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# Geopolitische Krisen belasten Branche weiterhin
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/maschinenbauer-zurueckhaltung-bei-investoren-gross-65538/
- Published: 2026-05-19T12:10:05.000Z
- Updated: 2026-05-19T12:10:05.000Z
- Description: Der Maschinen- und Anlagenbau in Baden-Württemberg bleibt von Unsicherheiten geprägt. Geopolitische Krisen und wachsende Belastungen drücken auf Investorenverhalten und Arbeitsmarkt.
- Author: dpa
- Tags: Unternehmensmeldungen, Unternehmen und Wirtschaft

Stuttgart (dpa). - Der Maschinen- und Anlagenbau in Baden-Württemberg steht Verbandsangaben zufolge weiter unter Druck. Trotz erster Anzeichen einer allenfalls zögerlichen Marktbelebung sorgten die Risiken der Iran- und Ukraine-Kriege, eine weiterhin unberechenbare US-Zollpolitik sowie erneute Störungen in globalen Lieferketten für große Zurückhaltung bei den Investoren, teilte der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) in Baden-Württemberg mit.

«Solange geopolitische Krisen ungelöst bleiben und der Mut zu umfassenden Reformen für bessere Standortbedingungen in Deutschland und in der EU fehlt, wird die Unsicherheit hoch bleiben», sagte der Vorsitzende des VDMA in Baden-Württemberg, Mathias Kammüller, laut Mitteilung.

Neben den handelspolitischen Belastungen nehme auch der Wettbewerbsdruck aus China spürbar zu, hieß es laut Mitteilung. Chinesische Anbieter bauten ihre Position im internationalen Handel weiter aus, gestützt durch staatliche Subventionen. Für viele Unternehmen bedeute dies zusätzlichen Druck auf die Gewinnspannen.

Die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten sich laut VDMA zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus. 2025 sei die Beschäftigung in der Branche im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf rund 323.300 Mitarbeiter gesunken. Der Geschäftsführer des VDMA in Baden-Württemberg, Dietrich Birk, sagte, er rechne damit, dass sich der Trend des Personalabbaus festsetzt.

Die größten politischen Reformbaustellen lägen zwar in Europa und auf der Bundesebene, doch auch in der Landespolitik bestünden wichtige Hebel, hieß es laut Mitteilung. Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung setze wichtige Impulse für mehr Effizienz und schnellere Verfahren. «Die Ansätze gehen in die richtige Richtung - aber nur mit klaren Prioritäten, hohem Tempo und konsequenter Umsetzung entstehen daraus echte Wachstumsimpulse», sagte Kammüller laut Mitteilung.