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# Smarte PSA mit Intelligenter Schutzfunktion für Hochrisikobereiche
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/smarte-psa-intelligenter-schutz-hochrisiko/
- Published: 2026-09-10T10:30:03.000Z
- Updated: 2026-09-10T10:30:03.000Z
- Description: Der neue Guardio Armet Pro Connected Helm kombiniert intelligente Sensortechnologie mit digitaler Prävention. Er ermöglicht in Echtzeit Warnungen und datenbasierte Sicherheitsmaßnahmen bei erhöhtem Gefährdungspotenzial.
- Author: ABZ
- Tags: Arbeitsschutz und Sicherheit, Baupraxis

Blaustein (ABZ) | Die AST Arbeitssicherheit hat den Industrieschutzhelm „Guardio Armet Pro Connected“ in ihr Vertriebs- und Schulungsangebot aufgenommen. Der Helm soll nach Angaben des Unternehmens künftig unter anderem in Kran-, PSAgA- und Hubarbeitsbühnen-Kursen eingesetzt werden. Zusammen mit einem Kommunikations-Gehörschutz stellt AST die Produkte vom 20\. bis 22\. Oktober auf der Fachmesse „Arbeitssicherheit Aktuell“ in Stuttgart vor.

Für Matthias Müller, Leiter der AST Safety Academy, steht der »Armet Pro Connected« für eine Entwicklung hin zu intelligenten persönlichen Schutzausrüstungen. »Smarte PSA bietet nicht nur Schutz mit neuester Technik, sondern auch nachgelagerte digitale Präventionsarbeit durch statistische Auswertungen des tatsächlichen betrieblichen Beinah- und Unfallgeschehens und damit die Möglichkeit angepasste Sicherheits-Maßnahmen nach faktischen innerbetrieblichen Anforderungen festzulegen«, so der Leiter der AST Safety Academy.

Teilnehmer der AST-Seminare können den Helm nach Angaben des Unternehmens in verschiedenen Kursen testen. Auf Wunsch bietet AST zudem Einführungsschulungen zu den Funktionen der PSA an.

Der Boden- und Höhenarbeitshelm verfügt laut Herstellerangaben über ein Mips®-Gehirnschutzsystem mit patentierter reibungsoptimierter Innenschale. Diese reduziert nach Angaben des Herstellers die Drehbewegung des Kopfes bei schrägen Stoß- und Aufprall-Situationen und soll dadurch das Risiko von Gehirnverletzungen mindern.

Ein Sensor von »Quin« überwacht laut AST das Helmgeschehen sowie die Helm-Innentemperatur. Im Bedarfsfall können automatisch und in Echtzeit Warnmeldungen an hinterlegte Notfallkontakte oder Rettungsdienste gesendet werden. Zudem lassen sich Notfallinformationen auf dem Helm speichern. Diese können über den dafür vorgesehenen NFC-Chip direkt am Helm abgerufen werden.

Zur Ausstattung gehört außerdem ein Belüftungssystem. Der 4-Punkt-Kinnriemen lässt sich laut Herstellerangaben einstellen und verfügt über einen magnetischen Schnellverschluss.

**Anforderungen an Schutzhelme**

Für Industrieschutzhelme gilt nach Angaben von AST die überarbeitete EN 397:2025\. Bei einer Neubeschaffung muss der Arbeitgeber demnach im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung eine Auswahlentscheidung treffen, diese begründen und dokumentieren.

Die Norm unterscheidet laut AST zwischen zwei Leistungsstufen. Typ 1 ist für übliche Gefährdungen in Einsatzbereichen wie Lager, Produktion oder Wartung vorgesehen. Typ 2 richtet sich an Arbeitsplätze mit höheren mechanischen Belastungen. Als Beispiele nennt AST den Stahl-, Gerüst- und Tunnelbau sowie Arbeiten unter Kranen.

Bestandshelme nach EN 397:2012+A1:2012 müssen laut AST nicht ausgetauscht werden und können bis zur Ablegereife verwendet werden. Nach Angaben des Unternehmens entsprechen sie jedoch nicht dem aktuellen Sicherheitsniveau.

Als Ergänzung zum Industrieschutzhelm setzt AST nach eigenen Angaben auf den Freebird-Kommunikations-Gehörschutz. Dieser soll die Kommunikation zwischen Beschäftigten auch in lauten Industrieumgebungen ermöglichen, ohne dass der Gehörschutz abgenommen werden muss. Der Einsatz ist damit beispielsweise bei Arbeiten auf Baustellen vorgesehen.

Der Kommunikations-Gehörschutz verfügt laut AST über eine Helmhalterung und ein Stirnband, das bei Bedarf gewechselt werden kann. Nach Angaben des Unternehmens unterstützt das System den Ansatz der EN 397:2025.

»Wir berücksichtigen in unserer täglichen Arbeit vorausschauend Tendenzen und gestalten dies pragmatisch im gesamten Unternehmenskontext«, so Matthias Müller: »Aus diesem Grund haben wir uns entschieden die Kooperation als Kompetenzpartner für smarte PSA und den damit federführenden Unternehmen einzugehen. Nur so können wir für unseren Kunden in Qualifizierung und Beratung ganzheitliche Konzepte testen und bedarfsgerecht implementieren.«