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# IKT und CTHR eröffnen fünf Büros in China
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/ikt-cthr-bueros-china-peking-shanghai-chongqing-jinan-lanzhou/
- Published: 2026-09-10T09:03:37.000Z
- Updated: 2026-09-10T09:03:37.000Z
- Description: Das IKT und die CTHR haben fünf gemeinsame Büros in Peking, Shanghai, Chongqing, Jinan und Lanzhou eröffnet. Sie sollen als Anlaufstellen für Weiterbildung, Forschung und Qualitätssicherung im Bereich der unterirdischen Infrastruktur dienen.
- Author: ABZ
- Tags: Weiterbildung, Job und Karriere

Peking|China (ABZ) | Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur und die Chengtong Human Resources Company Ltd. (CTHR) haben eine Zusammenarbeit zur Weiterbildung, Forschung und Qualitätssicherung im Bereich der unterirdischen Infrastruktur vereinbart. Zum Auftakt wurden bei einer Veranstaltung am Hauptsitz von CTHR in Peking fünf gemeinsame Büros in China eröffnet.

Rund 60 Gäste nahmen nach Angaben des IKT an der Eröffnungsveranstaltung teil. Das IKT war durch Geschäftsführer Roland W. Waniek, den Wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler und Yongxiang Qiao, Leiter der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit, vertreten. Gemeinsam mit CTHR-Geschäftsführer Cheng Gong stellten sie die geplanten Aktivitäten vor.

Die gemeinsamen IKT-CTHR-Büros befinden sich in Peking, Shanghai, Chongqing, Jinan und Lanzhou. Sie sollen nach Angaben der Partner als regionale Anlaufstellen für Weiterbildungsangebote, Forschungskooperationen und Fragen der Qualitätssicherung dienen. Gleichzeitig sollen sie den Kontakt zu Bildungseinrichtungen, Forschungspartnern, Netzbetreibern und Unternehmen in verschiedenen Regionen Chinas erleichtern.

Die Veranstaltung in Peking bildete den gemeinsamen Auftakt für die fünf Standorte. Die Programme sollen nach Angaben der Partner schrittweise aufgebaut und an regionale technische, organisatorische und betriebliche Anforderungen angepasst werden.

IKT und CTHR wollen gemeinsam Aus- und Weiterbildungsangebote für Fachkräfte der Abwasserwirtschaft entwickeln. Darüber hinaus sind spezialisierte Bildungsprogramme für Universitäten und Berufskollegs vorgesehen.

Nach Angaben des IKT sollen chinesische Wissenschaftler außerdem mit internationalen Forschungsprojekten vernetzt und Verfahren für Kanalsanierung und Kanalbetrieb zugänglich gemacht werden. Geplant sind zudem Systeme zur Qualitätssicherung für grabenlose Technologien. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen China und Deutschland soll dabei einen Schwerpunkt der Zusammenarbeit bilden.

Die Kooperation fällt nach Angaben des IKT in eine Phase umfangreicher Investitionen in die chinesische unterirdische Infrastruktur. Im Rahmen des 15\. chinesischen Fünfjahresplans für 2026 bis 2030 sollen demnach rund 5 Billionen Renminbi, umgerechnet etwa 640 Milliarden Euro, in den Neubau und die Modernisierung von ungefähr 770.000 Kilometern städtischer unterirdischer Leitungsnetze investiert werden.

Das Programm umfasst laut IKT unter anderem Gas-, Wasserversorgungs-, Entwässerungs- und Wärmenetze. Für Planung, Bau, Betrieb und Sanierung dieser Infrastruktur werden nach Angaben des Instituts entsprechend qualifizierte Fachkräfte sowie Prüf- und Qualitätssicherungssysteme benötigt.

Das IKT bringt nach eigenen Angaben mehr als 30 Jahre Erfahrung in praxisorientierter Forschung, Prüfung, Weiterbildung und technischer Beratung ein. Das Institut bearbeitet demnach konkrete Fragestellungen von Netzbetreibern und entwickelt sowie prüft Lösungen unter realitätsnahen Bedingungen. Diese werden laut IKT gemeinsam mit Betreibern in die Praxis übertragen.

CTHR ist nach Angaben des IKT ein Tochterunternehmen der China Chengtong Holdings Group Ltd., eines zentral verwalteten chinesischen Staatsunternehmens. Die Kooperation verbindet damit die Fachkompetenz des IKT im Bereich der unterirdischen Infrastruktur mit den Aktivitäten von CTHR in der Personalentwicklung und beruflichen Qualifizierung.

Zur Eröffnung überreichte die IKT-Delegation den chinesischen Partnern eine Trophäe in Form eines Kanaldeckels. Das Motiv soll die Verbindung zwischen dem Leben über der Erde und der darunterliegenden Infrastruktur darstellen. Die Zusammenarbeit soll nun nach Angaben der Partner mit Bildungsprogrammen, Forschungsprojekten und Aktivitäten zur Qualitätssicherung fortgeführt werden.