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# Verlässliche Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Stabilität im Bauwesen
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/rahmenbedingungen-wirtschaftlichkeit-bauwesen-investitionen/
- Published: 2026-10-12T07:33:40.000Z
- Updated: 2026-10-12T07:33:40.000Z
- Description: Stabile Rahmenbedingungen sind entscheidend, um Investitionen in moderne, klimafreundliche und digitale Technologien zu fördern. Hohe Kosten und regulatorische Hürden drücken Unternehmen unter Druck – Vertrauen und klare Politik sind notwendig.
- Author: Julia Bremer
- Tags: Investitionen, Unternehmen und Wirtschaft

**Bonn** | Durch die Konferenz führte Jürgen Küspert (Geschäftsführung, Fachfragen, Betreuung und Koordination der Fachbereiche, Leitung der bbi-Akademie) und auch Heinrich Odenwälder (Erster Vorsitzender und Leiter der Fachgruppe Baugeräte) und Dr. Alexander Frass (Leiter der Fachgruppe Service) sowie Peter Schrader (Leiter der Fachgruppe Vermietung) waren im Zuge der Online-Präsentation mit von der Partie.

Die besagten Herausforderungen zeigten sich den Verantwortlichen zufolge besonders in der massiv steigenden Kostenbelastung, gepaart mit gleichzeitig hohen Investitionsanforderungen durch die laufende Transformation der gesamten Wirtschaft. Die im bbi organisierten Branchenzweige seien bereit, ihren Beitrag zur Modernisierung von Infrastruktur, Industrie und Bauwirtschaft zu leisten. Voraussetzung hierfür seien jedoch stabile, verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.

Hohe Energiepreise, steigende Personalkosten, zunehmende Maut- und Logistikkosten, CO2-Abgaben sowie wachsende Finanzierungskosten setzen die Unternehmen erheblich unter Druck. Gleichzeitig verschärfen der intensive Wettbewerb und die dadurch sinkenden Margen die wirtschaftliche Lage, betont der bbi. Parallel stehen die Unternehmen vor umfassenden Transformationsaufgaben: Die Elektrifizierung von Maschinenflotten, Investitionen in klimafreundliche Technologien und der Ausbau digitaler Prozesse erfordern erhebliche Mittel und langfristige Planungssicherheit. Nachhaltigkeit und Digitalisierung bieten große Chancen – von effizienteren Prozessen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Damit diese Potenziale genutzt werden können, braucht es eine Begrenzung staatlich induzierter Kostensteigerungen, den Abbau regulatorischer Hürden sowie steuerliche und finanzielle Anreize zur Tätigung zukunftsorientierter Investitionen in klimafreundliche und digitale Technologien.

In Gesprächen des bbi mit den Branchenunternehmen zu Jahresbeginn berichteten viele Unternehmerinnen und Unternehmer von einer anhaltend schlechten wirtschaftlichen Stimmung im Inland. Pessimismus und Zurückhaltung prägen Investitionsentscheidungen und hemmen eine dynamische Entwicklung.

Die Politik sei gefordert, Vertrauen zurückzugewinnen. Ein klarer wirtschaftspolitischer Kurs sowie schnelle und nachvollziehbare Entscheidungen seien entscheidend, um neue Zuversicht zu schaffen. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität soll Rekordinvestitionen von Bund, Ländern und Kommunen ermöglichen. Der bbi erwarte, dass die zur Verfügung stehenden Mittel schnellstmöglich für die vorgesehenen Zwecke eingesetzt werden und somit auch die mittelständischen Unternehmen von den Investitionen profitieren können.

Nur so können die Wettbewerbsfähigkeit, Investitionskraft und Planungssicherheit der Händler und Vermieter mobiler Arbeitsmaschinen nachhaltig gestärkt werden. Die Firmen sind bereit, in moderne Technologien und nachhaltige Lösungen zu investieren. Voraussetzung ist jedoch ein wirtschaftspolitisches Umfeld, das Investitionen ermöglicht statt erschwert. Soweit, so klar die Ansage des bbi. Doch neben den Herausforderungen für die Branche ging es im Zuge der Online-Pressekonferenz auch um die wirtschaftliche Situation in den Segmenten Handel und Vermietung mobiler Arbeitsmaschinen. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland blieb auch im Jahr 2025 insgesamt angespannt. Die im bbi vertretenen Branchen – Baumaschinenhandel und -vermietung, Flurförderzeughandel und -vermietung sowie die Arbeitsbühnenvermietung – sind eng mit der Entwicklung von Bauwirtschaft, Industrie und Logistik verknüpft. Entsprechend differenziert stellt sich die Lage in den einzelnen vom bbi vertretenen Branchen dar. Während einige Bereiche 2025 wieder wachsen konnten, standen andere erneut unter Druck. Für dieses Jahr überwiegt vorsichtiger Optimismus, heißt es von Seiten des bbi.