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# Wirtschaftlichkeit führt zu zwei neuen Muldenkippern
- URL: https://allgemeinebauzeitung.de/wirtschaftlichkeit-fuehrt-zu-zwei-neuen-muldenkippern-abz/
- Published: 2026-10-21T08:39:45.000Z
- Updated: 2026-10-21T08:39:45.000Z
- Description: Während Muldenkipper in Steinbrüchen häufig zehn bis zwanzig Jahre im Einsatz bleiben, wechselte die Firmengruppe Martin Baur in Jungnau bei Sigmaringen ihre beiden Cat 770G bereits nach dreieinhalb Jahren aus.
- Author: ABZ
- Tags: Baupraxis, Baumaschinen und Technik, #Top-Story

Jungnau (ABZ) | Ausschlaggebend war laut Unternehmen ein preislich attraktives Angebot der Zeppelin Niederlassung Ulm und ihres Gebietsverkaufsleiters Reiner Schmid. Obwohl die vorhandenen Maschinen ihre Transportaufgaben zuverlässig und effizient erfüllten, entschied sich das Unternehmen für zwei Cat 770 der neuen Generation. Ein Merkmal, das nach Unternehmensangaben insbesondere bei den Fahrern auf Zustimmung stößt, ist der mittig positionierte Sitz, der ihnen einen guten Überblick über den Einsatz im Kalksteinbruch ermöglicht.

Die Firmengruppe beschäftigt rund 220 Mitarbeiter und blickt auf eine 88-jährige Geschichte zurück. In den eigenen Kies- und Schotterwerken werden qualitätsgeprüfte Rohstoffe abgebaut und in unterschiedlichen Körnungen aufbereitet. Das Produktspektrum umfasst unter anderem gewaschene Kiese, Edelsplitte, Schottergemische, güteüberwachtes Frostschutzmaterial und Vorlagesteine. „Qualität ist vielschichtig – und das spiegelt sich auch im Maschinenpark wider. Wir achten darauf, Maschinen auf dem neuesten Stand der Technik einzusetzen und denken hier ganzheitlich, wenn wir nach wirtschaftlichen Kriterien die Maschinenauswahl treffen, um für unsere Kunden das Beste herauszuholen“, unterstreicht Geschäftsführer Bernd Kempter.

Die Maschinen werden in der Regel von festen Fahrern bedient. Ihre Kenntnis der Technik, der Materialien und der Arbeitsabläufe wirkt sich nach Angaben des Unternehmens auf die Ausführungsqualität aus. Das zeigt sich beispielsweise beim Verladen des durch Sprengung gelockerten Weißjurakalks und dessen Transport zur Weiterverarbeitung. Durch die gleichbleibenden Arbeitsabläufe lassen sich Abweichungen und Nacharbeiten reduzieren. Gleichzeitig gehen die Fahrer pfleglich mit den Maschinen um. »Keiner kann hinterher sagen: Das war ich nicht. Wir legen großen Wert auf eine gesamtheitliche und professionelle Außenwirkung bei Martin Baur, weil diese nicht nur von den Kunden, sondern auch darüber hinaus wahrgenommen wird«, so Bernd Kempter.

Neben der technischen Ausstattung spielt auch der Umgang mit den Kunden eine Rolle. Dazu gehört laut Geschäftsführer eine klare Kommunikation. »Unsere Kunden wissen es zu schätzen, wenn sich unsere Mitarbeiter klar artikulieren und verständlich austauschen können«, erklärt Kempter. Hinzu kommt die Möglichkeit, Fahrzeuge und Maschinen standortübergreifend einzusetzen. Bei Bedarf werden sie zusammengezogen, um Engpässe auszugleichen. »Das macht uns schlagkräftig«, betont Kempter.

Die Firmengruppe setzt nach eigenen Angaben auf moderne Fahrzeug- und Maschinentechnik sowie auf die Eigenwartung, um Standzeiten zu reduzieren und die Verfügbarkeit zu sichern. »Am Ende des Tages sind es die Monteure, die Maschinen ausmachen«, so Steffen Kanthak, Fuhrparkleiter bei Martin Baur. Bei den Cat Maschinen verweist er dabei auch auf die Unterstützung durch Zeppelin Servicetechniker Thomas Schrodi. Dieser trägt dazu bei, die Maschinen betriebsbereit zu halten. Daneben betreibt das Unternehmen eine eigene Werkstatt unter der Leitung von Kanthak.

Cat Baumaschinen kommen an den verschiedenen Standorten seit 2018 schrittweise zum Einsatz. Sie werden beim Abbau von Weißjurakalk, in Kies- und Transportbetonwerken sowie auf Deponien genutzt. Den Anfang machte ein Cat Grader 120M, der für den Bau von Waldwegen angeschafft wurde. »Hier haben wir einen diametralen Wandel von Gebraucht- in Richtung Neumaschinen vollzogen«, erklärt Kempter.

Zum heutigen Maschinenbestand gehören unter anderem fünf Cat Radlader 972XE, ein 908M, ein Cat Kettenbagger 352 und zwei Cat Raupen D6 LGP mit VPAT-Schild. »Die Performance muss stimmen, denn wir überzeugen durch Leistung«, beschreibt Kanthak die Anforderungen an die Maschinen. Insgesamt verwaltet der Fuhrparkleiter zwischen 400 und 450 Geräte, wobei ein großer Anteil auf die Spedition entfällt.

Transporte bilden seit der Unternehmensgründung ein zentrales Geschäftsfeld. Der Großvater von Martin Baur begann damit, Holz aus den umliegenden Wäldern per Pferdefuhrwerk zu den Sägewerken zu bringen. Mit der Anschaffung eines gebrauchten Lkw wurde das Geschäft ausgebaut. Ende der 1950er-Jahre kam das Rohstoffgeschäft hinzu, das zunächst ebenfalls mit einfachen Mitteln betrieben wurde.

Heute liefert das Unternehmen Kies, Sand, Splitt und Schotter entsprechend dem Bedarf von Straßen-, Tief- und Galabauprojekten sowie für Asphaltmischanlagen und Transportbetonwerke. Der Fuhrpark umfasst 30 Kipper für unterschiedliche Transportaufgaben. Dazu zählen Dreiachser mit Zentralachsanhängern, Vierachser für schwere Einsätze sowie zwei- und dreiachsige Sattelzugmaschinen mit Stahlaufliegern für grobes Material. Für Mischgut- und Schüttguttransporte stehen außerdem Thermoauflieger bereit. Ein geschultes Team organisiert die Abläufe und Lieferungen.

Auch der Bereich Transportbeton ist auf unterschiedliche Projektgrößen ausgerichtet. Mit 30 Fahrmischern, verteilt auf vier Betonwerke, bedient das Unternehmen nach eigenen Angaben auch Großprojekte. Fünf Förderbandfahrzeuge mit jeweils 16 m Reichweite ermöglichen zudem die Einbringung von Beton über größere Distanzen. Im Bereich Rohstoffgewinnung haben inzwischen die beiden neuen Cat Muldenkipper 770 der neuen Generation ihre Arbeit aufgenommen.