"Durchbrechende Effizienz"

Spaltgerät kappt Bohrpfahlköpfe

 Blumberg/Völklingen (ABZ). –  Beim Bau der Ruhrtalbrücke bei Bermecke im Zuge des Ausbaus der Autobahn 46 wurden zur Tiefengründung 84 Bohrpfähle gesetzt. Zum Abtragen des Überbetons, das heißt also zum Kappen der Bohrpfahlköpfe, kam ein hydraulisches Spaltgerät von Darda zum Einsatz. Die im Ø 1,50 m starken und bis zu 1,50 m hohen Pfahlköpfe wurden mit zwei Darda C9L Spaltzylindern genau und effizient gekappt.

Bei den hydraulischen Stein- und Betonspaltgeräten der Darda GmbH, Blumberg, handelt es sich um handgehaltene, aber leistungsstarke Geräte, mit denen Stahlbeton und Naturstein leise, vibrationsarm, kontrollierbar und ziemlich genau abgebrochen werden können. Ein komplettes Gerät besteht aus einem oder mehreren Spaltzylindern, einem Antriebsaggregat und einem Hydraulikschlauch.

Die handgehaltenen Abbruchgeräte entwickeln Unternehmensangaben zufolge eine enorme Spaltkraft, die je nach Modell und Ausführung zwischen 195 und 413 t liegt. Der C9 Spaltzylinder hat nach eigenen Angaben weltweit das beste Größen-Leistungsverhältnis und ist für mittelschwere bis schwere Einsätze in bewehrtem Beton gemacht.

Zunächst muss in die abzubrechende Betonstruktur ein Loch mit definiertem Durchmesser und vorgegebener Tiefe gebohrt werden. Hier hinein setzt man den Spalteinsatz des Spaltzylinders. Hydraulisch schiebt sich dann ein Keil zwischen die beiden sogenannten Druckstücke. Diese werden gegen die Bohrlochinnenwand gedrückt, bis der Beton dem Druck nicht mehr standhalten kann und bricht. Ein Riss in vom Anwender vorab definierter Richtung entsteht in Sekundenschnelle.

Die Vorteile dieser Methode, gerade auch beim Köpfen von Pfählen liegen auf der Hand: Leichte Vibrationen entstehen nur beim Bohren mit dem Bohrgerät. Der Einsatz des Darda Spaltgerätes ist völlig vibrationsfrei. Das Material wird schnell und vor allem kontrolliert zerlegt. Ganz im Gegensatz zum Abbruch der Pfeilerköpfe mit einem Abbruchhammer schont das nicht nur die Betonstruktur der Pfähle, sondern auch den Anwender. Angenehm ist das Arbeiten mit Spaltzylinder zusätzlich, weil keine Splitter entstehen und der Betrieb nahezu geräuschlos ist. Außerdem ist die Belastung der Arbeiter durch das Gewicht des Gerätes gering. Ein C9L Spaltzylinder wiegt gerade einmal 23 kg und nachdem der Spalteinsatz in das Bohrloch gesteckt wurde, hält das Gerät darin, der Anwender muss nicht mehr das gesamte Gerätegewicht heben.

Die Bohrpfähle aus C3037-Beton beim Brückenbau in Bermecke wurden auf Höhe der gewünschten Bruchstelle zunächst ringsum 5 cm tief mit einem Winkelschleifer angeschnitten, um eine noch genauere Sollbruchstelle zu definieren. Auf genau dieser Schnittlinie bohrten die Arbeiter dann mit Bohrhämmern in jeden Pfahl zwei gegenüberliegende Löcher. In jedes wurde ein C9L Spaltzylinder eingeführt und dann eingeschaltet. Innerhalb weniger Sekunden brach der Beton auf der gewünschten Höhe und durch die komplette Fläche jedes Pfeilers, trotz deren enormen Armierung mit 25 mm starken Bewehrungen. An zuvor in die Betonstruktur eingebrachten bügelförmigen Eisen hob ein Kran die abgespaltenen Bohrpfahlköpfe herunter. Dies war möglich, da vor Einbau jedes Bewehrungskorbes die jeweils 24 Längseisen, die in die Pfahlköpfe einbanden, mit einer Kunststoffschale ummantelt wurden, die beim Abheben über die Eisen rutschte.

Insgesamt wurden auf diese Art und Weise 135 m Betonmaterial entfernt. Das ausführende Unternehmen, Kukor Pfahlabbruch aus Völklingen, attestierte eine spürbare Zeit- und somit deutliche Kosteneinsparung, die auf die effiziente Abbruchmethode des Darda Spaltgerätes zurück zu führen war.

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