> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://allgemeinebauzeitung.de/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# Schleswig-Holstein will erstes staatliches Azubiwerk gründen
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/schleswig-holstein-erstes-staatliches-azubiwerk/
- Published: 2026-09-17T06:58:28.000Z
- Updated: 2026-09-17T06:58:28.000Z
- Description: Sieben Millionen Zuschuss jährlich
- Author: dpa
- Tags: Ausbildung und Beruf, Job und Karriere

Kiel (dpa). |Schleswig-Holstein will seine Auszubildenden künftig ähnlich betreuen wie die Studentinnen und Studenten. Wie genau das von Schwarz-Grün geplante Auszubildendenwerk aussehen soll, steht aber noch nicht fest. «Es gibt keine Blaupause», sagt Grünen-Fraktionschef Lasse Petersdotter. Nach seinem Willen soll Schleswig-Holstein das erste Bundesland mit staatlichem Auszubildendenwerk werden.

Bis zu sieben Millionen Euro Landesmittel jährlich will Schwarz-Grün dafür in den kommenden Jahren bereitstellen. Am Vormittag will sich der Landtag in erster Lesung mit dem Gesetzentwurf der Koalition befassen. Danach soll im Rahmen der Anhörung offen über die konkrete Ausgestaltung des Azubiwerks beraten werden. Der endgültige Beschluss soll noch vor der Landtagswahl am 18\. April 2027 fallen.

Der Grundgedanke orientiert sich an der Struktur des Studierendenwerks an Hochschulen, das für die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Betreuung von Studierenden zuständig ist. Als erstes Ziel benennt das Gesetz die Schaffung und Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende. Außerdem sollen die Mitarbeitenden Auszubildende mit Blick auf bereits bestehende Unterstützungsangebote beraten und auch eigene entwickeln wie beispielsweise eine Azubi-Starthilfe oder einen Fonds für Notlagen. Es soll auch psychologische Beratung geben.

Doch während Studierende sich rund um vergleichsweise wenige Hochschulstandorte im Land verteilen, gibt es an deutlich mehr Orten Ausbildungsplätze. Der SSW fordert deshalb in einem Änderungsantrag bereits, dass die Angebote des Azubiwerks landesweit zugänglich sein sollen, aber auch regional bedarfsgerecht ausgestaltet werden müssen, weil Wohnungsmärkte, Ausbildungsstrukturen, Mobilitätsanforderungen und bestehende Hilfsangebote in verschiedenen Landesteilen unterschiedlich sind.

Nach früheren Angaben der Regionaldirektion für Arbeit hat die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen (16.900) im vergangenen Jahr die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber (14.800) erneut überstiegen. Zum Stichtag Ende Oktober 2025 hatten die Industrie- und Handwerkskammer 8.710 neue Ausbildungsverträge gemeldet und das Handwerk 6.368.