Scharendijke/Ouddorp (ABZ) | Bei der Erneuerung der Schleusenanlage Brouwerssluis in den Niederlanden setzt das Unternehmen De Klerk Werkendam auf den batteriebetriebenen Raupenkran LR 1130.1 unplugged von Liebherr.
Dabei werden die rund 50 Jahre alten Spundwandkonstruktionen ersetzt, die eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Wasseraustauschs zwischen der Nordsee und dem Grevelingenmeer spielen.
De Klerk Werkendam installiert 162 neue, 23 m lange Spundbohlen mit dem Liebherr-Raupenkran LR 1130.1 unplugged. Der stark verdichtete Sandboden des Dammes stellt das Unternehmen vor besondere Herausforderungen und verlangt nach einem leistungsstarken Spundwandrüttler sowie robuster Krantechnik. Dank seiner großen Ausladung kann der Kran optimal auf der Barge eingesetzt werden, von der aus er die Spundbohlen präzise positioniert, informiert der Hersteller.
Außerdem übernimmt er das Verladen der Baumaterialien vom Land. Sobald die neuen Elemente eingebracht sind, entfernen die Ausführenden die alten Bohlen und schaffen damit die Grundlage für eine moderne Schleusenanlage.
De Klerk Werkendam setzt bewusst auf den batteriebetriebenen Liebherr-Raupenkran LR 1130.1 unplugged, um den steigenden Anforderungen emissionsfreier Baustellen gerecht zu werden. Die Entscheidung für die elektrische Kranlösung mit den Vorteilen von Local Zero Emission zahlt sich demnach aus:
Die Projektverantwortlichen und Maschinenbediener berichten von positiven Erfahrungen – insbesondere die geringe Geräusch- und Emissionsbelastung wird hervorgehoben.
Im Leerlauf entspricht nach Unternehmensangaben der Schalldruckpegel von drei Unplugged-Raupenkranen, die jeweils in einer Entfernung von
16 m stehen, einer normalen Unterhaltung auf der Baustelle in einem Meter Entfernung. Heute schätzen die Mitarbeitenden elektrisch angetriebene Maschinen so sehr, dass sie deren Einsatz bevorzugen, heißt es seitens des Unternehmens.
Das Laden der Batterie erfolgt über herkömmlichen Baustellenstrom. Während des Ladevorgangs kann der Betrieb wie gewohnt fortgesetzt werden.
Um in den Akkubetrieb zu gelangen, muss nur der Stecker gezogen werden, daher: »unplugged«. Ob ein- oder ausgesteckt, die Leistung und das Anwendungsspektrum bleiben unverändert und sind identisch mit der konventionellen Dieselausführung.
Der Arbeitsponton verfügt ebenfalls über einen elektrischen Antrieb, elektrische Spudpfähle sowie ein Hybridsystem aus Batteriespeichern und Solarmodulen, erklärt der Hersteller. Bei verfügbarem Landstrom arbeitet das Gesamtsystem nach Angaben des Hersteller nahezu vollständig emissionsfrei – lediglich das Hydraulikaggregat des Spundwandrüttlers wird bei diesem Einsatz noch mit Diesel angetrieben. De Klerk Werkendam sieht in dieser Kombination aus elektrisch betriebenem Ponton und Raupenkran eine in den Niederlanden einzigartige Lösung und will diese Kombination auch künftig einsetzen.
Die Zusammenarbeit mit Liebherr wird vom niederländischen Unternehmen ausdrücklich positiv bewertet – besonders die hohe Zuverlässigkeit der Maschinen, die schnelle Ersatzteilversorgung und die kurzfristige technische Unterstützung vor Ort überzeugen, heißt es in einer Mitteilung von Liebherr.
Aufgrund der positiven Erfahrungen plant De Klerk Werkendam, künftig weitere elektrische Krane einzusetzen.