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Modernisierung Hand in Hand

Die Modernisierung der Altholzaufbereitungsanlage in Bergkamen durch Allreco und Spaleck steigert Effizienz und Nachhaltigkeit, senkt Kosten und verbessert Materialqualität.

Von ABZ
Altholzaufbereitung
Die neue, effizientere Zerkleinerung und verbesserte Materialverteilung führt laut Hersteller zu einem optimierten Output mit geringerem Feinkornanteil. | Foto: Allreco/Spaleck

Bergkamen (ABZ). – Dass sich die Kooperation von zwei Branchenspezialisten auszahlen können, zeigt das Beispiel vom Umweltkontor Bergkamen. Die umfassende Modernisierung der Altholzaufbereitungsanlage durch die Allreco GmbH und Spaleck GmbH & Co. KG markiert eigenen Angaben zufolge einen signifikanten Fortschritt in Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in der Altholzverarbeitung.

Das Umweltkontor Bergkamen zählt mit einer Kapazität von mehreren Hunderttausend Tonnen pro Jahr zu den leistungsfähigsten Entsorgungsfachbetrieben rund um das Thema Altholz in Deutschland. Getreu ihrem Firmencredo: "Rohstoffe sind das wertvollste, was man zurückgewinnen kann." beauftragte das Unternehmen aus dem Ruhrgebiet 2022 Allreco mit einem wegweisenden Modernisierungsprojekt. Das Ziel: die Erneuerung der nach 75.000 Arbeitsstunden in die Jahre gekommenen, Aufbereitungsanlage sowie eine entscheidende Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Produktivität.

Um die Anforderungen des Umweltkontors Bergkamen vollumfänglich zu erfüllen und den Rohstoff Altholz bestmöglich wieder in die Kreislaufwirtschaft zurückzuführen, schloss Allreco eine Kooperation mit dem Maschinenbauunternehmen Spaleck.

Henning Strunz, Geschäftsführer Allreco, dazu: "Dieses Team ermöglichte die reibungslose Integration der neuen Technologien in die bestehende Infrastruktur, was die Altholzaufbereitungsanlage in Bergkamen zu einem Paradebeispiel für innovative und nachhaltige Industrielösungen macht."

Nach intensiver Planung stand fest, dass die effiziente und ressourcenschonende Lösung im Austausch ihres langjährigen Zerkleinerers "Grizzly" durch drei Kernmaschinen besteht – einem langsam laufenden Vorzerkleinerer (Doppstadt DW306 CERON Baujahr 2012, aus dem Bestand der Geiger Gruppe), einem 2 x 6 m großen Schwingsieb mit Gegenschwingrahmen von Spaleck und einem schnelllaufenden Nachzerkleinerer des Typs Allreco AK540 VE. Durch die neue Aufteilung der Zerkleinerungsaufgabe auf zwei Zerkleinerungsstufen und die Integration der Siebmaschine wurden neue, sehr effiziente Fahrweisen in der Anlage möglich. So wurde die Gauß-Verteilung der Partikel so verändert, dass deutlich weniger Feinkorn produziert, viel weniger Energie verbraucht und der Einsatz von Verschleißteilen minimiert wurde. Die Zerkleinerung erfolgt auf maximal 120 mm. Das Sieben des fertigen Produkts erfolgt aus dem Materialstrom.

Das Ergebnis ist Allreco zufolge ein Output mit weniger Staub und sehr guter Materialverteilung innerhalb der Zielkornfraktion. Gerade bei Material, welches der thermischen Verwertung zugeführt wird, sind die Produktionskosten und Aufwände zur Herstellung der Zielkornfraktion nun essenziell verbessert. Dasselbe gilt für die stoffliche Verwertung. Durch die Integration des neuen schnelllaufenden Nachzerkleinerers ALLRECO AK540 VE wird eine besonders homogene Materialqualität gewährleistet. Dabei beansprucht der AK540 VE das Material noch einmal ganz anders, so dass auch kleine Nägel und Schrauben durch die nachfolgende Separationstechnik abgeschieden werden können. Henning Strunz fasst zusammen: "Im Endeffekt haben wir eine große Maschine durch eine kleine Fabrik ersetzt, sind damit aber viel flexibler und können die Produktionskosten deutlich senken."

Die Modernisierung in Bergkamen steht exemplarisch für die Zukunft der Altholzaufbereitung, die durch fortschrittliche Technologie, nachhaltige Prozesse und effiziente Produktionsmethoden geprägt ist. Olav Meyer, Geschäftsführer Umweltkontor Bergkamen, abschließend dazu: "Wir sind jetzt viel flexibler und wirtschaftlicher aufgestellt. Die neue, effizientere Zerkleinerung und verbesserte Materialverteilung führt nicht nur zu einem optimierten Output mit geringerem Feinkornanteil, sondern auch zu einem reduzierten Energieverbrauch – sprich, einer deutlichen Senkung unserer Produktionskosten."

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