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# Parkhaus in Lingen erhält neue Klinkerhülle
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/fassade-erneuert-parkhaus-in-lingen-erhaelt-neue-klinkerhuelle-63035/
- Published: 2025-09-17T02:53:00.000Z
- Updated: 2025-09-17T02:53:00.000Z
- Description: Das Parkhaus in Lingen erhält eine langlebige Klinkerfassade aus weißen Röben-Keramikklinkern gegen Algen-, Pilzbefall.
- Author: ABZ
- Tags: Mauerwerksbau, Baustoffe und Materialien

Lingen (ABZ). – Ein Parkhaus am Medicus Wesken Gesundheitszentrum in Lingen hat eine neue Fassade aus weißen Klinkern erhalten. Die ursprüngliche Putzfassade war durch Algen- und Pilzbefall stark beschädigt worden.

Das im Jahr 2009 fertiggestellte Gesundheitszentrum westlich der Lingener Altstadt umfasst ein Parkhaus mit 230 Stellplätzen. Während der Hauptkomplex eine beigefarbene Verkleidung aus vertikal ausgerichteten Keramikplatten erhielt, wurden das rückseitige Staffelgeschoss und die Außenhülle des Parkhauses oberhalb eines 4 m hohen Sockelbereichs als weiße Putzflächen ausgeführt.

Die hellen Putzflächen zeigten laut Angaben der Verantwortlichen bereits wenige Jahre nach der Fertigstellung deutliche Verschmutzungen und mussten bereits dreimal neu gestrichen werden. Zuletzt entwickelte sich ein aggressiver Pilz auf der Oberfläche, der den Putz beschädigte.

Der Betreiber des Ärztehauses entschied sich daher für eine grundlegende Modernisierung der Putzfassade. Für die neue Außenhülle kam der Röben-Keramikklinker OSLO perlweiß als Sparverblender mit 55 mm Tiefe zum Einsatz. Oberhalb der vorgehängten Fassade wurde zunächst umlaufend eine tragfähige Edelstahlabfangung am Stahlbeton montiert, die eine sichere Auflage der Klinker gewährleistet.

Auf der zu mauernden Höhe von 7,5 m wurden aus statischen Gründen zwei weitere Konsolenbänder zur geschossweisen Abfangung installiert.

Die Klinker wurden mit Mauerwerksankern mit der tragenden Konstruktion verbunden. Als Besonderheit diente weißer Mörtel als Mauer- und Fugmörtel in einem Arbeitsgang, da bei Sparklinkern der Mauermörtel wegen der geringeren Auflagefläche nicht ausgekratzt werden darf. Die neue Klinkerfassade soll nach Herstellerangaben dauerhaft Bestand haben.

Durch die geringe Wasseraufnahme des keramischen Materials nehmen die glatten Klinker kaum Feuchtigkeit auf, sodass oberflächlich aufliegende Schmutzpartikel vom Regen abgewaschen werden. Auch Pilze haben laut Röben keine Chance, sich auf den hart gebrannten Steinen festzusetzen.