Schadstoffsanierung

Hauptbahnhof wird entkernt

Frankfurt am Main (ABZ). – Die Unternehmensgruppe Oettinger ist neben Abbrucharbeiten und Schadstoffsanierung auch auf Tief-, Straßen- Tankstellen und Erdbauarbeiten spezialisiert. Zusätzlich betreibt die Gruppe auch eine eigene Verwertungsanlage. Von der Öffentlichkeit noch weitestgehend unbemerkt wird der Hauptbahnhof Frankfurt am Main großflächig umgebaut. Damit soll er für Bahnreisende attraktiver werden. Seit dem Spatenstich am 12. Oktober 2020 sind die Experten der Oettinger GmbH im Einsatz.

Dabei werden die Verteilerebene sowie der Nordbau umgestaltet und modernisiert. Neben neuen Zugängen erwartet die Kunden zusätzlich eine gut strukturierte unterirdische Einkaufspassage.

Bis es soweit ist, sehen sich die Spezialisten des Mittelständlers aus Malsch mit einer breiten Palette unterschiedlichster Schadstoffe konfrontiert, welche fachgerecht saniert und entsorgt werden müssen. Auf den insgesamt 18.000 m², darunter etwa 5000 m² der Lüftungszentrale, 1800 m² Kabelkeller mit Hochspannungsleitungen sowie 2500 m² Lagerräume werden vorwiegend Bereiche mit Asbest und KMF in unterschiedlichsten Vorkommen in verschiedenen Schwarzbereichen saniert. Dabei setzen die Spezialisten sowohl auf das BT40-Verfahren zum Rückbau asbesthaltiger Kleber, als auch auf diverse Sanierungsgeräte, Materialschleusen, Personenschleusen und Unterdruckgeräte für die Einrichtung der Schwarz-Weiß-Bereiche.

Die Maßnahmen finden bei laufendem Bahnhofsbetrieb statt, weswegen insbesondere bei den Anforderungen an den Brandschutz bei dem überwiegend unterirdisch liegenden Bauwerk keine Kompromisse eingegangen werden können. Um die Arbeiten überhaupt möglich zu machen, muss die Brandmeldeanlage jeden Tag sequentiell deaktiviert und im Anschluss an die Arbeiten wieder aktiviert werden.

Bei der Sanierung setzt der Rückbauspezialist neben spezialisierten Sanierungstrupps auf eine adäquate Maschinenausstattung, um die teils enormen Entfernungen überbrücken zu können. Hier sind ein neuer Giant-G2200E-Elektroradlader, ein Abbruchroboter sowie ein Manitou-Kran im Einsatz.

Besondere Herausforderungen ergaben sich im Zuge der Baumaßnahme beim händischen Rückbau des kompletten Innenlebens des Treppenhauses über vier Ebenen, welche bis zu 8 m unter dem Wasserpegel händisch abgebrochen werden mussten.

Das auf drei Jahre Dauer angesetzte Projekt hält dabei sicherlich noch einige technische Herausforderungen bereit, welchen sich die gut ausgebildeten Spezialisten der Oettinger Gruppe gerne stellen.

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