Erfurt (ABZ). – Thüringens Wohnungsmarkt bleibt gespalten. Während in den größeren Städten und ihrem Umfeld Wohnungen gebaut werden, stehen nach Angaben des Thüringer Wohnungswirtschaftsverbandes in den ländlichen Regionen derzeit etwa 20 000 Wohnungen leer. Davon müssten nach Schätzungen etwa 10 000 abgerissen werden, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Thüringer Wohnungswirtschaft, Frank Emrich. "An der Bevölkerungsprognose für Thüringen können wir nichts ändern." Nach Emrichs Angaben stellt sich die Wohnungswirtschaft auf neue Wohntrends und -bedürfnisse von Mietern nach der Corona-Pandemie ein. "Neue Ansprüche an Wohnungszuschnitte, Nutzbarkeit und Infrastruktur entstanden und werden bleiben." Er nannte flexiblere Wohnungen mit teilbaren Räumen für heimische Arbeitsplätze, Gemeinschaftsräume in Wohnquartieren, die als Büros genutzt werden können, oder das Zusammenlegen von Wohnungen. Die im Verband organisierten Unternehmen bewirtschaften nach seinen Angaben rund 264 000 Wohnungen.
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