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# Handwerk in Baden-Württemberg: Aufschwung lässt auf sich warten
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/handwerk-baden-wurttemberg-aufschwung-anspannung-investitionen/
- Published: 2026-10-01T12:42:52.000Z
- Updated: 2026-10-01T12:42:52.000Z
- Description: Die Stimmung im baden-württembergischen Handwerk ist angespannt. Nur 43 Prozent der Betriebe sehen ihre Geschäftslage als gut, während Aufträge und Investitionen weiter sinken.
- Author: dpa
- Tags: Konjunktur, Unternehmen und Wirtschaft

Stuttgart (dpa) | Die Stimmung in den baden-württembergischen Handwerksbetrieben bleibt angespannt. «Der kürzlich von Wirtschaftsforschern berichtete leichte Aufschwung kommt im Handwerk noch nicht an», sagte der Präsident des Verbands Handwerk BW, Rainer Reichhold, laut Mitteilung. Schwache Aufträge, gebremste Investitionen und sinkende Erwartungen zeigten, dass von einer Konjunkturwende in der Breite keine Rede sein könne.

Handwerk BW verwies auf seine jüngste Konjunkturumfrage für das dritte Quartal dieses Jahres, an der nach eigenen Angaben 2.600 Betriebe aus dem Südwesten teilgenommen haben. Demnach habe sich die Stimmung im Vergleich zum Vorquartal zwar etwas verbessert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verdüsterte sich das Bild aber merklich. Nur noch 43 Prozent der Betriebe bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage als gut, im Vorjahresquartal seien es noch 59 Prozent gewesen. Derweil stieg der Anteil der Betriebe mit schlechter Geschäftslage von 14 auf 20 Prozent.

Bei den Auftragseingängen meldeten nur 17 Prozent der Betriebe einen Anstieg, 38 Prozent verzeichneten hingegen einen Rückgang. Für das Schlussquartal rechneten 17 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, 26 Prozent mit einer Verschlechterung. Damit seien die Aussichten nur minimal besser als im Vorquartal.

Die Betriebe bräuchten wieder Luft für Investitionen und damit Gründe zur Zuversicht. «Wenigstens aus Stuttgart braucht es diese Impulse, wenn schon nicht aus Berlin», sagte Reichhold. Weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise und gezielte Investitionsanreize könnten dazu einen konkreten Beitrag leisten.