Kaltenkirchen (ABZ) | Die Hagedorn Unternehmensgruppe entwickelt auf dem rund 20 ha großen Gelände des ehemaligen Kalksandsteinwerks gemeinsam mit der Stadt Kaltenkirchen ein neues Stadtquartier am See.
Auf dem ehemaligen Gelände des Kalksandsteinwerks in Kaltenkirchen soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier entstehen. Die Hagedorn Unternehmensgruppe hat das rund 20 ha große Areal Anfang 2026 von der Xella Deutschland GmbH erworben und entwickelt es gemeinsam mit der Stadt Kaltenkirchen zu einem gemischt genutzten Quartier mit ungefähr
500 bis 600 Wohnungen, Freizeit- und Kulturangeboten, Nahversorgung sowie Flächen für den Gemeinbedarf.
Die Entwicklung sei in enger Abstimmung mit der Stadt Kaltenkirchen und den zuständigen Fachbehörden erfolgt. Prägend für das Quartier ist die Lage am See. Geplant sind neben Wohnangeboten in unterschiedlichen Größen und Ausprägungen eine öffentlich zugängliche Uferpromenade mit Rundweg, Gastronomie mit Seeblick, Freizeit- und Kulturangebote sowie Flächen für den Gemeinbedarf. Auch eine angestrebte Badestelle, Möglichkeiten für einen Bootsanleger und ein möglicher Kita-Standort sind Teil der bisherigen Planungen. Bevor auf dem Areal neuer Wohn- und Lebensraum entstehen kann, stehen umfangreiche Vorarbeiten an.
Dazu gehören unter anderem die weitere Untersuchung und Aufbereitung der Flächen, der Rückbau bestehender Strukturen sowie die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die zukünftige Entwicklung.
Kaltenkirchens Bürgermeister Stefan Bohlen betont die Bedeutung des Projekts: »Mit dem Seequartier nutzen wir die einmalige Chance, ein neues, attraktives Stück Kaltenkirchen zu schaffen. Hier entsteht ein Quartier, das Wohnen, Versorgung, Kultur- und Freizeit auf besondere Weise verbindet und die Lebensqualität in unserer Stadt nachhaltig stärkt. Wir als Stadt verhindern hierdurch die Entstehung einer neuen Brache im Herzen von Kaltenkirchen.«
»Die Revitalisierung von vormals industriell genutzten Flächen ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. In Kaltenkirchen schaffen wir aus einem ehemaligen Abbaugebiet einen zukunftsfähigen Lebensraum – nachhaltig, innovativ und im engen Dialog mit der Stadt«, sagt Axel Köster, Geschäftsführer der Hagedorn Revital GmbH. Das Seequartier stehe beispielhaft für den Ansatz der Hagedorn Unternehmensgruppe, bestehende Flächenpotenziale zu aktivieren und ehemalige Industrieflächen wieder in den Nutzungskreislauf zurückzuführen.
Die unterschiedlichen Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe sollen dabei ineinander greifen: Von dem Rückbau und der Flächenaufbereitung bis hin zur Entwicklung eines tragfähigen Nutzungskonzepts. Ein wichtiger nächster Schritt folge bereits im Herbst: Dann sollen die Rückbauarbeiten auf dem Gelände beginnen und den Weg für das künftige Seequartier ebnen.
Als jüngster Schritt folgte ein weiterer wichtiger Meilenstein bereits Ende Juni: Mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan ist die Quartiersentwicklung in die nächste Phase übergegangen. Für Hagedorn reiht sich das Projekt in eine Vielzahl vergleichbarer Revitalisierungsvorhaben ein.
Mit ihrer ganzheitlichen Prozesskette aus Rückbau, Recycling, Tiefbau, Schwerlastlogistik, Flächenaufbereitung und Quartiersentwicklung hat die Unternehmensgruppe bislang mehr als 3,5 Millionen Quadratmeter Brach- und Industrieflächen revitalisiert.