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Auftragslage bleibt vielversprechend

Von ABZ

Wien|Österreich (ABZ) | Porr hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Auftragsbestand um 4,4 % auf 9.839 Millionen Euro gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens erhöhte sich das Periodenergebnis um 23,9 % auf 36,4 Millionen Euro Leistung und Umsatz wurden nach Herstellerangaben durch den starken Winter beeinflusst. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand ein Wachstum von Leistung und Umsatz um 2 % bis 4 % sowie eine EBIT-Marge zwischen 3,2 % und 3,3 %.

Im Berichtszeitraum lag die Produktionsleistung bei 3.167 Millionen Euro und damit auf Vorjahresniveau. Während der Hochbau nach Unternehmensangaben später in die Bausaison startete, verzeichnete der Tiefbau ein Plus. Porr CEO Karl-Heinz Strauss sagt: »Das erste Halbjahr 2026 war für die Porr ein äußerst dynamisches. Wir konnten uns über eine Reihe von bedeutenden Neuaufträgen freuen, die zeigen, wie breit wir mit unserem Portfolio in allen Heimmärkten aufgestellt sind.«

Zu den größeren Neuaufträgen zählte laut Porr ein 13 km langer Abschnitt der Westumfahrung von Szczecin zwischen Kołbaskowo und Dołuje in Polen. Der größte Hochbau-Einzelauftrag stammt nach Unternehmensangaben aus Deutschland. Am X-FAB-Standort in Erfurt realisiert die PORR eine Chipfabrik für das Projekt Fab4Micro. In Österreich erhielt das Unternehmen unter anderem Aufträge für den Neubau der Psychiatrie in der Klinik Favoriten und die Wohnhausanlage Lil-y am See. In Rumänien ist die PORR mit der Revitalisierung des Traian-Platzes in Timișoara beauftragt.

Strauss: »Unsere Pipeline ist voll und wir haben noch viele weitere Projekte in Aussicht.«

Der Auftragseingang ging aufgrund eines hohen Vergleichswerts aus dem Vorjahr auf 3.466 Millionen Euro zurück. Zum Stichtag befanden sich laut Porr mehrere potenzielle Großprojekte in der finalen Ausschreibungs- beziehungsweise Angebotsphase. Dazu gehörten Hochbauprojekte im Wohn- und Industriebau in Deutschland mit einem Gesamtwert von rund 400 Millionen Euro Davon konnten nach Unternehmensangaben 200 Millionen Euro im Juli und August fixiert werden.

Zusätzlich erhielt die Porr nach eigenen Angaben einen Rahmenvertrag der deutschen Bundeswehr im Zusammenhang mit G-CAP (German Armed Forces – Contractor Augmentation Program) in Höhe von 270 Millionen Euro. Weitere Aufträge im deutschen Infrastrukturbau erwartet das Unternehmen von der ab Oktober steigenden Ausschreibungs- und Vergabetätigkeit. Das Gesamtvolumen wird laut Porr auf bis zu 1,5 Milliarden Euro. geschätzt. In Polen gewann das Unternehmen nach dem Berichtszeitraum einen Infrastruktur-Großauftrag in Höhe von 180 Millionen Euro.

Während der Umsatz witterungsbedingt um 1,1 % auf 2.925 Millionen Euro zurückging, stieg das Betriebsergebnis (EBIT) nach Unternehmensangaben um 15,6 %. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich um 26,8 % auf 49,2 Millionen Euro. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen reduzierte sich um 58,8 Millionen Euro auf 1.882,6 Millionen Euro.

Das Periodenergebnis stieg um 23,9 % auf 36,4 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie lag mit 0,71 Euro um 34,0 % über dem Vorjahreswert.

Die Bilanzsumme lag zum 30. Juni 2026 bei 4.725,8 Millionen Euro und damit um 3,2 % über dem Vorjahresultimo. Im Juni investierte die Porr nach eigenen Angaben in Hybridkapital der UBM Development AG. Zudem wurden Unternehmenszukäufe und Sachanlagen getätigt. Die Nettoverschuldung stieg dadurch auf 460,6 Millionen Euro. (30. Juni 2025: 301,4 Millionen Euro).

Das Eigenkapital erhöhte sich trotz einer höheren Dividendenausschüttung um 92,0 Millionen Euro auf 946 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote blieb nach Unternehmensangaben mit 20,0 % auf dem Niveau des Vorjahres.

Für die kommenden Monate erwartet die Porr nach eigenen Angaben Impulse vor allem aus dem Tiefbau. Dazu zählen Investitionen in Energieinfrastruktur, Wasserwirtschaft und Bahnbau. Im Hochbau werden insbesondere die Bereiche Gesundheit, Bildung und Logistik als Nachfragefaktoren genannt. Der Wohnbau bleibt laut Unternehmen trotz des Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum der schwächste Bereich.

Strauss: »Wir vertiefen unser Portfolio in zukunftsträchtigen Bereichen wie Gesundheitsbau, Data Center, leistbarem Wohnraum und dem schlüsselfertigen Industriebau. Gemeinsam mit unserem Fokus auf selektive Auftragsakquisition sorgt das für positive Ergebnisaussichten im weiteren Jahresverlauf.«

Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand nach eigenen Angaben mit einem Wachstum bei Leistung und Umsatz von 2 % bis 4 % sowie mit einer EBIT-Marge zwischen 3,2 % und 3,3 %. Die weitere Geschäftsentwicklung hängt laut Porr von den Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten sowie den damit verbundenen Chancen und Risiken ab. Eine Verschärfung der geopolitischen Situation könnte demnach negative Auswirkungen auf das Unternehmen und seine Geschäftstätigkeit haben.

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