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# Deutz überarbeitete SCR-Strategie reduziert Ausfallzeiten
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/deutz-scr-strategie-ausfallzeiten-reduktion/
- Published: 2026-10-26T08:49:45.000Z
- Updated: 2026-10-26T08:49:45.000Z
- Description: Deutz präsentiert eine neue SCR-Strategie, die Ausfallzeiten bei Baumaschinen reduziert und die Verfügbarkeit erhöhen soll. Die Lösung berücksichtigt Rückmeldungen von Nutzern und passt sich US- und EU-Normen an.
- Author: ABZ
- Tags: Maschinensteuerung, Baumaschinen und Technik

Köln (ABZ) | Deutz hat seine Strategie für das Inducement der selektiven katalytischen Reduktion (SCR) bei Off-Highway-Verbrennungsmotoren überarbeitet. Die neue Strategie soll ab dem vierten Quartal 2026 verfügbar sein und Herstellern von Baumaschinen sowie Maschinenbetreibern in wichtigen Märkten mehr Flexibilität bieten. Nach Angaben des Unternehmens erfüllt das Konzept weiterhin die geltenden Normen und gesetzlichen Anforderungen in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten.

Die überarbeitete Strategie wird sowohl als Software-Update für bereits eingesetzte Motoren als auch für neu produzierte Aggregate angeboten. Hintergrund sind angepasste Leitlinien der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA (IACD-2025 10). Diese berücksichtigen unter anderem Rückmeldungen von Landwirten, Maschinenbetreibern und Lkw-Fahrern, deren Fahrzeuge und Maschinen bei Problemen mit dem SCR-System plötzlich in ihrer Leistung reduziert wurden. Mögliche Ursachen sind ein niedriger Füllstand der Diesel Exhaust Fluid (DEF), eine unzureichende DEF-Qualität oder Manipulationen am System.

»Die neue Strategie schafft große Vorteile für unsere Kunden, eine höhere Maschinenverfügbarkeit, weniger Ausfallzeiten und ein einfacheres Flottenmanagement,« sagt Markus Villinger, CEO der Business Unit Engines bei DEUTZ. „Die anwenderfreundlichere SCR-Strategie setzen wir natürlich im Einklang mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ein – für mehr Produktivität und eine zukunftssichere Emissionslösung.“

Für Erstausrüster (OEMs), die ihre Motoren ohne regionalspezifische Datensätze in möglichst vielen Märkten einsetzen möchten, bietet Deutz eine harmonisierte SCR-Inducement Strategie mit US-/EU-Dual-Label an. Diese basiert auf den EU-Vorschriften und ermöglicht den Einsatz der Motoren sowohl in der Europäischen Union als auch in den Vereinigten Staaten. OEMs, die ihre Produkte ausschließlich in den USA vertreiben, können nach Herstellerangaben, soweit verfügbar, alternativ einen reinen US-Datensatz wählen.

Künftige Motoren mit US-/EU-Doppelzertifizierung sowie überarbeitete Motoren, die ausschließlich für die Emissionsstufe US T4 zugelassen sind, sollen insbesondere bei Problemen mit der DEF-Qualität und bei Manipulationen weniger streng reagieren. In bestimmten Fällen verlängert sich dadurch die Zeit bis zum finalen Inducement laut DEUTZ von bisher vier auf bis zu 100 Stunden. Das bislang für die Emissionsstufe US T4 vorgeschriebene »FORCED IDLE« soll künftig entfallen.

Maschinenbetreiber erhalten damit mehr Zeit, die Ursache einer Störung zu beheben, während sie ihre Arbeit fortsetzen können. Nach Angaben des Herstellers lassen sich so ungeplante Unterbrechungen reduzieren und Service- sowie Wartungsarbeiten besser planen. Insbesondere bei älteren Maschinenflotten soll das Risiko unerwarteter Stillstände sinken.