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# Komplexe Gerüsttechnik für Katzenbuckelbrücke
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/komplexe-geruesttechnik-katzenbuckelbruecke/
- Published: 2026-10-13T05:00:09.000Z
- Updated: 2026-10-13T05:00:09.000Z
- Description: Die Kölner Firma Odendahl hat komplexe Gerüste für die Sanierung der Katzenbuckelbrücke entwickelt. Die Anpassung an die brückenartige Form und die Gewichtsbeschränkungen zeigten hohe technische Präzision.
- Author: ABZ
- Tags: Gerüstbau, Baupraxis

**Köln** (ABZ) |Bereits 1937 gab es erste Pläne für eine Brücke über die Einfahrt des Mülheimer Hafens, um den Bewohnern des Stadtteils einen direkten Zugang zum Rheinufer zu ermöglichen. Verwirklicht wurde das Projekt erst zur Bundesgartenschau 1957\. Die heute als Katzenbuckelbrücke bekannte Spannbetonkonstruktion verbindet das Mülheimer Ufer mit der Rheinhalbinsel am Jugendpark und zählt zu den markanten Ingenieurbauwerken der Nachkriegszeit.

Seit 1989 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Derzeit werden an der Brücke Beton- und Korrosionsschutzarbeiten durchgeführt. Für die Sanierung errichtete die Kölner Gerüstbaufirma Odendahl die erforderlichen Arbeits- und Schutzgerüste. Die geschwungene Brückenkonstruktion mit ihren Rundungen und dem schräg verlaufenden Spannbogen stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung.

»Die Herausforderung bestand darin, das Gerüst an die Struktur der Brücke anzupassen und gleichzeitig durchgängige Arbeitsplattformen für die Sanierungsarbeiten zu schaffen«, erläutert Pierre Lapsin, technischer Leiter bei Odendahl. Zum Einsatz kamen rund 50 t RINGSCAFF-Gerüstmaterial des Hagener Herstellers Scafom-rux. Aufgrund der komplexen Form des Bauwerks musste die Konstruktion kleinteilig ausgeführt werden.

Die Montage erfolgte mit einem Team von bis zu vier Gerüstbauern. Neben den Betoninstandsetzungen umfassen die Arbeiten auch Korrosionsschutzmaßnahmen an Spannstäben sowie Arbeiten an den Pfeilergründungen. Besondere Anforderungen ergaben sich nach Unternehmensangaben im Bereich des Gewässerschutzes. Während auf einer Brückenseite eine Bodenwanne auf dem Gelände errichtet werden konnte, wurde der Gerüstabschnitt auf der gegenüberliegenden Seite als Hängegerüst ausgeführt.

Dort integrierten die Gerüstbauer eine Auffangwanne direkt in die Arbeitsebene. Für die Aufhängung galten strenge Gewichtsvorgaben. Nach Angaben des Unternehmens durfte die Konstruktion ein Gewicht von 710 kg je laufendem Meter nicht überschreiten. Entsprechend musste das Hängegerüst materialeffizient geplant werden, ohne die Nutzbarkeit der Arbeitsflächen einzuschränken. Die ­Gerüste sollen voraussichtlich drei bis vier Monate vor Ort verbleiben.