Fahrer bei der Arbeit eine virtuelle 360°-Rundumsicht gewährt – angezeigt an dem 8-yxz-Armaturentafel-Monitor. Das System besteht aus einem AVM-System für den 360°-Blick um die Maschine und einem IMOD (Intelligent Moving Object Detection)-System, das Objekte erkennt, die sich im Umkreis von 5 m um die Maschine bewegen, und den Fahrer warnt.

Serienmäßig ist bei der HW-Serie das von HHI entwickelte Fernmanagementsystem Hi-Mate. Die Technologie arbeitet satellitengestützt und bietet Kunden Service- und Produktunterstützung. Der Nutzer hat aus der Ferne per Knopfdruck Zugriff auf Informationen wie Maschinenleistung, Diagnosedaten und Maschinenstandort. Es kann sogar ein virtueller "Geo-Fence" programmiert werden – der Zaun verhindert, dass die Maschine einen bestimmten Bereich verlässt. Weitere erhältliche Optionen sind eine Schwenksperre, die unter bestimmten Umständen die Stabilität erhöht und dadurch höhere Arbeitsgeschwindigkeit und Produktivität ermöglicht, sowie eine Schwenkfeinsteuerung, mit der sich Schwenkbewegungen feinfühlig führen lassen.

In der Kabine erwartet Bediener die intelligente und große Armaturentafel. Das kapazitive 8-Zoll-Display (mit Smartphone-ähnlicher Technik) der HW-Serie ist 30 % größer als im Vormodell und mühelos lesbar. Mittig im Display sind wichtige Anzeigen, wie z. B. der Harnstoffvorrat im DEF/AdBlue-Versorgungssystem, angeordnet. Ebenfalls über die Armaturentafel bedient der Fahrer Audioanlage, Klimaanlage und Heizung und hat bequemen und zentralen Zugriff auf Scheibenwischer, Lampen, Überlastwarnung, Fahralarm und Neigungssensor. Mit dem integrierten Haptik-Controller bedient der Fahrer komfortabel Gas, Klimaanlage und die Funktionen der Armaturentafel. Sollte die Haptik-Steuerung ausfallen, wird an der Armaturentafel ein Not-Modus aktiviert, sodass die Bedienung ausfallsicher ist. Die Maschinen profitieren außerdem von einem neuen Audio-System inklusive Radio, USB-MP3-Player sowie integrierter Bluetooth-Freisprecheinrichtung und eingebautem Mikrofon für das bequeme und sichere Telefonieren aus der Maschine und in die Maschine. Das Radio wurde von hinten an eine handlichere Stelle rechter Hand verlegt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 25/2016.

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